Stand: 9. Mai, 19:47 Uhr. Letzte Einträge: ein Interview, eine Ticker-Meldung, ein Podcast und ein Artikel in der Presse-Ecke
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Anzeige "Cospudener Fährmannskraut": Sanddorntee mit Hibiscus, Apfel, Weinbeeren und Hagebutte
Der Sanddorn, auch Fasanenbeere oder Rote Schlehe genannt, ist eine vielseitig einsetzbare Frucht. Sie wird zur Herstellung von Nahrungsmitteln
und Pflanzenöl für Hautpflegeprodukte genutzt. Ihr Fruchtfleisch hat sich aber auch als gern genommene Substanz bei der Produktion von Likören
und Nektaren erwiesen. Selbst in Indien scheint er gut bekannt. Hier lobt man neben einer leicht berauschenden Wirkung auch seinen ungewöhnlich
hohen Vitamin-C-Gehalt. Jetzt ist der Audorn auch im Leipziger Neuseenland aufgetaucht. Als Tee namens „Cospudener Fährmannskraut“.


    
Oma´s See-Teetipp: "Willst küssen Du an neuen Küsten, musst mit Fährmannskraut Dich rüsten." Fotos: Bernd Reiher

Das Fährmannskraut wird in Brandenburg und Leipzig gemischt und gepackt. Neben dem Sanddorn stammen auch alle weiteren Zutaten
aus einheimischer Produktion. 75 Gramm gehen für 3,50 Euro über die Theke. Für die Bestellung genügt eine E-Mail mit Name, Adresse
und Mengenwunsch. In Leipzig und Markkleeberg wird frei Haus geliefert. Der Rest der Bundesrepublik wird per Post bedient. Dabei
sind je nach Bestellmenge wie gewohnt zusätzliche Versandkosten von 1,45 bis 3,90 Euro einzuplanen.


                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          
   Nachrichtenticker:
Neues aus Neuseenland und von den Leipziger Stadtgewässern                        Ihre Meldung: buero(at)radioneuseenland.de     
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Neues Format für alte Flüsse und neue Seen: Radio Neuseenland jetzt mit Zwillingsreifen
(07_05_br) Im Februar gab es die letzte Meldung bei Radio Neuseenland. Dann wurde die Seite vorerst abgeschaltet. Grund waren die ungeklärten
Verhältnisse bei der Nutzung des Namens "Neuseenland". Dieser ist markenschutzrechtlich geschützt. Inhaber ist der Tourismusverein Neuseenland
e.V. Er hatte für das erste Quartal 2010 zu Gesprächen geladen.


Ohne Funkturm, aber wieder auf Sendung: radioneuseenland.de

Jetzt gibt es zwei Adressen für die Inhalte von Radio Neuseenland. Einmal die altbekannte. Zum zweiten auch die Seite seenticker.blogspot.com.
Sie wird parallel unter einem nicht-geschützten Namen betrieben. Die als Blog aufgelegte Seite hat aber auch zusätzliche Möglichkeiten.
Kommentare sind jetzt möglich, Videos können eingebunden werden. Auch eine Suchmaschine steht zur Verfügung. Angesichts sich
mehrender Inhalte ein interessanter Aspekt. Leider funktioniert der Findungshelfer noch nicht. Google-Blogsuche ist angefragt.

Fast alle Beiträge der bisherigen Seite sind auch auf der neuen zu finden. Für das hier noch zu findende Lexikon gab es noch keinen Platz. Die
Audio-Interviews werden in den Blog integriert und chronologisch in die Abfolge der Beiträge eingeordnet. Die Neuseen-Beiträge, die zwischen
Februar und Mai für die L-IZ entstanden, sollen folgen. Damals gab es bei der Leipziger Internet-Zeitung unter anderem eine Reihe mit Interviews
von der Wassersportmesse "Beach & Boat". Mit dabei Reiner Kehr (LeipzigBoot) und Bernd Herold. Für die Leipziger Internat-Zeitung hatte ich ab
Februar auch sehr intensiv das Thema "Floßgrabenausbau" beleuchtet. Außerdem gab es eine Interview-Reihe zu "Zehn Jahre Cospuden".

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Kurzkanal - nächste Etappe: Plangenehmigung Durchstich Lindenauer Hafen erteilt
(07_02_br) Der planerische Weg für den Durchstich vom Karl-Heine-Kanal zum Lindenauer Hafen ist frei. Im November könnte der Baustart für
die Gewässerverbindung erfolgen. Leipzigs Amt für Stadtgrün und Gewässer teilte am Freitag mit: „Auf dem Weg“ zur Anbindung Leipzigs an
Saale und Elster „konnte mit der nunmehr durch die Wasserbehörde der Stadt Leipzig erteilten Plangenehmigung für die Herstellung einer
Gewässerverbindung zwischen Karl-Heine-Kanal und Lindenauer Hafen eine weitere wichtige Hürde genommen werden“.

  
Lindenauer Hafen und Karl Heines Kanal: noch gibt es nichts, das sie verbindet. Fotos: Bernd Reiher

„Aus wasserrechtlicher Sicht“ sei den Gewässerverwaltern zufolge nun der Weg frei, um „im Sommer diesen Jahres die bauvorbereitenden
Arbeiten beginnen.“ Der erste Spatenstich für die „wasserbaulichen Bauleistungen“ könnte im November erfolgen. Voraussetzung dafür
seien laut Pressemeldung fließende Fördermittel „in Höhe von 75 Prozent der rund 8,8 Millionen Euro betragenden Gesamtkosten
durch den Freistaat Sachsen.“

Laut Leipziger Wasserbehörde werde damit „nicht nur die Grundlage für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung des Lindenauer Hafens
geschaffen.“ Das Vorhaben sei „auch ein wichtiger Schritt für die Erweiterung eines der zukünftig attraktivsten Kurse des Wassertouristischen
Nutzungskonzeptes.“ Genauer: Kurs II. Auf ihm sollen „Wasserwanderer, Boots- und andere Wassertouristen von der Saale über den
Karl-Heine-Kanal bis zum Stadthafen in das Zentrum der Stadt Leipzig gelangen.“ Von dort aus erschließe sich „außer dem Leipziger
Innenstadtbereich auch der gesamte Süd- und Nordwestraum“ des „Leipziger Neuseenlandes“.

Das letzte angegangene Großprojekt, um „eine selbsttragende wassertouristische und damit eng verbundene ökonomische Entwicklung des
Gebietes um den Lindenauer Hafen in Gang zu setzen“ sei das allerdings noch nicht. Weitere strategische Bauvorhaben seien zum Beispiel
der Lindenauer Sportboothafen, die Anbindung des Elster-Saale-Kanals an den Lindenauer Hafen und die Fortführung des
Elster-Saale-Kanals bis zur Saale.

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Jubiläum Cospudener See und "Mittsommernacht" im Kanupark: Erste größere See-Kulturtermine Markkleeberg 2010
(br_18_01) "La dolce vita - eine italienische Nacht", so ist der Arbeitstitel des diesjährigen "Mittsommernachtskonzertes" im Kanupark.
Über die Bühne gehen könnte es am 19. Juni, sagte Schgebietsleiter Ralph von Rauchhaupt am 15. Januar gegenüber der L-IZ.
Weitere wahrscheinlich größere Nummer des Markkleeberger Kulturkalenders dieses noch jungen Jahres 2010: "Zehn Jahre
Cospuden". Das Jubiläum soll dem jetzigen Planungsstand zufolge am 7. August gefeiert werden.
Update 24.01.: Interview in der L-IZ
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Mit Motorschub: Zweite Ausgabe „Beach & Boat“ im Anmarsch
(12_01_br) In reichlich einem Monat geht auf dem Leipziger Messegelände die zweite Augabe der Wassersportmesse „Beach & Boat“ über
die Bühne. Bei der ersten „Informations- und Einkaufsquelle im Jahresverlauf“ werde nach Angaben der Organisatoren auch in diesem Jahr
in Leipzig wieder „alles zum Thema Wassersport“ präsentiert.

     
Rund 10.000 Gäste bei der Premierenausgabe: Die "Beach & Boat" hier in Bildern aus dem Jahr 2009. Fotos: Bernd Reiher

Neben Aktionen, Produkttests, Schnupperkursen und Wettkämpfen steht dabei auch wieder der Fachkongress „Beach & Boat Business“
auf dem Programm. Die zweite Ausgabe der „Beach & Boat“ findet vom 18. bis zum 21. Februar statt.

www.beach-and-boat.de
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TOP im Neuen Rathaus: Der Leipziger Stadthafen als Petition in der Ratsversammlung
(10_01_br) Der Leipziger Stadthafen wird eines der Themen der nächsten Ratsversammlung im Leipziger Neuen Rathaus sein. Der Anleger
ist in der Tagesordnung im Unterpunkt „Petitionen“ zu finden. Die erste Ratsversammlung des Jahres 2010 wird am 20. Januar über die
Bühne gehen. Beginn: 14.00 Uhr.


Erste Grundzüge schon zu erkennen: der Stadthafen im Dezember 2009. Foto: Bernd Reiher

Der Stadthafen Leipzig entsteht derzeit im Zentrum-West zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Schreberbrücke. Die zukünftige Anlegestelle
am Elstermühlgraben gilt als wichtiges Schlüsselprojekt einer Gewässerverbindung zwischen den neuen Seen im Südraum und der Leipziger
Innenstadt.

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"Zehn Jahre Neuseenland": Kein Interview mit Landrat Gey
(06_01_br) Das Interview mit Landrat Gerhard Gey (CDU) ist vorerst geplatzt. Nachdem schon eine erste Verabredung kurz vor Weihnachten
kurzfristig gestrichen wurde, hat der Landkreisvater jetzt auch den eigentlich als „verbindlich“ zugesicherten Ersatztermin absagen lassen.
Grund laut Landratsamt: „ein dringender unaufschiebbarer Termin in Dresden“. Ursprünglich geplantes Thema: eine Dekade neue
Gewässerplatte und der aktuelle Stand der Dinge aus seiner Sicht.
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Plan für den Problempatient: Elsterstausee, Förderverein, Nutzungskonzept
(05_01_br) Der Elsterstausee im Südwesten von Leipzig, ein prächtiges Bild ist es nicht, das er momentan bietet. Das Wasser ist verschwunden.
Das, was einmal der Seegrund war, ist mittlerweile mit sattem Pflanzengrün bedeckt. Vegetation, deren Wurzelwerk dem Gewässerboden
zusätzlich zu schaffen macht. Erst im Dezember gab es deswegen einen Freiwilligeneinsatz, bei dem 150 Bürger innerhalb von zwei Stunden
rund 1.500 Bäumchen aus dem Seeboden gezupft haben sollen.


Abgesoffen: Der Elsterstausee im Sommer 2009. Foto: Bernd Reiher

Nur ein Jahr ist es her, dass große Teile des Elsterstausees noch mit Wasser bedeckt waren. Noch vor zwei Jahren galt das als Horrorszenario,
was jetzt Realität geworden ist. Der einzige Unterschied von damals zu heute: während 2007 und 2008 noch gerungen werden musste, dass
diese Sache einmal im Stadtrat landet, ist das im Jahr 2009 geschehen. Bei der Sitzung im Juni hatte sich das Gremium dafür ausgesprochen,
den Elsterstausee zu retten – wenn das wirtschaftlich vertretbar ist.

Um das herauszufinden, wurde in der Folge ein Gutachter beauftragt. Seine Erkenntnisse sind zwischenzeitlich zwar ans Rathaus geliefert worden.
Weil das Umweltdezernat darauf aufbauend aber einen Rettungsplan erstellen will, wird mit weiteren Meldungen zu diesem Thema wohl erst im
Frühjahr zu rechnen sein.

Ob dann die Rettung kommt oder der traditionsreiche Elsterstausee vielleicht doch aufgegeben wird, ist ungewiss. Für den Fall der Sanierung hat
aber jetzt wieder einmal der Förderverein Elsterstausee ein paar Schritte im Voraus gedacht und ein Nutzungskonzept für das kleine Gewässer
vorgestellt. Dabei könnte eine Betreibergesellschaft der zentrale Knotenpunkt der Anlage werden. Der Clou: nach Sanierung und Neu-Befüllung
wäre nach Meinung der Verfasser ein Betrieb ohne weitere Zuschüsse möglich.

Gegliedert ist das Papier in die vier Unterpunkte Betrieb, Nutzung, Gastronomie, Sport und Events. Würde es umgesetzt, versprechen sich die
Seeleute eine „finanzwirtschaftlich vernünftige und sichere“ Betreibung des Gewässers. Außerdem könnten so viele „bisher unerschlossene Entwicklungsmöglichkeiten“ angezapft werden.

Kernpunkt des Konzeptes: die Betreiberstruktur. Hier schlägt der Förderverein die Gründung einer „Elsterstausee Betriebs GmbH“ vor. Sie könnte
das „Herzstück“ der Anlage werden und soll für Pflege, Verwaltung und bauliche Maßnahmen des Areals verantwortlich sein. Gebildet werden soll
sie aus den vorhandenen gewerblichen Nutzern und einem Investor, der als stiller Teilhaber vorgesehen ist. Beraten werden soll diese
Betreibergeseellschaft durch einen sogenannten „Stausee-Beirat“. Dafür vorgesehene Mitglieder: Seglerverein, Seesportclub,
Behindertenverband, Vertreter der Stadt, des Fördervereines und des Bürgervereines Knauthain/Knautkleeberg.

„Naturnahe Erholung“ und „sanfter Tourismus“ sind die Schlagworte, um die es in der Unterrubrik „Nutzungskonzept“ geht. Zusätzlich zum
Flachwasser-Badebereich, dem Bootsverleih und dem Freizeitsport auf der Liegewiese ist dabei die Einrichtung eines Fahrrad- und
Schlittschuhverleihs angedacht. Außerdem können sich die Autoren zwischen Imbiss und Seesportverein auch solche Dinge wie
einen Biwak- oder Abenteuerspielplatz gut vorstellen. Für Fahrradtouristen, Wanderer, Kinder- und Jugendgruppen könnte auf
dem Gelände des Seesportclubs ein Übernachtungscamp entstehen. Als möglicher Betreiber wurde der Landesanglerverband
genannt.

In Sachen „Gastronomie“ ist in diesem Konzept eine Weiterentwicklung des bisherigen Imbissangebotes angedacht. Zusätzlich und im Zusammenhang
mit dem Übernachtungscamp könnte auf dem Seesportgelände ein öffentlicher Rastplatz für Radler und Wanderer eingerichtet werden. Außerdem
schlagen die Vereinsleute die Ansiedlung hochwertiger Fischgastronomie vor. Sie könnte im ab 2013 leerstehenden Seglervereinsheim untergebracht
werden. Nach Meinung des Fördervereines wäre eine solche Einrichtung „eine wirkliche Bereicherung für das gastronomische Angebot der Region
mit einer Wirkung in die Stadt hinein.“

Wenig zimperlich die Absender des Konzepts auch beim Unterpunkt „Events“. Zwei Fischerfeste könnten und sollten es ihrer Meinung nach pro
Jahr werden. Damit könnten die Anlieger einen „erheblichen finanziellen Beitrag zur Betreibung erwirtschaften“. Weiter angedacht: regionale
Bauern- und Gartenmärkte sowie thematische Siedler-, Familien- oder Kinderfeste. Außerdem gut vorstellbar: Schlittschuh- oder Eissegelfeste,
Halloween-Partys oder „Kleine Konzerte am See“, Open Air.

Greifbarer scheinen die Ideen in der Abteilung „Angeltourismus/Fischereiliche Bewirtschaftung“. Die Konzeptschreiber dazu: „Der Leipziger
Anglerverband ist generell bereit, den See als Gewässer für Satzfischproduktion – aber auch als überregional interessantes Angelgewässer
über einen langfristigen Pachtvertrag zu nutzen.“ Darüber hinaus interessiere den Anglerverband der Betrieb des Camps als Jugendlager,
Schulungs- und Seminarzentrum in eigener Regie.

Letzter Punkt im Nutzungskonzept des Fördervereines Elsterstausee e.V. ist das Thema „Sport“. Dabei könnten sich die Seeleute gut vorstellen, den
Elsterstausee als Ausbildungsgewässer für Segelanfänger oder für den Modellsport zu erschließen. Außerdem weisen sie darauf hin, dass wegen seiner
geringen Tiefe der Elsterstausee zu den wenigen Gewässern in Mitteldeutschland zählt, auf denen Eissegeln möglich ist.

„Er hat die Chance sich zu einem ganz besonderen Zentrum der Naherholung zu entwickeln“, heißt es schließlich im jetzt vorgelegten Konzept. Wie
sie genutzt wird, das wird in den kommenden Wochen beraten. Das Papier der Vereinsleute könnte dabei nützlich sein. Die Sanierung wird schließlich
nicht unwahrscheinlicher, wenn schon jetzt über Ideen für die Zeit danach diskutiert werden kann.
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Zitat des Jahres 2009: Dr. Bernd Klose, Oberbürgermeister Markkleeberg
(03_01_br) "Drei Milliarden, die investiert worden sind, so ist ungefähr die Zahl, ist nicht alleine dafür gemacht worden, dass man einen Trampelpfad
um den See hat", sagte Markkleebergs Stadtoberhaupt Dr. Bernd Klose am 4. März 2009 bei der Diskussion über das damals geplante Golfhotel am
Cospudener See. Wenige Tage später war es ein Fax, mit dem die Investoren ihm verkündeten, dass sie sich vom Projekt zurückziehen werden.

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Mit neuen Vorhaben ins Jahr 2010: Fördermittelanträge für "touristische Vorhaben" eingereicht
(31_12_br) Für den Markkleeberger See sind zwei neue Einrichtungen für Wanderer und Ausflügler vorgesehen. Geplant sind laut Markkleeberger
Tourismus-Nachrichten ein Rastplatz mit Schutzhütte am Südufer und ein Erlebnisrastplatz westlich der Seepromenade. Für beide Vorhaben
wurden im Herbst 2009 Fördermittelanträge eingereicht. Der Finanzbedarf für die Schutzhütte am Südufer wurde dabei beim Grünen Ring
angemeldet. Für den Erlebnisrastplatz am Nordwestufer wurden Mittel der „Gemeinschaftsaufgabe Ost“ (GA) angepeilt.

  
Feiert 2010 seinen vierten Geburtstag: Der Markkleeberger See zwischen Markkleeberg, Bundesstraße 2 und Autobahn 38. Fotos: Bernd Reiher

Dieser Haltepunkt soll westlich der Seepromenade direkt am Rundweg eingerichtet werden und für Radfahrer, Spaziergänger sowie „mit der
zukünftigen Gewässerverbindung zwischen Pleiße und Markkleeberger See auch für Wasserwanderer sehr gut zugängig sein.“

Zur Begründung für das Rast-Projekt am Südufer hieß es: „Neben den bereits vorhandenen touristischen Angebote am Nord- und Ostufer des
Sees sowie den Strandbereichen bildet das Südufer mit Bisongehege ein naturnahes Refugium, das vor allem von Wanderern und Radfahrern
frequentiert wird.“ Die Schutzhütte am Südufer soll helfen, das Gesamtangebot des Sees zu ergänzen und die Aufenthaltsdauer zu erhöhen.

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Mit "selbstgefertigten Weihnachtskarten und anderem Kunsthandwerk": Weihnachtsmarkt am Pier 1

An den kommenden Aventssonntagen wird am Pier 1 des Cospudener Sees ein Weihnachtsmarkt aufgebaut. Geöffnet sein soll er
jeweils von 12.00 bis 19.00 Uhr. Punsch, Gebratenes, Crepes, Waffeln, kandierte Äpfel und Mandeln sind angekündigt.


Ebenfalls mit dabei: Schmuck, Keramik, Adventskränze, Adventssterne, selbstgefertigte Weihnachtskarten und „anderes Kunsthandwerk“.
Das vorweihnachtliche Treiben soll jeweils am Restaurant "Seeterrasse" über die Bühne gehen.
www.leipzigseen.de
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Zitat der Woche: Carina Radon, Bürgermeisterin Markranstädt
(20_11_br) "Ich würde mich doch hüten, das zum jetzigen Zeitpunkt zu tun", sagte Markranstädts Bürgermeisterin Carina Radon in der LVZ
zu den einstigen Wiesen auf der Westseite des Kulkwitzer Sees, die einen Tag nach der Sondersitzung des Stadtrates zu diesem Thema
umgeackert wurden.
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Glühwein, Märchen, Segeltörn: Adventszeit im Neuseenland
(20_11_br) „Adventsmärchen auf der MS Cospuden“, so hieß es einst, als die Geschichte mit den Weihnachtsgeschichten und dem kleinen
Dampfer auf dem Cospudener See ihren Anfang nahm. Jährlich kommen sie seitdem daher.
Mittlerweile allerdings mit neuem Namen.
„Märchenlesung im Advent“ heißen sie jetzt und stehen auch für die diesjährige Adventszeit auf dem Plan.


Viel geändert zu den Vorjahren hat sich nicht. Außer der Tatsache, dass sie nicht mehr die einzigen Neuseenländer Themenfahrten in der
Adventszeit sind. MS Neuseenland und der Markkleeberger See haben mittlerweile nachgezogen. Damit wird die graue Jahreszeit auf den
Seen etwas bunter. Zeit für einen Überblick.


„All On Sea“ heißt die Firma, die das für den Markkleeberger See besorgt. Erstmals bietet sie in diesem Jahr ein Adventsegeln an den Ufern
zwischen Markkleeberg-Ost und Wachau an. Für das Vorhaben sei laut markkleeberger-see.de ein „Segelkutter mit Platz für 10 bis 12
Personen“ vorgesehen. Als Termine wurden mit dem 29. November der erste Advent und mit dem 13. Dezember der dritte Advent
gewählt. Start und Ziel wird jeweils die Steganlage an der Seepromenade Markkleeberg-Ost sein. Abgelegt werde den Seeleuten
zufolge „im Stundentakt ab 10:30 Uhr bis 14:30 Uhr.“


Passend zur kalten Jahreszeit sei laut Organisatoren „ausreichend heißer Glühwein und Kinderpunsch mit an Bord.“ Von ihnen empfohlene
Bekleidung: Mütze, Handschuhe und wetterfeste Sachen. Preis pro Person 14,00 Euro. Bei Familien ist ein Kind jeweils kostenfrei. Hinweis
aus dem Hafenbüro: „Die Durchführung der Törns ist wetterabhängig!“ Weitere Informationen unter 0341/4957588.


Einmalig dagegen die diesjährige Adventsfahrt auf der MS Neuseenland. Sie wird lediglich am 29. November durchgeführt. Start ist um 15:30 Uhr
am Pier 1 des Cospudener Sees. Tee, Kaffee, norddeutsches Gebäck und Feuerzangenbowle werden hier gereicht. Erwachsene zahlen
7,00 Euro, Kinder 3,50 Euro. Jeweils zuzüglich „Verzehr“. Information gibt es im Hafenbüro oder unter Telefon (0341 356510).


„In wohlig-warmer Atmosphäre die winterliche Costa Cospuda erleben, dazu ein Stück Stolle und ein Glas Glühwein“, heißt es zu jener Rundfahrt,
die auch in diesem Jahr auf der MS Cospuden in verschiedenen Varianten über die Bühne geht. Jeweils an den Adventswochenenden legt sie
entweder zur Stollenfahrt, zur Adventsfahrt oder zur Märchenlesung ab. Der Trip mit Stolle startet immer sonnabends um 14 Uhr, 15 Uhr oder
16 Uhr und ist für 8,00 Euro inklusive Stolle und „Heißgetränk“ zu haben. Sonntags hingegen stehen die „Adventsfahrten“ auf dem Tourenplan.
Auch sie beginnen jeweils um 14 Uhr, 15 Uhr oder 16 Uhr. Hier werden allerdings nur die üblichen Fahrpreise berechnet.


„Im Winter schneit es Marzipan“ ist das Motto der MS Cospuden-Rundfahrt mit Märchenlesung. Sie startet an den Adventssonntagen jeweils
um 17 Uhr. „Weihnachtliches Gebäck und Getränke, geheimnisvolle Geschichten“ stehen laut Betreiber hier auf dem Programm. Glaubt man
den Organisatoren, ist dabei „von kleinen Engeln und großen Wundern, vom Wünschen, vom unerklärlichen Verschwinden von Süßigkeiten
und den seltenen Weihnachtsmäusen“ zu hören.


Auch dafür eine Info aus dem Orga-Büro: „Die MS Cospuden ist beheizt.“ Erwachsene werden für 10,00 Euro an Bord gelassen. Für Kinder
sind 6,00 Euro einzuplanen. Die Reservierungshotline hört auf die Nummer (0341) 940 42 97.


Frische Ideen auch für die dunkle Jahreszeit auf den neuen Seen. Bleibt zu hoffen, dass auch das Wetter mitspielt. Immerhin hat schon
den einstigen „Adventsmärchen auf der MS Cospuden“ mancher Sturm einen Strich durch die Rechnung gemacht.

MS Cospuden
MS Neuseenland
Markkleeberger See

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Zitat der Woche: Dieter Semmelmann, Highfield-Organisator
(15_11_br) "Wir sind keine Vandalen, sondern anständige Menschen, die nichts Böses wollen", sagte Dieter Semmelmann, der Veranstalter
des Highfield-Festivals, laut "Hallo Leipzig" zum Umzug des Spektakels nach Großpösna, der wegen nicht verlängerter Verträge am bisherigen
Standort nötig geworden war.

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Wildes Wasser Auenhain: Saisonabschluss im Kanupark
(15_11_br) Der Kanupark hat Schluss gemacht – zumindest für dieses Jahr. Die Saison auf der Wasserbahn ist beendet. Weiter geht
es im Frühjahr 2010. Die dritte Saison ist es, die damit zu Ende geht. Einer der außersportlichen Höhepunkte dieses Jahres 2009 war
ein Mittsommernachtskonzert, das am 20. Juni mit den Westsächsischen Symphonikern erstmals über die Bühne gegangen ist.

4,9 Millionen Euro Bundesmittel sind einst in diesen Bau geflossen. Der Spatenstich für die Anlage erfolgte im April 2005. Der Probebetrieb
wurde im Jahr 2006 gestartet. Im November folgte die Schlüsselübergabe. Eröffnet wurde der Betonkanal schließlich am 15. April 2007.
Was bis dahin entstand, war eine Anlage mit zwei unabhängigen Strecken von 130 beziehungsweise 270 Metern. Beide, damals noch
mit Blick auf Olympia, auch für den Kanu-Spitzensport geplant. Mittlerweile spielt auch der Freizeitsport auf dieser Anlage eine wichtige
Rolle.


Mit Spitzensport und Freizeithelden: Kanupark Markkleeberg. Foto: BR

„Der Kanupark am Markkleeberger See ist die modernste Wildwasseranlage in Europa“, heißt es auf kanupark-markkleeberg.de. „Er wurde im
Zuge der Leipziger Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 geplant.“ Diese Blase ist bekanntlich geplatzt. Damit hatte sich der Kanupark
schon frühzeitig um andere Ziele zu kümmern.

Eine Negativliste war es, auf der die Anlage im November 2008 auftauchte. Sie war Teil eines Berichtes des Sächsischen Landesrechnungshofes.
Die Prüfer stellten darin fest, dass das sächsische Kultusministerium „den Bau ohne eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung gefördert“ habe.
Zudem habe das Haus ein „erhebliches Landesinteresse an der Anlage“ nicht nachweisen können. Den Buchprüfern zufolge hätte der
Bau der Kanu-Anlage vom Kultusministerium nicht gefördert werden dürfen. Trotzdem steht die Anlage seit nunmehr knapp vier
Jahren am Markkleeberger See. Sieht man die aktuellen Zahlen, scheint das auch im Jahr 2009 nicht gänzlich unter Ausschluss
der Öffentlichkeit geschehen zu sein.

300.000 Gäste wurden in diesem Jahr im Kanupark gezählt. 40.000 mehrals noch im Jahr 2008. Steigerungen ebenfalls bei den Nutzern im
Freizeitbereich. 15.300 waren es im Vorjahr. Stolze 18.500 in dieser Saison. Deutlich geringer allerdings die Zahl der Vereinssportler, die
2009 zum Trainieren kamen. Rund 1.000 waren es in diesem Jahr. 1.500 wurden dagegen im Jahr 2008 gezählt. Erklärung dafür laut
Manager Christoph Kirsten: „Der Rückgang lässt sich anhand der Ausrichtung der Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften
2008 und dem damit verbundenen höheren Trainingsaufkommen im Jahr 2008 erklären.

Zur Zahl der Spitzensportler im Kanupark sagte Kirsten der L-IZ: „In beiden Jahren war die gesamte deutsche Nationalmannschaft bzw. alle
Kaderathleten (ca. 100) im Kanu-Slalom mehrmals zu Gast im Kanupark Markkleeberg. Insbesondere 2009 konnte durch die Durchführung
von zwei international hochkarätig besetzten Wettkampfveranstaltungen der Anteil der internationalen Spitzensportler deutlich
gesteigert werden.“

Auch wettkampftechnisch sah es gut aus im Jahr 2009. Beim Internationalen Frühjahrsrennen wurden 230 Starter aus neun Nationen gezählt.
200 DKV-Sportler waren es bei der EM-Qualifikation. Die Landes-Jugendspiele brachten 80 Starter im Nachwuchsbereich auf die Anlage.
Höhepunkt in diesem Jahr: die German Open 2009 ICF Ranking Series. Sie brachten 260 Starter aus 20 Nationen in den Kanupark.

Zum Vergleich das Jahr 2008: Beim Frühjahrsrennen wurden damals 200 Starter gezählt, die Olympia-Qualifikationen brachten letztes Jahr
180 DKV-Sportler nach Auenhain, zu den Deutschen Jugend- und Junioren-Meisterschaften kamen 160 Starter und an den World Series
German Open 2008 haben sich 120 Starter aus 8 Nationen beteiligt.

Auch der Plan für die kommende Saison ist schon ziemlich konkret. Am 2. und 3. April geht das Internationale Frühjahrsrennen über die Bühne.
Am 24. und 25. April werden WM-Qualifikationen ausgetragen. Für die Tage vom 4. bis zum 8. August haben sich die Junioren- und
U23-Europameisterschaften angemeldet.

Auf der Liste der Eigenveranstaltungen steht im Jahr 2010 die Saisoneröffnung am 2. Mai ganz oben. Für den 22. August ist das nächste
Pappbootrennen geplant. Auch das Angebot für den Freizeitsport wird sich 2010 nicht verstecken müssen. Wildwasser-Rafting, Power-Rafting
und Nacht-Rafting sind geplant. Außerdem finden sich Wildwasser-Kajak-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene im Programm. Neu auf dem
Zettel des Kanuparks für das Jahr 2010: Hydrospeed-Kurse. Sie werden Bestandteil der mittlerweile vierten Saison dieser Anlage unterhalb
des Örtchens Auenhain sein.
www.kanupark-markkleeberg.com

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Highfield in der Mondlandschaft: Neues Musikfestival am Störmthaler See
(14_11_br) Umziehen heißt es, für das Highfield-Festival im kommenden Jahr, vom Stausee Hohenfelden an den Störmthaler See im Südosten
von Leipzig. Ein großer Fang für das Leipziger Neuseenland. Immerhin sollen bei der diesjährigen Ausgabe runde 25.000 Besucher gezählt
worden sein.

Viele von ihnen werden nächstes Jahr an den Störmthaler See strömen. Damit werden nicht nur Organisatoren und Anwohner vor neue
Herausforderungen gestellt. Wer das Gelände kennt, weiß, dass auch hier im Vorfeld noch viel passieren muss.


Dass das Festival nach Großpösna kommen kann, dafür gab der Gemeinderat am 21. Oktober grünes Licht. Am Mittwoch des 11. November
wurden daraus Nägel mit Köpfen gemacht. An diesem Tag ging in Großpösna die Unterzeichnung des Vertrages über die Bühne.
Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch sagte dazu in einer Pressemitteilung: „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, ein solches
Veranstaltungshighlight für das Leipziger Neuseenland gewinnen zu können und erhoffen uns damit natürlich auch positive
Auswirkungen auf die Entwicklung der touristischen Angebote und das Image unserer Region.“



Noch nicht fertig, aber schon mit Highfield: Der Störmthaler See. Fotos: BR

Mit dem Highfield ist dem Leipziger Neuseenland tatsächlich der bisher dickste Fisch in Sachen Vermarktung ins Netz gegangen. Allein am
emsigen Zutun seiner Verwalter lag das aber nicht. Hier ging es auch um auslaufende Verträge, die am bisherigen Austragungsort keine
Chance auf Verlängerung hatten. Zuviel Müll und unbrauchbare Äcker waren einige der Gründe dafür. 14 LKW-Ladungen Abfall seien
2009 angefallen, hieß es übereinstimmend in mehreren Zeitungen. Die für Park- und Campingplätze genutzten Felder seien wegen
Verwüstung für den Rest des Jahres nicht zu gebrauchen, hieß es von den Bauern.


Ursache dafür waren in diesem Jahr solche Namen wie Die Toten Hosen, Faith No More, Tomte, Get Well Soon, Shantel und Arctic Monkeys.
Wer im nächsten Jahr kommt, ist noch unbekannt. Fest aber steht schon heute: Allein wegen der Verkehrsanbindung werden alle jubeln.
Die Messestadt ist nah. A14, B2 und A38 sind in greifbarer Nähe. Gute Karten für den Veranstalter Semmel Concerts. Dank Kusshand aus
Leipzig ist aus Thüringer Not für ihn eine neuseenländische Tugend geworden. Alles wird neu. Dass die Eingeborenen hier ähnlich
reagieren, muss immerhin erst bewiesen werden.


Anders die Sicht der Besucher. Was sie vom Umzug halten, davon ist schon heute im Highfield-Forum zu lesen. „Ein Standortwechsel ist das
Schlimmste, was dem Highfield passieren kann“, heißt es einmal. Die Leipziger Ecke sei „alleine schon verkehrstechnisch“ eine gute Alternative,
ist an anderer Stelle zu lesen. Die Meinungen sind bunt gemischt. Manchmal wird getrauert, wegen des alten Standorts. Oft wird aber auch mit
Zuversicht ins Leipziger Neuseenland geblickt.


„Zumal der Acker eh unbrauchbar ist“, heißt es aber auch zynisch in einer Meldung, die sich mit den Nöten der Bauern am bisherigen See beschäftigt.
„Die Kronkorken und Glassplitter werden mit den Jahren eh nicht weniger. Und der Bauer kann den Acker noch zehn Mal umpflügen. Das Land ist für
Ackerbau abgeschrieben.“


Vom 20. bis 22. August soll das Highfield-Festival erstmals am Störmthaler See über die Bühne gehen. Unterstützung dafür gibt es vom Landrat und
von der Landesdirektion. Ob das ein guter Start für den Störmthaler See und die Magdeborner Halbinsel wird, steht in den Sternen. Alle Beteiligten
werden ihr Möglichstes getan haben, dass es hier nicht zu Auswüchsen, wie am Stausee Hohenfelden kommt. Ob das reicht – wir werden es am
23. August 2010 sehen.

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Knüppel aus Papier: Von Markenrecht und Größenwahn im Leipziger Neuseenland
(31_10_br) Das Netzprojekt radioneuseenland.de feiert am 4. November seinen zweiten Geburtstag. Gleichzeitig ist die Nachrichten- und
Audioplattform von der Abschaltung bedroht. Grund sind Bestrebungen des Tourismusvereines Leipziger Neuseenland e.V., bei der
Verwendung des Namens Neuseenland „in der nächsten Zeit eine Neuordnung der Berechtigungen zur Verwendung“ der auf ihn
eingetragenen Marke „Neuseenland“ vorzunehmen.

     
50 Podcasts und das Ende einer "... new and excitingly different Story": Neuseenland jetzt äußerst markenbewusst. Fotos: Bernd Reiher

Dazu hieß es in einem Brief vom 29. Oktober: „Im Bewusstsein der notwendigen Neuordnung der Berechtigungen zur Verwendung der
vorstehenden Marken im Einklang mit bestehenden Interessen“ suche man jetzt „mit allen Betroffenen nach vernehmlichen Lösungen.“
Dafür wird nun zum Gespräch mit dem Vorstand des Vereines geladen. Viele Betroffene können es nicht sein. Für Radio Neuseenland
aber trotzdem keine guten Karten, da unabhängige Berichterstattung nicht möglich ist, wenn es namensrechtliche Abhängigkeiten
von Beteiligten und Personen gibt.

Der Name „Neuseenland“ ist seit dem Jahr 2000 eine eingetragene Marke. Zwei Jahre davon war trotz dieses Markenrechts
Radio Neuseenland ein geduldeter Titel für dieses Netzportal. 5000 regelmäßige Besucher werden mittlerweile monatlich
gezählt. 80.000 Downloads in der Podcast-Ecke sind seit November 2007 zusammengekommen. 50 Episoden sind es
heute, in denen von hier lebenden und arbeitenden Leuten erzählt wird. Kein Mega-Projekt mit Blick auf die Klicks.
Dafür eine Nachrichtenecke für eine gebeutelte Gegend, die sich neu definiert. Alles zusammen unter dem Motto:
„Its the beginning of a new and excitingly different story.“ Bürokratisches Namensgerangel lässt diese Stimme nun
verstummen. Gebettelt wird nicht, auch nicht um die eigene Domain.

Erster Gast im Interviewteil war damals im Jahr 2007 übrigens Sandra Brandt. Die Sprecherin jenes Vereines, der jetzt mit der Neuordnung
seiner Namensrechte auch an Radio Neuseenland herangetreten ist. Woher der plötzliche Sinneswandel kam, bleibt fraglich. Presseanfragen
von Radio Neuseenland waren nicht immer angenehm. Vielleicht war es auch manchmal eine zuviel. Mancher Oberbürgermeister hat
trotzdem nicht geantwortet. Einer davon sitzt in jenem Rathaus, das jetzt den Telefonapparat für Terminanbahnungen zur
Namensklärung beherbergt.

Ein simples Papier mit einer Nutzungsgenehmigung hätte auch gereicht. Dass stattdessen die Einladung zum Vorstand kam, spricht Bände.
Immerhin ist es nicht nur ein netzjournalistischer Jubelbetrieb, dem jetzt die Grenzen des Markenrechts begegnen. Gut nur, dass es
keine anderen Probleme im Neuseenland gibt. Der Elsterstausee trocknet aus. Der Kulkwitzer See wird zerplant. Das Strandhaus steht
leer. Die Arbeitsplatzblase ist geplatzt. Die Landschaft wird verhökert. Die Außenwirkung ist fatal. Im Inneren maritime Großmannssucht.
Stolzes Scheitern am Grubenrand - wir aber kümmern uns: um Markenschutz. Selbst, wenn es um simple Berichterstattung geht.
Vielleicht aber auch, weil es um freie Berichterstattung geht.

"Wie sind eigentlich Sie an diesen Auftrag gekommen?", auf diese Frage brüllte ein sehr gereizter Werbemann mir neulich ins Telefon:
"Sie halten sich wohl für den Chef des Neuseenlandes.“ Bestätigen konnte ich das nicht. Auch von dieser internen Ausschreibung
hatte ich nichts gewusst. Jetzt mit einem fremden Verein "nach einvernehmlichen Lösungen" für die Zukunft der eigenen
Domain suchen zu dürfen, das ist schräg. Weil es bei Radio Neuseenland um die Arbeit auch dieser Leute geht.
Markenschutz für einen Landstrich, von dem andere vertrieben wurden - schon ein bisschen dreist, was die
Enkel der Braunkohle sich da leisten.

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Den Weg geebnet: Highfield-Fest am Störmthaler See
(30_10_br) Das Highfield Festival kann an den Störmthaler See umziehen. Möglich wurde dies durch einen Großpösnaer Gemeinderatsbeschluss
vom 21. Oktober 2009. Der Vertrag soll Anfang November unterzeichnet werden. 25.000 Besucher sind bei der diesjährigen Ausgabe des
Musikfestes gezählt worden. Auf den Bühnenplänen waren unter anderem solche Namen wie Tote Hosen, Faith No More, Tomte,
Get Well Soon, Shantel und Arctic Monkeys zu finden.


Und alle werden jubeln: Highfield nach Neuseenland. Foto: Promo FKP Scorpio Konzertproduktion

Der Umzug des Spektakels war nötig geworden, weil der bisherige Pachtvertrag mit der örtlichen Agrargenossenschaft in Bad Berka nicht verlängert
worden war. Als Gründe wurden ein hohes Müllaufkommen und die Belastung der Böden angeführt. 14 LKW-Ladungen Müll seien 2009 angefallen,
heißt es in mehreren Zeitungen. Die für Park- und Campingplätze genutzten Felder seien wegen Verwüstung für den Rest des Jahres nicht mehr
zu benutzen, hieß es von den Bauern. Die nächste Ausgabe des Musikfestes soll vom 20. bis zum 22. August 2010 über die Bühne gehen.

www.highfield.de
YouTube:
Highfield-Campingplatz Montag-Mittag
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Touri-Fang mit Schnitt und Schminke: Ein Video-Porträt vom Markkleeberger See
(23_10_br) Alekto-Werbung heißt sie, jene Firma aus dem idyllischen Liebertwolkwitz, die sich auch um die Erstellung von Werbe-Videos
kümmert. Sie hat schon für die LVZ, die LVB und Leipzigs Tourismus und Marketing GmbH gearbeitet. Jetzt hat sie einen neuen Streifen
veröffentlicht. Ein “Video-Porträt vom Markkleeberger See“. Schwachstellen inklusive.

Hauptrolle in diesem Film: der Markkleeberger See. In weiteren Rollen: die touristischen Einrichtungen des Gewässers am Südost-Rand
der kleinen Pleißestadt. Kanupark, Strandcafé und Campingplatz gehören dazu. Nicht vergessen wurde auch das Feriendorf
Seepark Auenhain.

  
Große Bögen um die Türme: das Kraftwerk Lippendorf gehört dazu, im Werbevideo ist es nur eine Randnotiz. Fotos: BR

Ein schöner Film mit gutem Zweck. Jedoch ist dieses Video-Porträt auch so attraktiv, weil teilweise mit Bildern gearbeitet wird, die eigentlich
an anderen Seen entstanden sind. Mit gleitenden Segel-Booten vor waldigen Kulissen wird der Betrachter neugierig auf den Markkleeberger
See gemacht. Dumm nur, dass es am echten Markkleeberger See weder so hohe Baumbestände wie im Video gibt, noch, dass hier dieselbe
Strandbebauung wie beim älteren Bruder in Kulkwitz steht.

Werbung mit fremden Federn – selbst wenn es nur wenige Bilder sind. Alleingestellt für einige Sekunden suggerieren sie aber ein
Segelparadies, das der Markkleeberger See so nicht ist. Locken mit einem Gewässerverbund, der noch nicht funktioniert. Erst recht
nicht mit dem Markkleeberger See.

Bernd Walther vom Auftrag gebenden Seenbetreiber EGW dazu zur L-IZ: „Es wurden zum Teil Filmsequenzen bereits anderweitig produzierter
Beiträge aus den Jahren 2007 bis 2009 genutzt. Extern aufgenommene Filmszenen verdeutlichen den regionalen Charakter im Hinblick auf den
Gewässerverbund im Leipziger Neuseenland.“

Auch eine Art, diese Sache zu erklären. Schade nur, dass von dieser Absicht im Film nicht viel zu sehen ist. Lediglich das Gewässerverbund-Logo
deutet auf das Größere des Ganzen hin. Ansonsten kein Vermerk, wenn Bilder von anderen Gewässern zu sehen sind. Kein Hinweis, um
welches es sich handelt. Von der fehlenden Information, dass dieser Gewässerverbund erst noch entsteht, ganz zu schweigen.

Teilvertuschte Fremdbefederung auf der einen Seite. Geschnittene Motive auf der anderen. Kenner der Markkleeberger-See-Kulisse wissen die
hier dominierende Rolle des Kraftwerks Lippendorf zu schätzen. Die wuchtige Strommaschine schafft es an nahezu jeder Ecke des Originals, sich
irgendwie ins Blickfeld des Betrachters zu schleichen. Nicht so im Video. Der an den Ufern omnipräsente Koloss taucht im zugehörigen Porträt
allerhöchstens als Randnotiz auf.

Selbst beim abschließenden Kamera-Schwenk über das Gewässer wurde der Dampferzeuger gut versteckt. Zweige sind es, die sich just an jener
Stelle vor das Objektiv schieben, an der der wuchtige Industrie-Riese sich ins Bild zu drängen versucht. Billige Tricks. Schummeln für Touris.

“Markkleeberg ist das Tor ins Leipziger Neuseenland“, so der Anfangssatz in dieser Alekto-Produktion. Steife Kommentare sind es, die in
den darauf folgenden Minuten auf der Audio-Leiste folgen. Begleitet von Klängen, die den Tatbestand besserer Fahrstuhl- oder
Warteschleifenmusik erfüllen. Hunderte von Mediengestaltern und Filmemachern werkeln in Leipzig und hätten bessere Ideen
liefern können, wenn es zu einer Ausschreibung gekommen wäre. Warum es bei diesem Auftrag einer Tochterfirma der Stadt
Markkleeberg nicht dazu kam, blieb allerdings ungeklärt.

Beste Qualifikation Bekanntheitsgrad – dieses Phänomen scheint auch in diesem Fall wieder einmal zugeschlagen zu haben. Wäre es anders,
dann haben die Macher versäumt, das zu beweisen. Ein nettes Filmchen haben sie geliefert, mit Graham Bonney und Costa Cordalis als
Promi-Anteil. „Ich würde es am liebsten mitnehmen zurück nach Köln“, sagt der Alt-Entertainer Bonney in diesem Porträt vor der
Alekto-Kamera. Die Filmcrew wär mir lieber.

Zum Video-Porträt
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Barrierefrei am Markkleeberger See: Neuer Schwimmsteg für den Auenhainer Strand
(13_10_br) Am Auenhainer Strand des Markkleeberger Sees sind die Bauarbeiten für einen neuen Schwimmsteg abgeschlossen worden. Laut
Seenbetreiber EGW soll diese Steganlage „zukünftig für einen behindertengerechten Gewässerzugang zum Markkkleeberger See sorgen“.
Umgesetzt wurde das Vorhaben unter Einsatz von §4-Fördermitteln und mit Geldern der Stadt Markkleeberg.


Gleichzeitig werden laut EGW an den Stränden in Auenhain und Wachau die Arbeiten zur Installation der neuen Service-Stationen fortgesetzt.
Sie sollen zukünftig die für den Strandbetrieb notwendigen WC-Anlagen beherbergen.

www.markkleeberger-see.info

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Neuer Turm für Neuseenland: Bauarbeiten für schwimmende Kirche Vineta
(10_10_br) Am 2. November beginnen in Großpösna die Bauarbeiten für die schwimmende Kirche Vineta. Damit wird der Endspurt für das lange
geplante Gebäude eingeleitet. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2010 vorgesehen.

Das Projekt Vineta soll zukünftig als Nachbildung der ehemaligen Magdeborner Kirchturmspitze an die durch den Tagebau verlorenen Siedlungen,
Orte und Gemeinden erinnern. Allein im von 1937 bis 1996 sind dabei neben Magdeborn weiter 13 Ortschaften weggebaggert worden.
Insgesamt haben dabei im mitteldeutschen Revier runde 24000 Menschen ihre Heimat verloren. Laut Gemeinde Großpösna soll diese
Thematik auch im Innenraum des Gebäudes aufgenommen werden. Unter anderem sollen Stahlplatten auf dem Boden an die
abgebaggerten Orte erinnern. Außerdem sollen noch erhaltene Elemente der Kirche Cröbern in die Gestaltung des
Innenraumes einbezogen werden.

  
Ähnlichkeit erwünscht: Vineta soll an die Kirche von Magdeborn erinnern. Foto: Gemeinde Großpösna

Die Ankerfundamente für das schwimmende Kunst- und Kulturprojekt Vineta sind schon im Jahr 2002 gelegt worden. Damals in den noch
trockenen Seegrund. Der symbolische Spatenstich war im September 2007 vollzogen worden. 2008 folgten die Pontons. Mittlerweile muss
der Wasserstand des Störmthaler Sees nur noch um fünf Meter steigen – dann ist der Bauplatz der Vineta geflutet.

Der eigentliche Hochbau des Hauses soll schon in diesem Dezember abgeschlossen sein. Das Einschwimmen und Verankern am eigentlichen
Standort ist für das Frühjahr 2010 vorgesehen. Wenn alles klappt wie geplant, könnten im Sommer des kommenden Jahres schon die ersten
Veranstaltungen im neuen Haus über die Bühne gehen.

Dazu hieß es weiter aus Großpösna: „Schon jetzt gibt es zahlreiche Interessenten, die Veranstaltungen durchführen oder sich im künftigen
Trauzimmer auf der Vineta das Ja-Wort geben wollen.“ Das Großpösnaer Gemendeamt führe dafür schon jetzt einen eigenen Terminkalender.

Träger des Vorhabens ist die LMBV. Umgesetzt wird es im Auftrag des Freistaates und der Gemeinde. Die Gesamtkosten liegen laut Verwaltung
bei rund 870.000 Euro. Ein Großteil wird als so genannte Paragraph-4-Maßnahme abgerechnet. Zehn Prozent der Gelder kommen aus dem
Gemeindesäckel von Großpösna.
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Ende eines langen Sommers: Absegeln 2009 Cospudener See
(07_10_br) Am 18. Oktober wird auf dem Cospudener See abgesegelt. Das alljährliche Fesr zum Saisonende beginnt um 10.00 Uhr mit der
Anmeldung in den Räumen der „Kleinen Freiheit“. 13.00 Uhr folgen Seglermesse und Regattabesprechung. 13.50 Uhr starten die
Karamarane. 13.55 Uhr folgen die Offenen Boote. 14.00 Uhr dürfen die Kajütboote loslegen.


Die Startgebühr beträgt 3,00 Euro. Darin enthalten sind Bratwurst, Getränk, Kaffee und Kuchen. Um besser planen zu können, bitten die
Organisatoren um Voranmeldung per Mail oder Fax.
www.leipzigseen.de
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Dörfliche Winzer, amtlicher Schildbürger Störmthaler See: Der Gemeinderatsbeschluss
(02_10_br) Hopp oder top, klagen oder lassen – so hieß es bei der Großpösnaer Gemeinderatssitzung am 21. September zum Thema Zukunft
des Weinanbaus am Störmthaler Sees. Die Mitglieder des Gremiums hatten über den weiteren Weg des umstrittenen Vorhabens zu entscheiden.
Am Ende des Abends war das Pendel zugunsten der Reben am Ostufer ausgeschlagen. Einschließlich der Mandatsübergabe dieser Sache an den
Rechtsanwalt Klaus Füßer.

“Der Gemeinderat befürwortet grundsätzlich Hobbyweinbau durch den Störmthaler Weinbau e. V. am Ostufer des Störmthaler Sees im
derzeitigen Umfang von 5.521 m²“, heißt es im Beschluss der Gemeinde vom 21. September. Das Protokoll weiter: “Die Verwaltung
wird beauftragt, das Klageverfahren beim Verwaltungsgericht 5K439/09 weiter zu betreiben und Rechtsanwalt Füßer (Leipzig) mit
der Vertretung zu mandatieren.“ Die Fläche am Ostufer des Sees sei den Räten zufolge “der Nutzung für die Zwecke des
Hobbyweinbaus zuzuführen“. Die Verwaltung werde laut Beschluss außerdem beauftragt, die im Gutachten von
Rechtsanwalt Füßer enthaltenen Empfehlungen umzusetzen. Großpösna beim Wein also weiter am Ball. Jetzt
aber mit Rechtsbeistand.

Der dabei eingeschaltete Verwaltungsrechtler Füßer scheint in seinem Metier kein unbeschriebenes Blatt zu sein. In seiner Referenzliste sind
neben Gemeinden, Kliniken und Wohnungsbau-Unternehmen auch eine Werft und ein Energieversorger zu finden. Füßer am Tag nach dem
Beschluss auf die Frage nach dem weiteren Zeitplan: „Die Gemeinde wird zeitnah mit unserer Unterstützung mit dem Weinbauverein und
den einzelnen Hobbyweinbauern über eine Anpassung der bestehenden Pachtverträge sprechen. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung
wird es darauf ankommen, entsprechend dem Handlungsauftrag des Gemeinderates deutlich zu machen, dass die Gemeinde den
Weinberg dauerhaft will und den Hobbyweinbau unterstützt.“

Wichtigste Maßgabe aus Füßers Sicht: Einhaltung bestehenden Rechts. Der Anwalt dazu: „Die Gemeinde will sich aber zugleich absichern, dass
die nach dem EU- wie deutschen Weinrecht maßgeblichen Vorgaben (ausschließlich privater Verbrauch des Weins, keine Vermarktung,
Einhaltung der sog. 100qm bzw. '1 Ar'-Regelung) auch verlässlich eingehalten werden und sie anderenfalls Sanktionsmöglichkeiten hat.
Deshalb hat der Gemeinderat auf meine Empfehlung der Gemeindeverwaltung aufgegeben, streng auf die Einhaltung der Vorgaben
zu achten.“

Ebenfalls Bestandteil des Gemeinderatsbeschlusses vom 21. September: weitere Gesprächsversuche mit dem Ministerium. Füßer zu diesem
möglichen Weg der Einigung: „Im Idealfall gelingt es, das SMUL von der Legalität des Weinbergprojekts in der jetzt vorliegenden Form zu
überzeugen. Angestrebt ist auch, dass das SMUL dies im Wege eines förmlichen Bescheides bestätigt, analog dem Vorgehen der
zuständigen Behörden anderer Länder in anderen Beispielsfällen. Das würde für alle Beteiligten Planungs- und Investitionssicherheit
schaffen. Immerhin wollen der Verein und die Hobbyweinbauern weiter in das Projekt investieren.“

Klare Worte in Großpösna, müdes Schulterzucken allerdings aus dem Landwirtschaftsministerium SMUL-Sprecher Frank Meyer sagte am
25. September der L-IZ: „Das als Rechtsgutachten bezeichnete Papier der Rechtsanwälte Füßer und Kollegen aus Leipzig ist hier im
Hause bekannt. Die darin aufgezeigten Auswege, die einen Erhalt der illegal mit Keltertrauben bepflanzten Flächen juristisch
begründen sollen, halten wir nicht für überzeugend.“

Darauf käme es laut Meyer “aber auch nicht an.“ Der SMUL-Sprecher weiter: „Wenn sich in einer juristisch zu bewertenden Angelegenheit
zwei Parteien nicht einigen können, dann entscheidet in vielen Fällen ein Gericht. Diesen Weg hat die Gemeinde Großpösna bereits
beschritten. Dass Rechtsanwälte in dieser Situation die Rechtsauffassung ihrer Mandanten zu untermauern versuchen, liegt in der
Natur der Sache und erscheint schon aus wirtschaftlichen Gründen nachvollziehbar.“

Von dem am 21. September gefällten Beschluss hat Meyer nach eigenen Angaben am 25. noch nichts gewusst. Zur Frage nach einer
Einigung sagte er: „Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, die Weinstöcke, die über eine Fläche von 100 m² hinausgehen, zu
entfernen und die Flächen anderweitig zu bepflanzen, zum Beispiel mit Tafeltrauben, aus denen kein Wein gekeltert werden
kann.“ Nach Friedenspfeife klingt das nicht.
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Weiter in der Gewässerreihe: Gewässerstammtisch in Plagwitz
(25_09_br) Nach seiner Sommerpause geht der Gewässerstammtisch des Wasser Stadt Leipzig e.V. am 30. September in seine 44. Runde.
Thema des Abends werden „Seelöwen an der Pleiße“ sein. „Der Historiker Mustafa Haikal liest aus seinen Büchern zur Leipziger Geschichte“,
heißt es dazu auf wasser-stadt-leipzig.de. Beginn 19.00 Uhr. Einlass 18.30 Uhr. Adresse: Industriestraße 72, alter Verladebahnhof.

www.wasser-stadt-leipzig.de
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Hinweis in eigener Sache: Termine zukünftig auf der Tickerseite
(20_09_br) Kurz vor dem zweiten Geburtstag von radioneuseenland.de ist die Seite "Ziele & Termine" ein Opfer der allgemein grassierenden
Wirtschafts- und daraus resultierenden Medienkrise geworden. Veranstaltungshinweise und Kulturtipps werden jetzt mit auf der Startseite
veröffentlicht. Die für das Einstampfen der Abteilung beantragte Abwrackprämie soll unserem Zeitkonto gutgeschrieben werden.

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Kommentare nicht erwünscht: Halbe Minute Neuseenland-Nichts bei YouTube
(20_09_br) Das Leipziger Neuseenland ist jetzt mit einem eigenen Kanal bei YouTube vertreten. Ein Video ist bisher hochgeladen
worden. Dabei handelt es sich um einen neuen Kinospot für die entstehende Gewässerplatte. Länge: 28 Sekunden.



Netz genutzt, Diskussion aber verweigert: neuer Neuseenland-Spot bei YouTube. Grafiken: Screenshots youtube.de

Inhaltlich wird in diesem Filmchen allerdings wenig geboten. Klappstuhl am See zu Beginn. Wassersportanteile in der Mitte.
Letztes Bildmotiv: Gewandhaus. Gekrönt wird das Ganze durch den Slogan „Land in Bewegung“ am Schluss. Worte
fallen keine. Musiziert wird auf Fahrstuhlniveau.

Dass der relativ nichtssagende Streifen wegen seiner Belanglosigkeit auch reichlich Kritik kassieren dürfte, scheinen die Verwalter
des neuen Kanales allerdings selbst zu ahnen. Die Kommentarfunktion zumindest wurde schon einmal vorsorglich deaktiviert.
Selbst eine simple Bewertung des Schnipsels anhand der bekannten 5-Sterne-Skala wurde nicht ermöglicht.
Direkt zum Spot:
www.youtube.de
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Neuseenland für Durchstarter: Infotag Leipziger Neuseenland
(19_09_br) Das Unternehmensgründerbüro Leipzig, UGB, lädt am 1. Oktober zu einem Informationstag. Thema werden die Potenziale des Leipziger
Neuseenlandes sein. Jungen Unternehmen und Existenzgründern soll damit die Möglichkeit gegeben werden, sich über Gestaltungsspielräume für
den Aufbau neuer und die Ansiedlung bestehender kleinerer Unternehmen zu informieren.

Im Vordergrund stehen die Branchen Freizeit, Erholung, Gastronomie und Handwerk. Auch Gäste aus anderen Branchen sind dem UGB zufolge
herzlich willkommen. Schließlich sei die Region im Leipziger Süden laut UGB „für nahezu jedes Geschäftsfeld attraktiv.“

Die Teilnahme ist kostenfrei. „Aus Kapazitätsgründen“ wird jedoch um Voranmeldung gebeten. Veranstaltungsort ist die Ausstellungsebene
des Bergbaupavillons am Kap Zwenkau. Beginn 14.00 Uhr.

www.ugb-leipzig.de
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Dörfliche Winzer, amtliche Schildbürger (3): Das Rechtsgutachten der Kanzlei Füßer
(18_09_br) Eine schräge Geschichte ist sie schon, die Sache mit dem Weinanbau am Störmthaler See. Bürger pflanzten Keltertrauben an die
Ufer ihres neuen Gewässers. Landwirtschaftsministerium sagt: Nein. Gemeinde sieht Fehler ein und will Strafgeld bezahlen.

Kommt entgegen, parzelliert Weinanbau und will jetzt Hobbywinzerschaft betreiben. Landwirtschaftsministerium aber winkt weiter ab und verlangt
Rodung. Weil geltendes Recht einzuhalten sei und Parzellierung von Anfang an hätte bestehen müssen. Gemeinde hüllt sich in Schweigen. Das
Ministerium hält sich streng ans Gesetz. Zu streng, wie manche Kritiker mittlerweile meinen.

Einer davon ist der Landtagsabgeordnete Michael Weichert von Bündnis90/Grüne. Er hatte sich im Juli eingeschaltet und dabei auch einen Termin
beim Minister. Die Ergebnisse waren mager. Weichert spricht seitdem von drakonischem Vorgehen und einer gewissen Sturheit des obersten
Behördenchefs.

Klare Worte. Harte Fronten. Frischer Wind kommt jetzt von der Anwaltskanzlei Füßer und Kollegen. Die am Leipziger Thomaskirchhof werkelnden
Juristen haben jetzt ein „Rechtsgutachten zur Klärung der Möglichkeiten für Weinbau am Störmthaler See“ vorgelegt. Auftraggeber: Gemeinde
Großpösna. Fazit: Gute Aussichten für eine Klage.

„Füßer & Kollegen“, so heißt es in deren Text vom 2. September, „haben jetzt im Auftrag der Gemeinde ein umfassendes Rechtsgutachten zur
Frage vorgelegt, ob – und wenn ja: wie und mit welchen Maßgaben – das Projekt trotz der Bedenken des SMUL weiterverfolgt werden kann.“
Die Anwälte stellen darin fest, „dass die Reben ohne Verstoß gegen das Weinrecht belassen werden können, wenn keine Trauben geerntet
werden.“

Aus Sicht des Weinrechts sei gegen eine rein landschaftsgestalterische Verwendung der bereits gesetzten Reben nichts einzuwenden. Auch die
Verwendung der Flächen durch Hobby-Weinbauern sei laut Anwaltsbüro rechtlich zulässig, „soweit bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden.“

Einziger Knackpunkt wäre der Verkauf. Die Meinung der Füßer-Kollegen dazu: „Eine Vermarktung der von diesen Flächen stammenden Weinen darf
allerdings nicht erfolgen.“ Eine zukünftige Vermarktung des Weines auch aus Großpösna sei aber nicht von vornherein ausgeschlossen. Laut Füßer
und Kollegen bedürfte es dabei aber insofern „des Tätigwerdens der Sächsischen Staatsregierung, die bisher alle Bestrebungen bekämpft hat, in
Großpösna Wein anzubauen.“

Zusammenfassend heißt es in dieser Sache aus der Kanzlei: „Füßer & Kollegen sehen für die Gemeinde Großpösna gute Erfolgsaussichten für die
Klage gegen den Sanktionsbescheid des SMUL. Eine rechtmäßige Ausgestaltung des Projektes 'Weinbau am Störmthaler See' kann mit den
vorliegenden Erkenntnissen sichergestellt werden, ohne dass die bestehenden Pflanzen gerodet werden müssen.“
Zusammenfassung Rechtsgutachten bei Füßer und Kollegen

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Ranaboot, LSB und Bootsbau Kehr: Neuigkeiten vom LeipzigBoot
(15_09_br) Straßenbahnen und Busse sind es, die sich als erste in die Gehirnwindungen schleichen, wenn man an die Leipziger Verkehrsbetriebe
denkt. Dass die LVB auch etwas mit der Leipziger Fahrgastschifffahrt zu tun haben, ist weit weniger bekannt. Dieses Kapitel ist jetzt Geschichte.

Die zehn Jahre dieses Engagements sind beendet. Bekannt gegeben wurde das während einer Bootsfahrt am 8. September. Einziges Thema
war der Ausstieg dabei nicht. Es ging auch um das LeipzigBoot und seine Zukunft, die bislang von der LVB-Tochter LSB mitgestaltet wurde.
Als Gesellschafter der Ranaboot GmbH.

  
Reiner Kehr und das LeipzigBoot: im nächsten Jahr erstmals zwischen Stadtgewässern und Neuseenland unterwegs. Fotos: Bernd Reiher

Dieser Schreibtisch wird jetzt geräumt. „Nach 10 Jahren beenden die Leipziger Servicebetriebe (LSB) GmbH ihr Engagement im
Schifffahrtsbereich in Leipzig“, hieß es dazu offiziell. „Die Markkleeberger Bootsbau Kehr GbR ist nunmehr alleiniger Gesellschafter
der Ranaboot GmbH, also der Gesellschaft die das LeipzigBoot baut.“

Eine Dekade LVB, LSB und Mobilität auf dem Wasser – begonnen hatte alles mit der Weltausstellung Expo 2000. Damals haben die LSB mit der
MS “Cospuden“ das Zeitalter der Fahrgastschifffahrt im Leipziger Neuseenland mit angekurbelt. 2004 kam mit der “Solaria1“ die erste Solarfähre
dazu. Beim Kurswechsel 2006 wurde der Fahrgastbetrieb privatisiert. Er liegt seitdem in den Händen der Tourismus- und Freizeitservice GmbH.
Bootsbau war es, worum die LSB sich fortan kümmerten.

Der Startschuss dafür fiel 2007. Mit dem Erwerb von Anteilen der Ranaboot GmbH. Gemeinsam mit der Bootsbau Kehr GbR. Damit konnte ein
Stück des weiteren Weges des LeipzigBootes geebnet werden. Mittlerweile sind zwei Typen davon unterwegs. Einmal das Mehrpersonenboot,
das mit seinem satten Olivgrün schon von vielen Kameras abgelichtet wurde. Zum anderen der kleinere eher privaten Dingen zugedachte Typ,
der im Februar auf den Namen “Henriette“ getauft wurde.

Der LSB-Abgesandte in dieser Ranaboot-Kooperation war deren Geschäftsführer Kai Rensmann. Sein Motto in dieser Angelegenheit: “Vom
Reichsgericht bis nach Cospuden“. Auch sein Abschied aus der Ranaboot GmbH war es, der bei dieser Bootsfahrt bekannt gegeben wurde.
Gemeinsam mit Reiner Kehr nutzte er die Tour aber auch, um noch einmal die Entstehungsgeschichte des LeipzigBootes zu beleuchten.

Das schwierigste Kapitel dabei: der Antrieb. „Erdgasantrieb finden sie kaum“, brachte Kehr dabei die Problematik auf den Punkt. Der Bootsbauer
weiter: „Die Betankung gibt es an der Wasserkante nicht. Sauberste Lösung auf dem Wasser ist Strom. Aber dass wir durch einen
erdgasbetriebenen 4-Takter Strom erzeugen und letztendlich auch mit Strom fahren, das war für uns absolutes Neuland.“
Fremdes Territorium. Im Auftragsbuch aber scheinbar so gewollt.

Möglichst wenig Emissionen sollten es sein. Über dem Wasserspiegel, aber auch darunter. “Schwallbildung und Wellenbildung“ seien laut Kehr die
Dinge, die es auch aus städtischer Sicht möglichst zu vermeiden galt. Große Wellen seien nur für wenige nützlich. Kehr: „Da freuen sich sicherlich
Firmen, die Ufer reparieren dürfen, belastet aber das Stadtsäckel. Man möchte aber diese Uferanlagen in jeder Form schützen. Die enorme
Schwallbildung im Verlaufe der Jahre hat ja zu erheblichen Beschädigungen zum Beispiel im Karl-Heine-Kanal geführt. Wo ja rechtsseitig
gleich der Fahrradweg einfach runtergebrochen ist.“

Kaum eine Welle, das kann bestätigen, wer das LeipzigBoot einmal fahren sah. Allein der Verdienst von Reiner Kehr ist das nicht. „Da hat
die Stadt schon vor Jahren einen Herrn Masilge, Schiffsbauingenieur, Berlin-Weißensee, beauftragt, ein entsprechendes Boot mit dem
entsprechenden schwellarmen Unterwasserschiff zu konstruieren“, so der Leipziger Bootsbauer dazu. Das sei nicht seine Arbeit gewesen.
Er habe detailgetreu nach Konstrukteursangaben gefertigt. Dann gab es Tests im Versuchskanal. Ergebnis laut Kehr: „Die Wellenbildung
die zu erwarten ist. Wir haben die Sache am Original überprüfen können. Siehe da: Die Ergebnisse sind deckungsgleich oder sogar geringer.“

Boote baut die Kehr GbR seit rund zehn Jahren. Wer ihren Chef hört, hat eine Ahnung, dass in seinem LeipzigBoot auch viel Herzblut stecken muss.
Locker blieb er trotzdem auch angesichts der Kritik, die seit einigen Monaten aus den Reihen der Umweltschutzverbände kommt. Formuliert im Juli
von Leo Kasek bei einem NaBu-Presserundgang durch den Auewald. Eine Fehlentwicklung sei das LeipzigBoot, meinte er damals. Auch, weil die
Wellenwirkung zwar nicht zur Seite, dafür aber nach unten gerichtet sei. Gefährlich gerade für den empfindlichen Floßgrabengrund, den zu
schonen eines der Ziele bei der Entwicklung des LeipzigBootes war.

Bootsbauer Kehr dazu: „Natürlich haben wir eine geringe Ausbreitung, so wie die Wasserlinien den Bootsrumpf umstreichen, nach außen. In der
Breite natürlich mehr. Da wir aber einen flachen Boden haben, haben wir kaum eine Wasserlinienführung für Grunderosion, die hier befürchtet
wird.“ Das sei eigentlich fast unmöglich und schließlich auch im Wellenkanal geprüft worden. Der Bootsbauer schließlich dazu: „Ich glaube, da
macht die normale Fließgeschwindigkeit des Wassers mehr Erosion am Boden, wie das Boot.“

Ein kämpferischer Reiner Kehr aber auch, wenn es um die Windempfindlichkeit des LeipzigBootes geht. Auch das ein Kritikpunkt der Leipziger
Naturschützer. Kehr: „Das Boot besitzt eine Herstellerplakette, wo auch drauf steht, bis zu wie viel Windstärken es gefahren werden kann.
Es darf bis vier Windstärken gefahren werden. Wenn wir einmal fünf Windstärken haben, dann lade ich den ein, der das gesagt hat. Den
kenne ich nicht und er kennt auch unsere Boote nicht. Dann zeige ich Ihnen, dass es trotzdem funktioniert. Weil: wir haben, auch
wenn mehr Wind ist, immer noch genügend Sicherheiten und Reserven da.“

2010 könnte das erste große Jahr des LeipzigBootes werden. Dann ist die Schleuse am Connewitzer Wehr fertig. Erstmals könnten dann auch
Motorbootfahrten von den Stadtgewässern nach Cospuden möglich sein. Spannend für alle Beteiligten vorher noch die Jungfernfahrt durch
den Floßgraben. Dass der sich als Wasserstraße für Motorboote dieser Größe eignet, steht bislang schließlich nur auf dem Papier. Getestet
wurde das aber nicht.

Angela Zabojnik vom Amt für Stadtgrün und Gewässer zur Frage nach dem Warum: „Leider konnten wir eine Probefahrt bisher nicht durchführen,
da die notwendigen Randbedingungen nicht gegeben sind. Es gibt in diesem Bereich des Auwaldes keine Slipmöglichkeit, die wir nutzen könnten,
ohne in den Auenbereich einzugreifen.“

Ob Bootsbauer, Naturschützer, Gewässerverbund oder Stadt: in Sachen LeipzigBoot wartet alles auf die Schleuse am Connewitzer Wehr. Die
könnte laut LSB-Mann Kai Rensmann nach aktuellen Berechnungen im April oder Mai 2010 fertig sein. Ihn wird man dann nur noch als Fahrgast
auf den LeipzigBooten sehen. Ein Ehrenplatz scheint ihm dabei aber jederzeit sicher.

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Wenig Wasser wegen Wasserbau: Abgesenkte Pegelstände in der Pleiße
(08_09_br) An der Pleiße oberhalb des Connewitzer Wehres ist im September mit abgesenkten Wasserständen zu rechnen. Grund für die Maßnahme
sind die Bauarbeiten am Probsteisteg. Die fehlenden 20 bis 30 Zentimeter sind auch für den Floßgraben zu vermelden. Laut gewaesserverbund.de
herrscht an den Wochenenden jedoch „Normalwasserstand, so dass ein Befahren problemlos möglich ist.

www.gewaesserverbund.de
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Freie Fahrt gen Süden: Ende der Bauarbeiten an der Flossgraben-Brücke in Sicht
(04_09_br) Die neue S46-Brücke am Markkleeberger West-Ende ist fertig. Das Bauwerk überquert den Flossgraben in Höhe des Waldbades Lauer. 
Das einst hier endende und verrohrte Rinnsal ist jetzt wieder geöffnet. Eine freie Fahrt von den Stadtgewässern über die Lauer zum Cospudener
See scheint ab sofort möglich.



Beton und Stahl für den Gewässerverbund: Die S46-Brücke ist fertig. Fotos: BR


Das Bauwerk am Ziegeleiweg soll nach früheren Angaben eine lichte Weite von 7,60 Meter haben. Der Flossgraben scheint an dieser Stelle
verbreitert worden zu sein. Breite jetzt: 3,50 Meter.

Spannend bleibt, wann das LeipzigBoot zum ersten Mal hier ankommen wird. Noch hat es keine Probefahrt mit der Leipziger Eigenentwicklung
auf dem Flossgraben gegeben. Die Organisatoren verweisen auf die Fertigstellung der Connewitzer Schleuse. Bislang habe es keine geeignete
Slipmöglichkeit gegeben, die man hätte nutzen können, ohne den Auenbereich zu verletzen.

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Endspurt bei der nächsten Grube: 80 Prozent beim Zwenkauer See
(04_09_br) Der Zwenkauer See hat einen Wasserstand von 94 Metern erreicht. Damit fehlen nur noch 19,5 Meter bis zur Endmarke von
113,5 Metern.
Schätzungen, wann die erreicht sein soll, reichen von 2010 bis 2014. Mit dem Ende der Flutung wird der Zwenkauer See
das größte Gewässer des Leipziger Neuseenlandes sein.

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Der Markkleeberger See und der Segelsport: Neue Steganlage an der Seepromenade
(03_09_br) Es war im Sommer, als die MS Solaria für einige Wochen auf ihre Anlegestelle an der Seepromenade des Markkleeberger Sees
verzichten musste. Grund waren Bauarbeiten unterhalb der Seepromenade in Höhe des Strandcafés. Hier gibt es schon seit
Gewässerfreigabe im Jahr 2006 einen kleinen Steg. Er ist jetzt erweitert worden. Dient mittlerweile nicht mehr nur als
Anlegestelle für die Schifffahrt. Er beherbergt jetzt auch die ersten Privatliegeplätze für Segler am Markkleeberger See.

  
Neu am Markkleeberger See: Liegeplätze für Segler. Foto: BR

Ein Wellenbrechersteg ist es, der bei den Bauarbeiten auf eine Länge von rund 30 Metern angewachsen ist. Das schwimmende Bauwerk
kann jetzt bis zu 20 Booten eine Heimat geben. Auch für die Anlagen im Umfeld wurde gesorgt. „Die notwendigen Sanitäreinrichtungen
(WC/Dusche) sind mittlerweile fertiggestellt“, so Claus Mann vom Seenbetreiber EGW dazu. Einige Kleinigkeiten fehlen noch.
Stromversorgung gibt es am Anleger zum Beispiel noch nicht. Das soll aber in den nächsten Monaten folgen.

„Zur Saisoneröffnung im Jahre 2010 soll die vollständige Nutzung der Steganlage erfolgen“, so der EGW-Geschäftsführer weiter. “Schon im
laufenden Monat“ könne ihm zufolge aber eine eingeschränkte Nutzung für die ersten Boote beginnen. Bis Ende Oktober. Dann heißt es
auch am Markkleeberger See: Winterpause. Bis zum Frühjahr 2010.

Der neue Saisonstart ist für Anfang April vorgesehen. Anfragen nach Liegeplätzen können aber schon jetzt eingereicht werden.
Interessenten sind gebeten, ihre Anfragen an die E-Mail-Adresse bewirtschaftung(at)markkleeberger-see.info zu schicken.

Wichtig bei einem Steg aber auch die Frage nach der Sicherheit für die hier liegenden Boote. „Der Zugang zur Steganlage ist durch ein
entsprechendes Tor verschlossen“, so Claus Mann dazu. Einen Zugang gebe es nur für berechtigte Nutzer. Das wird manchmal noch
verwechselt. Zusätzlich zum Tor habe sich die EGW aber zur Aufgabe gemacht, “durch erhöhte Präsenz für Ordnung und Sicherheit
zu sorgen.“

Boot rein, Boot raus – ebenfalls eine Frage, die jeden Bootsbesitzer beschäftigt. Die nötigen Slipvorgänge sollen laut Claus Mann derzeit an der
kleinen Slipstelle am Strandbad Markkleeberg-Ost erfolgen können. Auch dabei soll das Jahr 2010 Besserung bringen. Dann wird Mann zufolge
“in der Auenhainer Bucht südlich vom Kanupark eine ausgebaute Slipstelle zur Verfügung stehen.“

Seit dem Ende der Umbauarbeiten wird der erweiterte Steg an der Seepromenade auch wieder regelmäßig von der MS Solaria angesteuert.
Deren Heimathafen ist der Kanupark an der Südost-Seite des jüngsten Gewässers im Leipziger Neuseenland. Die beide verbindende
Schifffahrtslinie wird noch bis zum Oktober bedient.

Noch in diesem Monat allerdings stehen zwei andere Jahreshöhepunkte auf dem Veranstaltungsplan des Markkleeberger Sees. Einer ist der
10. Südraum-Marathon am 12. September. Der zweite ist das Fischerfest, das am darauf folgenden Wochenende gefeiert werden soll.
Dabei unter anderem wieder geplant: Schauangeln, Kinderangeln und jede Menge Fisch.

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Für Fragen zum Boot wenn´s knarzt oder tropft: Bootsbauer-Sprechstunde am Pier1
(25_08_br) Seit Mitte August wird am Cospudener See eine kostenlose Bootsbauer-Sprechstunde angeboten. Organisisert und geleitet
wird sie von Fritz Mosebach. Der Bootsbauer hat seine Firma in Rackwitz und in diesem Jahr unter anderem die MS Neuseenland umgebaut.

Bis Mitte Oktober will er zwei Mal im Monat dienstags im Café Pressoway Fragen zum Thema Boot beantworten und Bootseignern mit Rat
und Hilfe zur Seite stehen. Mosebach ist Mitinhaber der Firma Kayser Bootsbau Sachsen. Seine Sprechstunden im Café Pressoway am Pier1
beginnen jeweils 19.00 Uhr. Nächster Termin ist der 1. September.

www.kayser-bootsbau-sachsen.de
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Neustart nicht mehr ausgeschlossen: Am Elsterstausee sollen Ingenieure jetzt Gut achten
(24_08_br) Für die Rettung des Elsterstausees ist eine weitere Hürde genommen. Nach dem Stadtratsbeschluss vom Juni soll jetzt ein
Ingenieurbüro beauftragt worden sein, ein Gutachten über eventuelle Rettungsmöglichkeiten zu erstellen. „Bis Ende September sollen
verschiedene Lösungsvarianten untersucht werden“, hieß es dazu von MDR und DPA. Beide beriefen sich auf eine Mitteilung des
Stadtsprechers Steffen Jantz vom Freitag.


Der in den 1930er Jahren gebaute Elsterstausee musste seit seiner Halbierung in den 1970er Jahren ohne natürlichen Zufluss auskommen.
Vor einigen Jahren begannen unterirdische Wasseradern für unkontrollierten Abfluss zu sorgen. Zusätzlich waren die auch ohne Leck
für den Wassernachschub nötigen Pumpen im Oktober 2007 abgestellt worden. Offizieller Grund Grund damals: mangelnde Finanzen.

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Mobilmachung am Kulkwitzer Westufer: Markranstädter See-Initiative ins Netz gegangen
(21_08_br) Lange Zeit waren Netzinformationen zu diesem Unterfangen eher Mangelware, jetzt ist auch die Bürgerinitiative
„Pro Kulki – Bürger für Markranstädt“ online zu finden. Der Anwohnerverbund macht sich für eine weitere naturnahe Nutzung des
kleinen Gewässers zwischen Markranstädt und Leipzig Grünau stark. Seine Mitstreiter lehnen unter anderem eine „zusätzliche touristische
Nutzung zu der auf der Grünauer Seite bestehenden“ ab. Wegen des vorhandenen Überangebotes in Markranstädt sind sie auch von der
Ansiedlung zusätzlicher Veranstaltungsmöglichkeiten wie „Seebühne und Veranstaltungszentrum“ nur mäßig begeistert. Hintergrund sind
Bebauungspläne für die Markranstädter Seite des Kulkwitzer Sees, die momentan in der dortigen Stadtverwaltung besprochen werden.

„Fördermittel sollen in erster Linie für die Bedürfnisse der Einwohner genutzt werden“, heißt es dazu auf der neuen Webseite
biprokulki.de. Die Initiatoren weiter: „Eine touristische Ansiedlung nutzt keinem Einwohner Markranstädts etwas. Im Gegenteil.“

Das neue Netzangebot ist mit einer Rubrik für Aktuelles, einer Presse-Abteilung sowie einem Bereich für Ziele und Historie des
Einwohner-Unterfangens ausgestattet. Außerdem gibt es eine Download-Rubrik für die Unterschriften-Liste und eine Unterseite
für bildliche Impressionen.
www.biprokulki.de
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Großbaustelle Auewald: Ab Mittwoch auch der Probsteisteg gesperrt
(15_08_br) Er kommt langsam, er kommt leise und er kommt mit vielen kleinen Schritten – der touristische Gewässerverbund Leipzig. Einmal
fertig, soll man mit ihm und per Boot vom Leipziger Stadtzentrum bis zum Cospudener See und von da aus noch weiter ins Neuseenland
gelangen können. Bis das aber möglich, müssen noch viele kleine Baustellen fertig werden.

Zwei davon befinden sich südlich des Schleußiger Weges. Zum einen das Connewitzer Wehr, dessen Neubau gerade Gestalt annimmt. Zum
anderen der Probsteisteg. Auch er in den nächsten Monaten ein Bauplatz. Grund: Ersatzneubau. Die Brücke im Auwald überspannt die Pleiße
etwa 170 Meter südlich des Connewitzer Wehres.


Teil eines großen Ganzen: Probsteisteg südlich des Schleußiger Weges. Foto: Bernd Reiher

Der jetzt angegangene Neubau wird laut Stadtverwaltung „neben dem Rad- und Forstverkehr auch eine ausreichende Durchfahrtshöhe für
Boote unter der Brücke gewährleisten.“ Dazu werde die vorhandene Stahlbetonbrücke zurückgebaut und eine Behelfsbrücke für
Medienleitungen während der Bauphase errichtet. Der Neubau soll dem Rathaus zufolge aus einer rund 35 Meter langen Brücke
bestehen. Zu den jetzt angegangenen Maßnahmen gehören auch der „Wegebau und landschaftspflegerische Arbeiten zur
Uferbepflanzung an der Pleiße bzw. die Wiederherstellung beanspruchter Waldwege.“

Baubeginn ist der 19. August. Das Ende der Bauarbeiten ist für den Februar 2010 angepeilt. Der Ersatzneubau „Brücke Probsteisteg“ erfolgt
Rathausangaben zufolge „im Rahmen des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung“ und wird zu 100 Prozent durch den Freistaat
Sachsen finanziert. Der Gesamtumfang beläuft sich auf rund 560.000 Euro. Vorhabensträger der Maßnahme ist das
Kommunale Forum Südraum Leipzig. Projektträgerin ist die LMBV.

Während der Bauarbeiten wird die Brücke Probsteisteg nicht befahrbar sein. Radfahrer und Fußgänger werden die Pleiße in dieser Gegend
nur am Schleußiger Weg oder an der Hakenbrücke überqueren können. „Für die damit verbundenen Einschränkungen im Alltagsverkehr
bitten wir um Verständnis“, hieß es abschließend dazu aus dem Rathaus.
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Neue Ufer im Frühjahr 2010: Eine Zwischenbilanz von der Baustelle Elstermühlgraben
(14_08_br) Sie waren Schandflecke, viele Jahre, die Flüsschen und Gräben, die sich durch Leipzig zogen. Verschandelt durch Abwässer
aus den karbochemischen Fabriken im Südraum waren sie erst nicht mehr ansehnlich, stanken und wurden dann verrohrt. Was damit
verschwand, war eine der schöneren Seiten Leipzigs als Klein-Venedig. Erst nach der Wende setzte ein Umdenken ein. Vordenkend
dabei der Neue Ufer e.V. mit seinen, zu Anfang oft belächelten, Mitstreitern. Sie waren die ersten, die dafür kämpften, die teils
vergessenen Wasseradern unter den Fußwegen und Parkplätzen wieder zu öffnen. Wie wichtig dieses Engagement für das
Stadtleben war und ist, kann heute sehen, wer an Pleißemühl- und Elstermühlgraben lebt, flaniert oder investiert.

Ein Ende der Fahnenstange ist aber noch lange nicht erreicht. Noch plätschern einige Kilometer der Stadtkanäle im Dunkeln vor sich hin. Bald
jedoch ist zumindest ein nächstes Etappenziel erreicht, denn im Zentrum-West zwischen Käthe-Kollwitz- und Friedrich-Ebert-Straße rückt das
Bauende eines weiteren Abschnittes in greifbare Nähe.

„Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt der Elstermühlgrabenöffnung zwischen Schreberbrücke und Friedrich-Ebert-Straße verlaufen zügig“,
hieß es dazu jüngst auf leipzig.de. „Zu den Arbeiten gehören auch der Bau einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer über das so genannte
Schreber-Wehr.“

Oberste städtische Lenker des Vorhabens sind Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal und Gewässer-Amtsleiterin Inge Kunath. Beide
hatten sich in diesen Tagen zu einem Baustellenbesuch verabredet. "Die Freilegung des Elstermühlgrabens ist ein wesentlicher Bestandteil des
integrierten Gewässerkonzeptes", betonte dabei Leipzigs Multifunktionsbürgervertreter Rosenthal. "Ihr kommt große Bedeutung für den
präventiven Hochwasserschutz zu." Inge Kunath ergänzte: "Zudem gewinnt Leipzig durch diese zusätzliche Wasserfläche mit ansprechend
gestaltetem Ambiente weiter an touristischer Attraktivität."

Das Vorhaben „Freilegung Elstermühlgraben“ erfolgt in drei Schritten. Der Beschluss dafür stammt aus dem Jahre 2004. Von 2005 bis 2007
wurde der rund 400 Meter lange Abschnitt am Ranstädter Steinweg freigelegt. Die Arbeiten am Schreberbad begannen im August 2008.
Der Grabenaushub ist jetzt, laut Stadtverwaltung, zur Hälfte abgeschlossen. Momentan werde den Rathausseiten zufolge „eine
Unterwasserbetonsohle eingebaut und die Uferwände mit Betonvorsatzschalen verkleidet.“ Außerdem ist der Betonbau für die
Wehranlage im Gange. Daran schließt sich die Fertigstellung der Freianlagen am künftigen Nordufer an.

Nächster Schritt ist die Stabilisierung von Betonwänden, um dann die Gewässersohle folgen zu lassen. Das werde „durch den vorübergehenden
Einbau von Stahlträgern zwischen den Wänden erreicht, die nach Fertigstellung der Sohle wieder entfernt werden.“ Beim folgenden Aushub
wird das Landesamt für Archäologie mit eingeschaltet. Dort wurde der Bereich als „archäologisch bedeutend eingestuft“. Eventuelle Funde
in der geschichtsträchtigen Gegend sollen damit gesichert und dokumentiert werden.

Parallel erfolgt der Rathausmeldung vom Donnerstag zufolge die teilweise Verblendung der Ufermauern mit Sichtbeton. Insgesamt sollen die
Bauarbeiten noch etwa acht Monate dauern. Anfang 2010 soll der zweite Bauabschnitt weitestgehend fertiggestellt sein. Im nächsten Frühjahr
bekommt dann das Wehr seine entsprechende Ausrüstung. Dann soll der Elstermühlgraben an dieser Stelle auch mit einer Anlegestelle für das
LeipzigBoot ausgestattet werden.

Das danach anzugehende nächste Kapitel wäre der dritte Bauabschnitt der Freilegung. Er soll zwischen 2010 und 2013 bearbeitet werden.
Dazu gehört laut Rathaus auch der Bau von vier Brücken. Leipzig-Touristen sollen aber bereits ab Oktober 2010 von der Anlegestelle im
Elstermühlgraben über Elsterflutbett, Pleißeflutbett, Pleiße und Floßgraben bis zum Cospudener See fahren können. Dafür allerdings sind
noch einige Hürden zu nehmen.

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Schöner unsere Flüsse und Floßgräben: Ab heute Gewässerpflege im südlichen Auewald
(12_08_br) Der Floßgraben im Leipziger Auwald wird wird ab 12. August entkrautet. Die Teil-Entkrautung auf rund zwei Kilometer Länge sei
„Bestandteil einer wichtigen Gewässerunterhaltungsmaßnahme“ heißt es dazu aus dem Rathaus. „Durch die Entnahme der üppigen
Wasserpflanzen können überschüssige und in den Pflanzen enthaltene Nährstoffe aus dem Gewässer entfernt werden.“ Dadurch
würde, laut Stadtverwaltung, einer „übermäßigen Bildung von Faulschlamm entgegengewirkt.“ Die Maßnahme soll am 21. August
abgeschlossen sein. Während der Dauer der Maßnahme kann das Gewässer mit Booten nicht befahren werden, so das Amt für
Stadtgrün und Gewässer weiter.

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Zuschlag für alten Bekannten: Auenhainer Strand jetzt mit Bewirtschaftung
(05_08_br) Die Suche nach einem Betreiber für den Auenhainer Strand ist beendet. Das Rennen hat die Firma ALL ON SEA gemacht.
Der schon vom Schladitzer See bekannte Seenbewirtschafter hat Anfang August sein neues Tätigkeitsfeld übernommen. Laut
markkleeberger-see.de wurde ihm die gastronomische Strandversorgung übertragen. Die Leipziger Firma ist aber auch für
Volleyballanlage und Grillplatz verantwortlich.

Auf Anfrage werden auch Wassersportangebote wie Segeln, Surfen oder Kiten ermöglicht. Weitere Informationen zum neuen
Standort sollen unter (0341) 49 575 88 abrufbar sein.


Laut ALL ON SEA wurde "zunächst mit kleiner Gastronomie" gestartet. Für Events stehe "ein Extrabereich zur Verfügung, der vom
täglichen Geschehen auch abgegrenzt werden kann." Die Firma scheint gut verhandelt zu haben. Von möglichen Einschränkungen
für die Öffentlichkeit durch den Strand-Bewirtschafter war bislang zumindest nicht die Rede.

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Neues Leben mit Campynos Würstchenmobile: Strandhaus am Cospudener See wieder geöffnet
(28_07_br) Lange Zeit war es verwaist, das weiße Haus am See, zumindest in seinen Restaurant-Etagen. Jetzt aber scheint neues Treiben
eingezogen ins Strandhaus am Ostufer des Cospudener Sees. Nachdem die eigentlich für die Öffentlichkeit gedachten Gebäudeteile fast über
ein Jahr nicht genutzt wurden, ist seit Sonntag zumindest in der Strandbar wieder regelmäßiges Leben zu finden. Bleibt abzuwarten, wie lange.

“Die Campyno Cocktailbar und Marcos Würstchenmobile aus Weißenfels werden ab sofort den beliebten Treffpunkt direkt am See wieder
bewirten“, heißt es dazu auf den elektronischen Seiten des Seenbewirtschafters LeipzigSeen. Das “engagierte Team“ stehe „mit coolen
Getränken, Kaffeespezialitäten, diversen Snacks warm und kalt, Freiberger Pils vom Fass, frisches Obst, Cocktails, Eis und vielem mehr für die
Gäste am See bereit.“ Was wir noch nicht wussten: “Von der Terrasse der Strandbar lässt sich ein toller Blick auf den See genießen. Gerne
auch aus einer großen Zahl von Liegestühlen.“

Laut leipzigseen.de wird jeweils Montag bis Sonntag von 10:00 bis 19:00 Uhr bedient. Für Feierlichkeiten stehe “auch das Mittelgeschoss mit
dem großzügigen Balkon mit traumhaften Seeblick zur Verfügung.“ Dennoch bleiben Besitzer und Betreiber damit weit hinter den Möglichkeiten
des Hauses zurück. Zehn Jahre nach der ehrgeizigen Eröffnung als EXPO-Projekt liegt es aber nicht nur an der bösen weil unberechenbaren
Zielgruppe, wenn am Ostufer des Cospudener Sees kaum mehr als Imbissbude funktioniert.

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Schöner chartern mit Rudolf Diesel: Seedame wird von Selbstzünder getrieben
(26_07_br) Das Rätselraten um technische Einzelheiten von MS SEALADY ist teilentschlüsselt. Mittlerweile sind erste Angaben zu Motorisierung
und Leistung aufgetaucht. Wie das Landratsamt in Borna auf eine Anfrage von LIZ und Radio Neuseenland mitteilte, wird das Kajütboot von
„einem Diesel-Motor mit einer Leistung von etwa 68 kW“ über den See getrieben.


Charter-Preis nur auf Anfrage: MS SEALADY. Foto: BR

Der Mail-Anfrage vorausgegangen war eine Bitte um Information zu technischen Einzelheiten an den Boots-Eigner Frank Sporleder von der Touristik
und Freizeit GmbH. Dieser verweigerte jedoch jegliche Aussagen zu solchen Dingen. Die Presse sei ausreichend informiert worden, sagte er
gegenüber Radio Neuseenland. Außerdem gingen solche Informationen niemand etwas an.

Für das Befahren des Cospudener Sees mit einem so angetriebenen Wasserfahrzeug ist eine Sondergenehmigung nötig. Sie wurde laut Landratsamt
Ende 2008 erteilt, könne „aber im Moment noch nicht genutzt werden, da eine in der Genehmigung enthaltene Bedingung nicht erfüllt wurde.“ Die Genehmigungsinhaberin sei darauf „gerade noch einmal schriftlich hingewiesen worden.“ Die auf dem Cospudener See fahrende MS SEALADY Anfang
Juli im Bild festhalten zu können, scheint deshalb ein Glücksfall gewesen zu sein.

www.sealady.de