(4.2.2012) Die vierte Ausgabe der Leipziger Wassersportmesse „Beach & Boat“ ist im Anmarsch. Vom 16. bis zum 19. Februar wird sie auf dem Neuen Leipziger Messegelände vor Anker gehen. Auch im Jahr 2012 wieder mit im Boot: der Seenland-Kongress mit Vorträgen, Seenentwicklern und Diskussionen. In diesem Jahr haben die Organisatoren einen wahrlich nicht uninteressanten Tagesordnungsunkt ins Bordprogramm gepackt bekommen: Die Potenzialanalyse für den Saale-Elster-Kanal wird vorgestellt.

Offen für Motorboote im Neuseenland: Seenlandkongress. Foto: Bernd Reiher
Die Messeleitung am 2. Februar zu diesem Höhepunkt der Fachtagung: „Beim 4. Seenland-Kongress (16. Februar) im Rahmen der Beach & Boat treffen sich Investoren, Unternehmer und kommunale Partner, um sich über Entwicklungsmöglichkeiten des Leipziger Neuseenlands und des Lausitzer Seenlands auszutauschen. Ein Highlight ist dabei die erstmalige Präsentation der Potenzialanalyse zum Saale-Elster-Kanal. Die Studie stellt vor, ob sich eine Verlängerung des Kanals lohnen würde, um Leipzig an das Wassernetz bis zur Nordsee anzuschließen.“
Für Spannung beim Seenland-Kongress ist also gesorgt. Interessierte jedoch sollten nicht vergessen, sich vorab zu informieren oder die große Brieftasche einzupacken: Die Teilnahme ist mit einer Extra-Gebühr von 69,00 Euro verbunden.
Artikel als Blogeintrag
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Schifffahrt auf dem Störmthaler See: Ab Januar 2012 entstehen die Landeplätze
(31.1.2012) Seit einigen Monaten häufen sich allerdings die Vorzeichen, dass die Gewässerregion Leipzig schon bald auch mit einem weiteren neu entstandenen Gewässer punkten kann – mittlerweile steht auch für den Störmthaler See das Flutungsende kurz bevor.
Rechts oben Störmthal, links hinten Leipzig. Störmthaler See von Südost, Sommer 2011. Foto: br
Mit diesem Ziel werden am neuen Gewässer zwischen Güldengossa und Dreiskau-Muckern immer öfter Nägel mit Köpfen gemacht. „Vineta“ schwimmt schon, das „Highfield“ ist da und wächst, auch ein Feriendorf scheint Fortschritte zu machen. Jetzt folgt ein weiteres neues Projekt: An den Rändern des ehemaligen Tagebaus werden Fakten für die Schifffahrt geschaffen.
„Baubeginn für Schiffsanleger am Störmthaler See“ hieß es deshalb Anfang des Jahres der Verwaltung der zukünftigen Seen-Gemeinde. Drei Landeplätze seien vorgesehen. Sie sollen ab dem 30. Januar entstehen.
Einzelheiten dazu wurden vom Bauamt des Gemeindeverbundes Großpösna geliefert. Behördenchef Detlef Richter teilte auf grosspoesna.de zu den Hintergründen mit: „Die drei Standorte für die Anleger befinden sich am Gewässerverbund zum Markkleeberger See, unterhalb der Ortslage Güldengossa und auf Höhe des alten Aussichtspunktes südlich der Ortslage Störmthal. Diese Anleger werden für sogenannte Kopflander hergestellt.“
Kopflander, so die Gemeinde, seien „Schiffe, die mit dem Bug an die Anlegestelle anfahren, so dass Zu- und Ausgang des Schiffes sich am Kopf des Schiffes befinden.“ Der Standort südlich von Störmthal sei dabei notwendig, da nur an dieser Stelle ein geeigneter Rettungszugang für die Feuerwehr errichtet werden könne. 2013 könnte es losgehen, dass die Stege auch von Schiffen angesteuert werden.
www.grosspoesna.de
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2007/2011 - Vier Jahre radioneuseenland.de
(29.1.2012) Hinweis in eigener Sache: Frisch überarbeiteter Blog mit RSS, Suchfunktion und jetzt auch separaten Links für die einzelnen Beiträge. Neben den aktuellen Nachrichten gibt es unter seenticker.wordpress.com auch ein maschinenlesbares Archiv mit fast allen seit den Anfängen entstandenen Neuseenland-Meldungen sowie einer Auswahl jener Beiträge, die zwischen Frühjahr 2008 und Mai 2011 im Rahmen der mittlerweile gern beendeten Kooperation mit der Mitteldeutschen Online Ltd. bei der Leipziger Internet-Zeitung unter l-iz.de veröffentlicht worden sind.
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Schönes Biotop, aber nicht wie geplant: MDR 1 Radio Sachsen und das "Kiefernsterben in der Neuen Harth"
(26.1.2012) „Aus dem Kiefernbestand ist inzwischen ein schönes Feuchtbiotop geworden – mit Schilf und Rohrkolben aufgrund der Vernässung; das verträgt die Kiefer nicht ganz so“ sagte Karsten Pietsch vom staatlichen Forstbetrieb am 25. Januar bei MDR 1 Radio Sachsen zum Kiefernsterben in der Neuen Harth zwischen Leipzig und Zwenkau.
Schönes Schilf, aber kein Waldgebiet wie einst geplant: Neue Harth mit Bistumshöhe. Foto: br
Dreißig Jahre alte Kiefernbestände seien komplett braun und knickten um, hieß es im Beitrag von Reporterin Heike Fiedler zur derzeitigen Situation der Wiederaufforstung nach dem Tagebau. Zwar habe man auch jetzt eine Art Biotop mit Enten, Schilf und Schwarzwild. Vom ursprünlichen Ziel eines massiven Waldgebietes sei man aber weit entfernt.
Der Grund auch hier: Der Grundwasseranstieg, respektive Grundwasserwiederanstieg, den nach dem tiefen Eingriff in die Natur scheinbar zuwenige Bergbausanierer auf dem Zettel hatten. Jetzt werde versucht, neue Gräben anzulegen oder alte zu reaktivieren. Außerdem sollen Bäume angepflanzt werden, die mit viel Wasser umgehen können, also Birken oder Eichen.
Zum Beitrag (Achtung: möglicherweise 7-Tagesregelung).
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Ausstellung „Leipziger Südsee“: Zwenkauer Tagebaufotografien von Thomas Götze
(19.1.2012) Bald ist der Zwenkauer See ein vollständig geflutetes Gewässer – in Leipzig wird jetzt aber noch einmal die Geschichte des Tagebaus Zwenkau aufgerollt. Im Stadtgeschichtlichen Museum der Messestadt ist seit dem 18. Januar 2012 eine Foto-Ausstellung über die letzten Tage und Monate der Grubenarbeit am Südrand der Pleißemetropole zu sehen. Gezeigt werden Werke des Fotografen Thomas Götze. Der letzte Braunkohleabbau vor den Toren der Stadt Leipzig fand bis 1999 im Tagebau Zwenkau statt.
Tagebau Zwenkau im Jahr 1999. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Götze habe die Endphase des Bergbaus mit der Kamera begleitet, hieß es aus dem Museum zu den Hintergründen der Schau. Die Organisatoren weiter: „Es entstanden faszinierende Bilder einer vom Menschen geschaffenen Landschaft in der Übergangsphase zur Rekultivierung. Die Verbindung von Himmel, Erde und Wasser als unerschöpfliches fotografisches Thema wurde in vielfältiger Weise variiert und verleiht der umgeformten Landschaft einen spezifischen Reiz.“ Erste Ansiedlungen von Pionierpflanzen seien ebenso im Bild festgehalten wie durch mineralische Auswaschungen verfärbte Grubenwässer.
Aufgenommen worden seien die Lichtbilder kurz vor und kurz nach der Einstellung der Kohleförderung. „Die über 500 Meter lange Förderbrücke war bereits stillgelegt, aber noch vollständig erhalten“ hieß es von den Ausstellungsorganisatoren zur zeitlichen Einordnung. „Die gigantische Abraumförderbrücke, die Schaufelrad- und Eimerkettenbagger wirken auf den Fotos wie ein Friedhof von Dinosauriern, deren Wirkungsstätte schon heute durch einen weiteren See im Süden von Leipzig bedeckt ist.“
Die Fotoschau ist bis zum 11. März 2012 zu sehen. Das „historische Gedächtnis der Stadt“, wie das Stadtgeschichtliche Museum in einer Selbstbeschreibung auch genannt wird, ist im Böttchergässchen Nummer 3 zu finden und dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eintritt: 3,00/ermäßigt 2,00 Euro.
www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de
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Restrisiko Kohleförderung Kulkwitzer See? Gisela Kallenbach hat eine Kleine Anfrage formuliert
(17.1.2012) Die Bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Gisela Kallenbach hat der sächsischen Staatsregierung im Dezember 2011 eine weitere Kleine Anfrage zum Thema Wasserstadt und Neuseenland geschickt. Diesmal ging es um den Kulkwitzer See.
Die Leipziger Bürgerrechtlerin in ihrer Vorbemerkung zum dahinter steckenden Anliegen: „Die Gemeinde Markranstädt ("plant" - Anm.d.Red.) am Westufer des Kulkwitzer Sees den Bau eines neuen Wohngebietes. Der Kulkwitzer See ist wie der Concordia See nicht saniert. Lediglich in Teilabschnitten wurden Maßnahmen ergriffen, die Erosion zu bremsen und steile Uferböschungen zu stabilisieren. Seit zwei Jahren wird nach Ursachen der Erdrutsche am Concordia See und in der Lausitz gesucht. Bisher ohne Ergebnis.“ Daher stelle sich die Frage, ob auch am Kulkwitzer See Risiken für Erdrutsche gegeben sein könnten.
Idylle mit sich mehrenden Kratzern: Kulkwitzer See mit Steilufer im Hintergrund. Foto: br
Die Antworten tragen das Datum 5. Januar 2012. Unterschrieben waren sie vom derzeitigen sächsischen Minister für Verkehr, Wirtschaft und Arbeit, Sven Morlok. Frage eins für ihn lautete: „Vor dem ersten Weltkrieg wurde südlich von Markranstädt Braunkohle abgebaut. Ein Teil der alten Schächte ist eingestürzt. Kann ausgeschlossen werden, dass weitere Schächte einstürzen? Welche Untersuchungen gibt es?“
Morlok dazu: „In Gebieten mit Altbergbau können Tagesbrüche oder andere negative Auswirkungen auf die Tagesoberfläche nicht ausgeschlossen werden. Das Oberbergamt hat im November 2011 die Sicherung eines Tagesbruches in Markranstädt, Gemarkung Albersdorf, beendet. Die Bergbehörde wertet dazu gegenwärtig Altakten aus, um möglicherweise weitere Gefahren zu erkennen. Die Ergebnisse dazu werden im 1. Quartal 2012 vorliegen.“
Das bündnisgrüne Kulkwitzer Ufer-Anliegen Nummer zwei: „Im Boden gibt es Sandadern, die durch das in den See fließende Grundwasser frei gespült worden sein könnten, sodass sich Hohlräume im Uferbereich gebildet haben könnten. Gibt es dazu Untersuchungen?“ Hierzu hieß es vom Minister lediglich: „Die Existenz derartiger Hohlräume sowie Untersuchungen zu derartigen Hohlräumen sind nicht bekannt.“
Kallenbachs See-Anfrage Teil drei: „Das Südwestufer besteht aus einer Hochkippe mit zum Teil sehr steilen Ufern. Hier könnten durch Frost, Wasser und Setzungen sowie Wellenschlag die Ufer soweit destabilisiert werden, dass sie in den See rutschen. Kann diese Gefahr ausgeschlossen werden?“
Ihr wich der amtierende SMWA-Behördenchef in seinen Zeilen weitgehend aus. Morlok: „Sowohl an natürlich entstandenen als auch an nicht natürlich entstandenen Böschungen kann die Gefahr von Rutschungen nicht ausgeschlossen werden.“
Schließlich wollte die Bundesverdienstkreuzträgerin Kallenbach wissen, welche Vorkehrungen es für den Fall gibt, dass „trotz aller möglicherweise durchgeführten Untersuchungen Restrisiken bestehen?“ Genauer: „Wer haftet im Fall eines Unfalles bei Schäden wie in Nachterstedt?“
Hier allerdings wurde der Minister so konkret, dass es für das geplante und heftig umstrittene Wohngebiet am Westufer durchaus auch brenzlig werden könnte. Sein
Haus und das Oberbergamt seien für die Abwehr von Gefahren,
beispielsweise durch Halden, Hohlräume und Restlöcher, zuständig. Angesichts eventueller noch nicht erkannter Probleme hieß es aber von Morlok: „Für den Bereich des Kulkwitzer Sees gibt es keinen Rechtsnachfolger der Bergbautreibenden. Das Baugrundrisiko fällt auf die Grundeigentümer oder mögliche Bauherren.“ Gute Voraussetzungen für Eigenheimpläne sehen anders aus.
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Gründe zur Klage: Der Ökolöwe und die rechtlichen Schritte anlässlich der Hochwasserbaumfällungen im Auwald
(14.1.2012) Der Leipziger Ökolöwe geht mittlerweile gerichtlich gegen den sogenannten „Tornadoerlass“ des sächsischen Umweltministeriums vor. Aufgrund dieser Vorgabe könnten seit Anfang 2011 auf und an rund 23 Kilometern Leipziger Deiche zirka 6500 Bäume gefällt worden sein. Über die Hintergründe und Triebkräfte der Umweltschützer, in dieser Sache Justitia einzuschalten, sprachen die Bürgerfunker von Radio blau Anfang Januar mit Holger Seidemann vom Leipziger Umweltverband Ökolöwe e.V.
Anfang 2011 auch am Elsterbecken ganze Deichverteidigungsarbeit geleistet: zu Recht? Foto: br
Seidemann ist Vorstandsmitglied des Ökolöwen e.V. Er hält die an den Dämmen entstandenen und noch vorgesehenen Deichverteidigungswege, für die viele Bäume fallen mussten, für nicht planbar - also unzulässig. „Das ist ein europäisches Schutzgebiet, der Auwald, und wenn man in diesem Schutzgebiet größere Eingriffe machen will, dann muss man eine ganz bestimmte Abfolge rechtlich einhalten“ sagte er im Gespräch mit Radio blau. Diese Abfolge einzuhalten - das wiederum sei nicht geschehen. Seidemann vermutet das Gegenteil: Die Situation „Gefahr in Verzug“ beim Hochwasser Anfang 2011 könnte vielleicht auch ausgenutzt worden sein, um Baufeldfreimachung für technischen Hochwasserschutz zu betreiben.
Ein Verdacht, der nicht aus der Luft gegriffen ist. Immerhin war es ein Sprecher der Landestalsperrenverwaltung selbst, der bei einer Pressekonferenz in der heißen Hochwasserphase eingeräumt hatte, dass solche Deichverteidigungswege für Leipziger Dämme schon lange nötig wären, damit einhergehende Eingriffe in den Auewald aber stets an Protesten gescheitert seien.
Das komplette Interview mit Holger Seidemann und allen Argumenten der Ökolöwen hat eine Länge von 16 Minuten. Zum Nachhören hat die Redaktion von Radio blau auch eine Kopie auf dem Audio-Portal der freien Radios in Deutschland unter freie-radios.net hinterlegt.
Direktlink zum MP3 ...
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Hinweise, Meldungen, Leserbriefe: redaktion(at)radioneuseenland.de
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Startschuss für Problempatient: Bauvorbereitung für den Kanal vom Cospudener zum Zwenkauer See
(8.1.2012) Eine Paddeltour vom Leipziger Stadthafen bis zum Zwenkauer See – in Verbindung mit einem Zelt könnte ein solcher Tripp schon das Potenzial für ein komplettes Bootswochenende auf Leipziger Gewässern haben. Sonnabend-Früh Start im Stadtzentrum. Mittagspause im Hafendörfchen „Pier 1“ am Cospudener See. Danach Weiterfahrt und nachmittags Zeltaufbau am Zwenkauer See. Sonntag Frühstück auf dem Campingplatz und Rückfahrt Richtung Messestadt.
Die Neue Harth auf der Karte im Planungsbüro. Rechts im Bild: Der zukünftige Kanal. Foto: br
2016 könnte es soweit sein, dass wir auch solch ausgedehnte Bootstouren in der Messestadt planen können. Dann soll auch der jetzt noch fehlende Kanal zwischen Cospudener und Zwenkauer See in der Neuen Harth realisiert worden sein. Bei der Verwirklichung dieser Gesamtidee hatte er sich in den letzten Jahren als eines der am dicksten zu bohrenden Bretter erwiesen. Mittlerweile aber scheint auch diese Wasserstraße in Fahrt zu kommen. Anfang 2012 hieß es von den zuständigen Bergbausanierern: „LMBV beginnt für Verbindungsprojekt vom Zwenkauer zum Cospudener See mit Baufeldfreimachung“.
Dazu teilte die Presseabteilung mit: „Die LMBV startet in den nächsten Tagen mit den vorbereitenden Arbeiten für das Vorhaben 'Gewässerverbindung Zwenkauer – Cospudener See' im ehemaligen Tagebau Zwenkau. Ab Mitte Januar wird die Reculta GmbH aus Zwenkau im Bereich südlich der Autobahn 38 mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen.“
Zunächst seien dabei zur Baufeldfreimachung 1,6 Hektar „Gehölzaufwuchs" zu entfernen. Dies gilt als Voraussetzung für ab Ende 2012 vorgesehene Arbeiten zur „Vorprofilierung des Verbindungskanals“. Die Arbeiten fänden unter Beachtung der Naturschutz-Gesetzgebung statt - gezielt außerhalb der Brut- und Aufzuchtzeit vieler geschützter Tierarten im Winter. Bis Ende Februar sollen sie abgeschlossen werden. Eine ökologische Baubegleitung im Auftrag der LMBV sorge dafür, dass während der Baumaßnahmen keine geschützten Tierarten geschädigt werden.
Die Presseabteilung zur Rolle des Kanales im zukünftigen Leipziger Wasserstraßennetz: „Das Vorhaben zur Gewässerverbindung ist Teil des 'Kurs 1' des Touristischen Gewässerverbundes der Region Leipzig. Mit der Gewässerverbindung zwischen den Bergbaufolgeseen Zwenkau und Cospuden wird die letzte Maßnahme für die gewässertouristische Durchgängigkeit von der Stadt Leipzig bis zum Zwenkauer See in Angriff genommen.“
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Zitat: Rüdiger Renno und ein Feriendorf am Störmthaler See
(5.1.2012) „Wir planen und entwickeln dort ein Ferienresort mit einem Hafen als zentralem Element für Segelschiffe, Apartments als Ferienwohnungen für auswärtige Gäste“ sagte Rüdiger Renno vom Projektentwickler Lesax GmbH am 4. Januar 2012 bei MDR 1 Radio Sachsen zu seinen Plänen für die Magdeborner Halbinsel des Störmthaler Sees.
Zukünftiger Seglerhafen vor Magdeborner Halbinsel mit "Highfield" am 20. August 2011. Foto: br
In die äußere Erschließung des Areales sollen fünf Millionen Euro fließen; für das eigentliche Resort sind zwölf Millionen Euro vorgesehen. Erste Baumaßnahmen seien schon im vergangenen Jahr erfolgt – Eröffnung könnte im Jahr 2013 gefeiert werden.
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Foto der Woche: Elsterbecken, 28. Dezember 2011, 15.13 Uhr
(29.12.2011) „Kurs 1“, die Connewitzer Schleuse, der Probsteisteg, die Schreberbrücke, der Erlebnisrastplatz am Markkleeberger See, die Ufersicherung am Karl-Heine-Kanal, der Neubau Luisenbrücke, der „Tag blau“, der Baubeginn für die Kanuparkschleuse sowie ein endlich zwischen Messestadt und neuen Seen verkehrendes LeipzigBoot – sie ist lang, die Liste mit den Geschichten und Ereignissen, die im Leipziger Neuseenland im Jahr 2011 für Aufsehen gesorgt haben.
Seit dem Herbst 2011 ein Schatten über dem Elsterbecken: "Gedenken an Jonathan". Foto: br
Ebenfalls an einem Leipziger Ufer gab es in diesem Jahr allerdings ein Vorkommnis, das weit weniger schillernd ist und wohl noch einige Zeit für offene Fragen sorgen wird: Der Fall mit der zerstückelten Leiche am Elsterbecken, der im November ans Licht kam. Er war in der Gegend zwischen Palmengartenwehr und Zepellinbrücke aufgetaucht und hatte dort in der Folge für ein hohes Polizei- und Medienaufkommen gesorgt.
Mittlerweile sind alle Brigaden wieder abgezogen; ist jene Ruhe zurückgekehrt, für die die Messestädter und ihre Besucher diese zentrumsnahe Idylle so lieben. Fast ist alles so, wie vor diesen wilden Herbsttagen – Fußball auf der Wiese, japsende Jogger, kackende Hunde, Touristen auf Klappfahrrädern und ein normaler Wasserstand im Becken. Alle Hinweise auf die Bluttat scheinen verschwunden - nur am Westufer gibt es eine kleine Ecke, die daran erinnert, welch martialisches Ereignis sich hier vielleicht vor wenigen Wochen zugetragen hat. Sie ist am Fuße der Zepellinbrücke entstanden – Kerzen und Blumen wurden hier hinterlegt. Mit Kreide hat jemand an die dahinterliegende Uferwand geschrieben: "In Gedenken an Jonathan."
Nachtrag 31.12.2011: Am SIlverstermorgen war die kleine Erinnerungsstätte teilweise schon wieder verschwunden beziehungsweise zerstört - an diesem Vormittag waren nur noch die Blumen und der Spruch übrig geblieben.
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Highfield 2012: Weitere Programmpunkte auf dem Zettel
(28.12.2011) Die Organisatoren des „Highfield“-Festivals haben die Zusagen weiterer Bands für die nächste Ausgabe im August 2012 bekanntgegeben. Mittlerweile seien auch Bestätigungen von „La Brass Banda“, den „Broilers“, „Kraftklub“, „Casper“, den H-Blockx, „The Wombats“ sowie „Bonaparte“ und „Me First & The Gimme Gimmes” eingetroffen, hieß es am 19. Dezember aus dem Festivalbüro. Zuvor war bekannt geworden, dass auch die “Beatsteaks” und “Sportfreunde Stiller” im nächsten Sommer am Störmthaler See auftreten werden.
Die Kanadierin Melissa auf der Maur beim Highfield 2010. Foto: Bernd Reiher
Die Veranstalter kurz vor Weihnachten über das Musikspektakel im Südosten der Messestadt: “2011 fand das größte Indie-Rock-Festival Ostdeutschlands zum zweiten Mal in Sachsen statt. 22.000 Besucher aus ganz Deutschland feierten drei Tage eine einzige große Sommerparty zu Bands wie Foo Fighters, Thirty Seconds To Mars und Seeed. Das Festivalgelände, nur wenige Kilometer von Leipzig und verkehrsgünstig an der A 38 gelegen, hat sich als gute Wahl erwiesen. Das Veranstaltungsgelände bietet komfortabel Platz für das Drei-Tages-Festival mit Live-Konzerten von nationalen und internationalen Acts. Ebenso ist für ausreichend Campingfläche gesorgt, um die 25.000 Highfield-Fans der vergangenen Jahre und mehr zu beherbergen.”
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Foto der Woche: Elsterflutbett, Westseite Rennbahnsteg, 9. April 2011, 11.32 Uhr
(20.12.2011/Änderung 22.12.2011) Es gab Wut, Drohungen und Proteste als nach dem Januar-Hochwasser viele Deichbäume an Leipziger Stadtgewässern fallen mussten. Geholfen hat es nicht viel. Erstens, so hieß es, fehle es hinter messestädtischen Dämmen an Deichverteidigungswegen - die müssten nun angelegt werden, die Bäume stünden dem im Weg. Zweitens seien Bäume auf vom Hochwasser durchweichten Deichen akut umsturzgefährdet – kommt es zum Fall eines Falles, würden sie mit ihren Wurzeln große Löcher in die dann dringend intakt benötigten Schutzwälle reißen.
"Unsere Stadt soll baumfrei werden": Ausdruck bürgerlicher Ohnmacht im Frühjahr 2011. Foto: br
Also kreischten sie bis Ende Februar und zum Beispiel am Rennbahnsteg auch im Herbst – die Kettensägen und Radladerschaufeln im Auftrag der Wasserbehörden. Einziger Trost: Für die gerodeten Bäume wurden Ausgleichspflanzungen versprochen. Dass sie bald und deichnah kommen würden, daran wurde im Pleißestädtchen heftig gezweifelt. Kurz vor Jahresende hieß es jedoch aus den freistaatlichen Gewässerbehörden: „Landestalsperrenverwaltung pflanzt Bäume an Leipziger Deichen - weitere Ausgleichsmaßnahmen geplant".
LTV-Pressefrau Katrin Schöne am 20. Dezember: „Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat heute (Dienstag, 20. Dezember 2011) in Leipzig mit Ersatzpflanzungen begonnen. Dabei handelt es sich um Ausgleichsmaßnahmen für die Gehölzentfernungen auf Deichen zum Jahresanfang 2011."
So würden an der Unteren Weißen Elster verschiedene Weidenarten gepflanzt. Die Pflanzungen erfolgten auf Grundstücken des Freistaates Sachsen in der Nähe der Deiche, die gerade gesichert werden. Mit der Bepflanzung der Gewässerrandstreifen sollen die Gewässer aufgewertet werden, wie in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gefordert. Außerdem erfolge damit eine naturschutzfachliche Bereicherung sowie eine Verbesserung des Landschaftsbildes.
Weitere Aufforstungen sollen 2012 unter anderem in der Burgaue am Pfingstanger sowie am Wehr Großzschocher durchgeführt werden. Darüber hinaus seie weitere Pflanzungen von Hartholzauwald in der Elster-Luppe Aue geplant. Hierzu werde in Abstimmung mit der Stadt Leipzig sowie Dritten noch die Grundstücksverfügbarkeit geklärt.
Für die ebenfalls geplanten Ausgleichsmaßnahmen zur Wiedervernässung der Aue seien Planfeststellungsverfahren erforderlich. Dabei handele es sich um solche Vorhaben wie die Deichschlitzung Möckernscher Winkel sowie die gesteuerte Flutung des Ratsholzes in Verbindung mit der Revitalisierung der Paußnitz. Dafür werde die LTV Anfang 2012 die entsprechenden Unterlagen bei der Landesdirektion Leipzig einreichen.
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Wanderwegabschnitt weggesackt: Penkwitzer See teilweise gesperrt
(13.12.2011) Am Penkwitzer See ist scheinbar eine Böschungsrutschung registriert worden. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, habe sich an dem Gewässer bei Spora am dritten Adventswochenende eine Erdbewegung ereignet. „Sonntagvormittag ist an der Böschung gegenüber des Domizils der Angler ein ganzes Stück abgesackt“ heißt es in einer MZ-Meldung vom 11. Dezember 2011. „Der dortige Wanderweg liegt jetzt gut und gerne ein, zwei Meter tiefer“, so das Blatt weiter.
Nachterstedt, Spreetal, Borna, Spora: Wachsende Zahl der mitteldeutschen Einzelfälle. Foto: br
Der Penkwitzer See ist auch als Restloch Spora bekannt; Spora ist mittlerweile ein Teil der Gemeinde Elsteraue zwischen dem sächsischen Groitzsch und dem Städtchen Zeitz in Sachsen-Anhalt. Teile seines Ufers scheinen jetzt abgeriegelt. Auch die Nutzung des Restloches ist offenbar eingeschränkt. „Aufgrund einer aktuellen Rutschung der Böschung ist ab sofort und bis auf weiteres das Bootsangeln auf dem Penkwitzer See (Restloch Spora) verboten“, hieß es dazu am 12. Dezember vom Anglerverband Leipzig. Für den Fall, dass der See zufriert, sei auch das Eisangeln untersagt. Aktuell bestehe jedoch keine direkte Gefährdung für Menschen und Gebäude.
Über den See und seine Geschichte weiß die messestädtische Fischervereinigung unter anglerverband-leipzig.de zu berichten: „Das Gewässer entstand durch Braunkohlenabbau vor 1920 und wurde damals offensichtlich ungesichert sich selbst überlassen. Heute ist der Hang zur Ortslage hin ingenieurtechnisch gesichert.“ Die flachen Ufer im Osten und Norden des Gewässers seien gewachsen und ungefährlich. Lediglich die steilen Hänge im südlichen Westbereich des Penkwitzer Sees dürften auch im Normalfall nicht betreten werden.
Zur Meldung in der Mitteldeutschen Zeitung
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Rathaus-Meldung: Vorsicht mit scheinbar vereisten Gewässern
(11.12.2011) Noch haben die Temperaturen in der Messestadt nicht viel mit Winter zu tun, schon Ende November hat die Leipziger Stadtverwaltung aber ihre jährliche Meldung zur Warnung vor Gefahren auf vermeintlich zugefrorenen Gewässern herausgegeben. Damit weist das Rathaus auch in diesem Jahr darauf hin: „Betreten der Eisflächen auf eigene Gefahr“.
Betreten von Eisflächen auf eigene Rechnung: Lindenauer Hafen, Weihnachten 2008. Foto: br
Die kommunalen Behörden ließen am 29. November wissen: „Mit sinkenden Temperaturen und dem Zufrieren der Gewässer werden wieder viele Leipziger zum Spaziergang oder Schlittschuhlaufen auf das Eis gelockt. Das Amt für Umweltschutz weist deshalb darauf hin, dass ein Betreten der Eisflächen stets auf eigene Gefahr erfolgt.“
Da Stärke und Tragfähigkeit der natürlichen Eisflächen schwer einschätzbar seien, gäben selbst dicke Eisflächen keine Garantie auf ausreichende Belastbarkeit. Für Schäden durch Unfälle auf vereisten Gewässern sowie für den eventuellen Einsatz von Rettungskräften übernähmen die Behörden keine Haftung. Verantwortung und eventuelle Kosten hätte „jeder selbst zu tragen“.
Weiterhin werde darauf aufmerksam gemacht, dass auf dem Cospudener See kein Eissport betrieben werden darf. Wer den zugefrorenen See trotzdem betritt, handle ordnungswidrig – Verstöße könnten mit einem Bußgeld geahndet werden. Für das bei Dauerfrost beliebte Eissegeln sei zudem eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich.
Unberührt bleibe die Regelung der Polizeiverordnung über öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Leipzig: „Das Betreten oder Benutzen der Eisflächen ist auf allen öffentlichen Gewässern der Stadt Leipzig nur zulässig, wenn sie durch die Kreispolizeibehörde freigegeben wurden.“ Als Alternative stünden künstliche Eisflächen zur Benutzung bereit. Zum Beispiel im Zoo seit dem 3. Dezember oder in der Eisarena auf der Alten Messe.
Zur Rathaus-Meldung
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Fakten, Fakten, Fakten: Dezembergespräch zwischen Seenverwaltern und Messestadtpresse
(09.12.2011) Am 8. Dezember tagte die Steuerungsgruppe Neuseenland zum letzten Mal in diesem Jahr. Im Anschluss an die Sitzung hatte der Sprecher des Gremiums, Landrat Dr. Gerhard Gey, wieder zum Treffen mit Medienvertretern der Messestadt geladen.
Neuseen-Entwicklung im Beamerlicht: Presse und Seen-Macher trefen sich regelmäßig. Foto: br
Viel Neues zum Thema „Wasserregion Leipzig“ gab es an diesem Dezember-Donnerstag in der Landesdirektion allerdings nicht zu erfahren. Rückblick auf das ereignisreiche Jahr 2011 war vor allem angesagt. Dementsprechend standen zunächst noch einmal der „Tag blau“, die Schleuse Connewitz und die Bootsverkehrszahlen auf dem „Kurs 1“ auf der Agenda.
Aktuelle aus dem Treffen hervorgegangene Erkenntnisse: Die Verhandlungen über die Fortschreibung der §4-Maßnahmen laufen. Man hoffe auf Geld in Höhe von 30 Millionen Euro; es gebe positive Signale. Für das Investorenportal auf leipzigerneuseenland.de wurden bisher 20.000 Seitenabrufe und 5.000 Besuche registriert - die Info-Seite für interessierte Macher war im Frühjahr freigeschaltet worden. Die Kanuparkschleuse zwischen Markkleeberger und Störmthaler See wird voraussichtlich im dritten Quartal 2012 fertig und soll reichlich vier Millionen Euro kosten. Auch die Verbindung zwischen Cospudener und Zwenkauer See kommt – mittlerweile allerdings im Jahr 2016.
Landrat Gey freute sich auch bei diesem Mediengespräch wieder über die mit dem „Kurs 1“ entstandene Infrastruktur zwischen Messestadt und Umlandregion. „Weiche Standortfaktoren“ waren es aber auch diesmal, die aus Sicht des Landkreisvaters an den Ufern noch fehlen. Angela Zabojnik vom Leipziger Amt für Stadtgrün und Gewässer merkte an, dass es in dieser Saison in der Seenstadt erstmals auch Tage gegeben habe, in denen alle Bootsverleihe leergemietet waren. Hingewiesen wurde auch auf die Wassersportmesse „Beach & Boat“, die vom 16. bis 19. Februar 2012 zum dritten Mal auf der Neuen Messe über die Bühne gehen wird. Auch diesmal wird es dabei einen Seenland-Kongress geben.
Kurz vor Toresschluss gab es auch beim letzten diesjährigen Treffen mit Medienvertretern eine offene Fragerunde für die Journalisten. Eines der Ergebnisse: Die Idee mit der Seilbahn vom Nord- zum Südufer des Zwenkauer Sees ist auch aus Sicht der Neuseen-Entwickler noch nicht gestorben – allerdings brauche es dafür einen Investor.
Augenblicke des Schweigens und anschließendes Kopfschütteln gab es hingegen bei der Frage nach einem zweiten Uferweg für den Cospudener See. Diese Anregung stammt von Markkleebergs Oberbürgermeister Bernd Klose. Geäußert hat er sie angesichts der oft überfüllten Piste im Sommer 2011 gegenüber dem MDR. Tenor der Steuerungsgruppe dazu: Man baue derzeit an vielen Seen und hoffe, dass schon mit deren Fertigstellung eine Entlastung für Cospuden einhergehe.
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Arnim, Bernd, Peter und Rüdiger: Erste Programmpunkte „Highfield 2012" im Kasten
(07.12.2011) Rund neun Monate sind es noch, bis das dritte „Highfield“-Festival im August 2012 am Störmthaler See über die Bühne gehen wird - die Orga-Maschine jedoch läuft schon lange auf Hochtouren. Jetzt konnte der Veranstalter auch erste Ergebnisse vermelden.
Macht Leipzig seit 2010 zur Festivalstadt: Das "Highfield". Foto: Bernd Reiher
FKP Scorpio am 5. Dezember zu den ersten Eckdaten des Programmzettels: „Das Warten hat ein Ende und sich vor Allem gelohnt! Denn gleich zwei große Namen führen die erste Bandbestätigungswelle an: Mit dabei sind die sympathischen Berliner Beatsteaks, die immer wieder gerne ihre Livequalitäten unter Beweis stellen, und die charismatischen Sportfreunde Stiller. Damit ist ausgelassene Party vor den Bühnen garantiert.“
www.highfield.de
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Bisher kaum beachtete Idee: Die MDR Mediathek und ein zweiter Uferrundweg für den Cospudener See
(29.11.2011) Dass man, „wenn es so bleibt“, eher darüber nachdenken müsse, einen „zweiten Weg anzulegen, der dann Fußgänger meinetwegen von Radfahrern und Inline-Skatern trennt“, sagte Markkleebergs Oberbürgermeister Bernd Klose schon im Sommer gegenüber MDR 1 Radio Sachsen zur Problematik des vor allem an den Wochenenden überbevölkerten Rundweges am Cospudener See.
Auch den Cospudener Uferweg im Visier: Markkleebergs OBM Klose im September 2010. Foto: br
Gesprochen hat das Stadtoberhaupt diese Worte in einer Reportage des Heimatsenders, die schon am 20. Juli 2011 ausgestrahlt worden ist. Sie ist in der Mediathek des Senders online nachzuhören. In der Sendung ging es aber nicht nur um den Rundweg an der „Costa Cospuda“, sondern allgemein um die aktuelle Entwicklung des sächsischen Neuseenlandes.
Die Macher in der Sendungsbeschreibung über den Inhalt: „Der Wandel zum Neuseenland zwischen Pleiße und Spree braucht Zeit. Und es gibt immer wieder Ereignisse, die Fragen aufwerfen, zum Beispiel die Sommerflut an Neiße und Spree.“ Die Länge in der Netzversion für die MDR-Mediathek beträgt knapp vierzig Minuten.
Komplette Sendung im MDR-Online-Archiv
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Zukunft und Fortschritt: Am dritten Advent Einwohnerversammlung zu Zwenkaus Ufern
(29.11.2011) Am 11. Dezember wird es im Zwenkauer Kulturkino eine Bürgerversammlung zum neuen großen Gewässer vor der Haustüre geben. Bürgermeister Holger Schulz zum Thema der Veranstaltung: „Im Mittelpunkt steht die Entwicklung am Zwenkauer See. Ich möchte Ihnen den Baufortschritt am Kap Zwenkau aufzeigen, aber auch weitere geplante Projekte und Vorhaben rings um den See vorstellen.“ Beginn ist 10.00 Uhr. Das Kulturkino findet sich in der Hugo-Haase-Straße 9.
www.zwenkau.de
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Foto der Woche: Störmthaler See, 24. November 2010, 13.35 Uhr
(25.11.2011) Selbst mitteljungen Messestadtkindern ist sie mit Detonationen und stahlquietschenden Förderanlagen noch gut im Ohr – die Geräuschkulisse des Tagebaubetriebes im Süden der Sachsenmetropole Leipzig. Vor knapp zwanzig Jahren begann sie nach und nach in weiten Teilen zu verstummen. Dem Ende der Raubbausinfonie ist mittlerweile eine hier gänzlich neue Klangwelt gefolgt – sie besteht aus Wellenrauschen, klingelklappernden Segelmasten und Möwengeschrei.
Einst schwere Geburt, heute gewohntes Bild: "Vineta" beim Einschwimmen Ende 2010. Foto: br
Die neuen Seen im Leipziger Südraum – fast täglich landen Meldungen über Fortschritte und weitere Projekte auf unserem Tisch. Oft wurde dabei versprochen, dass es auch um Erinnerung an die verschwundene Landschaft gehen soll. Tatsächlich gibt es aber nur wenige Beispiele, dass derart gelagerte Ideen auch realisiert werden konnten.
Eine der raren Maßnahmen, die es bis zur Umsetzung geschafft haben, ist die schwimmende Kirche „Vineta“ auf dem Störmthaler See. Ihr Aufbau ist in Teilen an das Gotteshaus des abgebaggerten Dörfchens Magdeborn angelehnt. Das Medieninteresse am Einschwimmen im Herbst 2010 war von bundesweiter Natur.
Am 24. November 2011 aber war beim Thema "Vineta" im Blätterwald nur wenig Rauschen zu vernehmen. An diesem Tag jedoch galt es, den ersten Geburtstag der "Vineta" auf dem Störmthaler See zu feiern. Irgendwann zwischen zwölf Uhr mittags und den Nachmittagsstunden war es exakt ein Jahr her, dass sie auf dem neuen Gewässer vor Anker gegangen ist.
www.vineta-stoermthal.de
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Alle Jahre wieder: Fütterungsverbot für wild lebende Wasservögel an Gewässern
(15.11.2011) Die Tanne auf dem Marktplatz steht, Ende November wird der Weihnachtsmarkt eröffnet – dass der Winter nicht mehr weit sein kann, ist kaum noch zu übersehen. Es gibt aber noch ein anderes Anzeichen dafür, dass es mit der kalten Jahreszeit langsam ernst zu werden scheint: Das Amt für Umweltschutz macht wieder auf sein Fütterungsverbot für Wasservögel an stehenden Gewässern aufmerksam. Das Zubrot sei nicht nur unnötig – die gut gemeinte Tat sei auch schädlich für Tier und Natur.
Bringt nur zusätzlichen Dreck: Weil Wasservögel füttern sinnlos, seit 2010 verboten. Foto: br
Zu den Hintergründen dieser Verordnung hieß es am 15. November aus dem Rathaus: „Mit Beginn der kalten Jahreszeit weist das Amt für Umweltschutz auf das Fütterungsverbot für wild lebende Wasservögel an stehenden Gewässern im Leipziger Stadtgebiet hin. Die dazu Ende 2010 von der Stadt Leipzig erlassene Allgemeinverfügung erstreckt sich neben dem Kulkwitzer See auf mehr als 100 weitere Standgewässer und gilt auch für die jeweiligen Uferbereiche. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.“
Die Stadtverwaltung zu den Gründen, die an den Leipziger Ufern beliebte Winterfreizeitbeschäftigung per Dekret zu untersagen: „Füttern von Wasservögeln schadet der Umwelt und den Tieren: Durch die Fütterung werden dem Gewässer Nährstoffe in Form von unverbrauchtem Futter oder auch als Exkrement der Wasservögel zugeführt, wodurch die Gewässergüte beeinträchtigt wird. Faulende Futterreste fördern zudem die Entstehung gefährlicher Bakterien, welche zum Erkranken und Sterben der Vögel führen können.“
Wild lebende Wasservögel wie Enten und Schwäne fänden ihre Nahrung in der Natur und seien auch während der Kälteperiode auf die Zufütterung nicht angewiesen. An und in den Seen sei ausreichend natürliche Nahrung vorhanden – beispielsweise Wasserpflanzen, Schilf, Wasserlinsen, Insekten, Krebstiere, Schnecken und Würmer. Würden die Tiere bei Frost oder Eis an einem Gewässer nicht genügend Nahrung finden, zögen sie einfach auf andere offene Wasserflächen weiter.
Zum Erlass bei leipzig.de
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Markkleeberger See: Winterfahrplan für Sanitäranlagen und Zahlensteine am Wegesrand
(13.11.2011) Es gibt Neuigkeiten vom kleinen Gewässer am Ostende der Pleißestadt. Wie die Betreiber mitteilten, wird es in den kommenden Winterwochen nur ein eingeschränktes Angebot an öffentlichen Toiletten geben. Außerdem ließen sie Anfang November von neuen Randerscheinungen am Uferrundweg des vor fünf Jahren eröffneten Wasserareales wissen.
Im Winter wochenends und an Feiertagen geöffnet: Servicegebäude Seepromenade. Foto: br
Die Gewässerverwaltung auf markkleeberger-see.de zur Pissoir-Versorgung während der kalten Tage: „In der Wintersaison bleiben die WC-Anlagen an den Stränden in Wachau und Auenhain geschlossen. Kostenlose Toiletten befinden sich am Strandbad Markkleeberg Ost sowie im Kanupark.“ Das Häuschen an der Seepromenade sei dabei zwischen November und März freitags bis sonntags sowie an Feiertagen von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Zu den wegweisenden Neuerungen an der seeumschlängelnden Piste hieß es aus dem Betreiberbüro: „Alle sportlichen Nutzer können sich ab sofort entlang des 9,2 Kilometer langen Uferrundweges über die zurückgelegte Wegstrecke informieren. Zu diesem Zweck wurden durch die Stadt Markkleeberg Kilometersteine in Form von kleinen Granitblöcken aufgestellt. Der Start- und Endpunkt der Kilometrierung befindet sich am Oberen Uferweg im Bereich des öffentlichen Parkplatzes in Auenhain.“
www.markkleeberger-see.de
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Markkleebeerger Seemannsgarn: Adventsmärchen auf der MS Cospuden
(13.11.2011) Spätestens im November eines jeden Jahres kann sich ein Blick auf die Seite aufinsabenteuer.de lohnen. Sie gehört den Eignern der MS „Cospuden“. Irgendwann Mitte des elften Monats wird hier alljährlich das Geheimnis gelüftet, ob in den darauffolgenden Weihnachtswochen wieder Adventsmärchen auf dem kleinen Passagierschiff zu erleben sind. Der Aufruf der Seite war auch in diesem Herbst nicht umsonst. Ab Ende November wird sie wieder allwöchentlich über die fahrende Seebühne gehen – die Adventsmärchenlesung „Im Winter schneit es Marzipan“.
Auch in diesem Jahr auf der MS Cospuden: Märchenlesung im Advent. Foto: Bernd Reiher
Abfahrt ist an jedem Adventssonntag 17.00 Uhr. Als Fahrzeit scheint jeweils eine Stunde eingeplant. Über die Veranstaltung, die bis heute eine der wenigen Schiffslesungen im Jahreskalender der Seenstadt Leipzig ist, hieß es in diesem Jahr von den Veranstaltern: „Weihnachtliches Gebäck und Getränke, geheimnisvolle Geschichten. Wir freuen uns auf alle großen und kleinen Adventsreisenden an Bord in wohlig warmer Atmosphäre.“
Erster Märchenseemann dieser Reihe war in den frühen Nuller-Jahren der Sänger und Sprecher Willi Volker Tancke. Er hatte unter anderem Grimm´sche Märchen und die "Weihnachtsgans Auguste" auf den Cospudener See gebracht. Wer in diesem Advent auf der Vorleserbank zu erleben sein wird und was sie oder er auf den Programmzettel gehoben hat, blieb bislang unbekannt. Als Fahrpreis sind 10,50 Euro für Erwachsene und 6,00 Euro für Kinder einzuplanen. Um abzulegen müssen sich mindestens zehn Personen ab vier Jahren als mitreisewillig zeigen. Das Reservierungstelefon hört auf die Nummer (0341) 940 42 97.
www.aufinsabenteuer.de
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Grundbruchgefährdet: Hochkippe Borna Nord gesperrt
(12.11.2011) Für die Hochkippe Borna Nord ist ein unbefristetes Betretungsverbot ausgerufen worden. Als Grund wird die Gefahr eines Grundbruches genannt. Der Gefahrenbereich liegt im westlichen bis südwestlichen Teil der Stadt Borna nahe des Speichers Borna und der S50 zwischen Borna und Deutzen.
Hinweise beachten: Hochkippe Borna Nord grundbruchgefährdet. Foto: br
Die „Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr im Bereich der Hochkippe des ehemaligen Tagebaus Borna Nord“ ist vom Sächsischen Oberbergamt in Freiberg herausgegeben worden. Adressiert ist sie an alle Personen, die „den Gefahrenbereichder Hochkippe betreten oder zu betreten beabsichtigen“.
Erlassen wurde das Verbot am 18. Oktober. Wirksam wurde es mit Bekanntmachung im Bornaer Amtsblatt oder durch Aushang. Die Behörde zu den Hintergründen der Maßnahme: „Die Kippenfläche des Gefahrenbereiches entstand durch den Braunkohleabbau der ehemaligen Tagebaue Borna Nord und Borna Süd. (…) Die Kippentechnologie und die Strossenrichtung der Hochkippe sind nicht bekannt. (…) Die Höhe der sehr steil ausgebildeten Böschung beträgt zirka 10 Meter. Die Kippe besteht aus relativ gleichförmigen eng gestuften und bis zum Niveau des Wasserspiegels wassergesättigten Feinsanden. Diese weisen sehr geringe Lagerungsdichten auf und sind verflüssigungs- und grundbruchgefährdet.“
Die Kippe sei vom Grundwasserwiederanstieg betroffen. Außerdem befänden sich im Umfeld der Hochkippe „noch nicht verwahrte Hohlräume“, welche „beim Zusammenbrechen eine Gefährdung für die Kippenböschung“ darstellten.
Das Fazit des Oberbergamtes: „Unter den gegebenen Umständen befinden sich die Kippenböschungen in einem Gleichgewichtszustand. Eine spontane Verflüssigung ist insbesondere bei Auftreten äußerer sowie innerer Initiale nicht auszuschließen.“
Abteilungsleiter Christof Voigt zur Begründung des Erlasses: „Die angeordneten Maßnahmen sind zur Gefahrenabwehr erforderlich. Durch Einwirkung von äußeren und inneren dynamischen Initialen kann es zu einem Gefügezusammenbruch des lockeren und zum Teil wassergesättigten Kippenuntergrundes kommen, wodurch die Tragfähigkeit des Untergrundes verloren geht. Im Falle des Eintritts eines Setzungsfließereignisses besteht eine Gefährdung für Leben und Gesundheit der sich im Gefahrenbereich aufhaltenden Personen.“
„Setzungsfließen“ und „Grundbruch“: Zwei Begriffe, die sich mit den Ereignissen von Nachterstedt im Sommer 2009 und den Vorfällen im Tagebau Spreetal im Herbst 2010 in die allgemeine Aufmerksamkeit geschlichen haben. Im Nachgang des Unglücks am Concordia-See wurde in den Amtsstuben des Freistaates beteuert, sächsische Gruben seien sicher.
Reinhard Schmidt, Direktor des Sächsischen Oberbegamtes, am 28. Juli 2009 laut Die Welt: „Wir haben alles geprüft und festgestellt, dass wir bei uns nichts Vergleichbares zu Nachterstedt haben.“ Die Seen in Sachsen müssten nicht überprüft werden, hieß es zwei Tage vorher in derselben Zeitung von Oberbergamtssprecher Peter Horler. Dass die Vokabeln jetzt in Borna aufgetaucht sind, dürfte mit dem Umstand zusammenhängen, dass es dennoch weitere Untersuchungen gab.
Zum Erlass: www.bergehoerde.sachsen.de
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Ente der Woche: Leichenteile nicht am Elsterflutbett
(11.11.2011) Zwischen Leipziger Palmengartenwehr und Zeppelinbrücke sind Anfang November Leichenteile gefunden worden. Großes Glück für die Leipziger Medien - anstatt sich durch die lokale Alltagsödnis recherchieren zu müssen, hatten sie Sensationelles zu berichten. Wer allerdings der Berichterstattung in der "Bild" und der Leipziger Internet-Zeitung folgte, um sich am Elsterflutbett vom Fortschritt der polizeilichen Aufklärungsarbeit zu überzeugen, konnte allerhöchstens quicklebendigen Zivilisten begegnen.
Elsterflutbett nicht der Fundort: Ab dem Wehr ist es das Elsterbecken. Foto: br
Der Grund: Die Beamten waren gar nicht am Elsterflutbett eingesetzt, wie von L-IZ und Leipziger Lokal-Boulevardblatt beharrlich behauptet. Die Einsatzkräfte durchkämmten Ufer und Wasser einige hundert Meter weiter flussabwärts - nördlich des Palmengartenwehres. Schließlich waren die Leichenteile nicht am Elsterflutbett versteckt und gefunden worden, sondern am Elsterbecken.
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Bodenzustand auf der Tagesordnung: Mitgliederversammlung Förderverein Elsterstausee e.V.
(07.11.2011) Der Förderverein Elsterstausee lädt am 1. Dezember zur Mitgliederversammlung. Auf der Tagesordnung sind unter anderem solche Standards wie Tätigkeits- und Finanzbericht für das vergangene Jahr zu finden. Ebenfalls zu erwarten sind aber Neuigkeiten zum aktuellen Zustand des derzeit ausgetrockneten Gewässers. 
Damals nur halb leer, heute komplett ohne Wasser: Der Elsterstausee im Sommer 2008. Foto: br
Dazu ist unter Tagesordnungspunkt Nummer fünf ein Vortrag vorgesehen. Zum Inhalt heißt es in der Vorankündigung: „Zwischenbericht über die Stauseebodenuntersuchung durch die Herren Studenten cand. ing. Jakobeit und Bergmann und ihrem Betreuer Herrn Prof. Weferling.“
Weiterhin soll an diesem Abend ein Satzungsänderungsvorschlag besprochen werden. Als Veranstaltungsstätte wurde der Gasthof „Zur Ratte“ gewählt. Das Lokal findet sich in der Hartmannsdorfer Erikenstraße 10. Der Beginn ist für 18.00 Uhr eingetaktet.
www.elsterstausee.de
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Stichtag 30. oder 31. Oktober?: Die Silbermedaille für den Cospudener See hat zwei Seiten
(06.11.2011) Der Cospudener See ist der zweitbeliebteste See Deutschlands. Das zumindest will das Gewässertourismusportal seen.de in einer Netzbefragung herausgefunden haben. Das Motto lautete: „Welcher ist Dein Lieblingssee – wähle Deutschlands schönsten See“. Der Wettbewerb ging bis Ende Oktober. Sieger wurde der Tegernsee mit 12 Prozent aller Stimmen. Platz drei ging mit 8,1 Prozent an den Bodensee. Der zweite Platz für den Cospudener See schlug mit 9,4 Prozent Klickanteil zu Buche.
Auf der Zielllinie die Spielregeln konkretisiert: Deutschland wählte den beliebtesten See. Foto: br
Am Ende ein für viele Beteiligte überraschendes Ergebnis - das allerdings in vielerlei Hinsicht. Denn: Ob die Silbermedaille für den Cospudener See sauber verdient ist, darf bezweifelt werden. Das Leipziger Gewässer hat sich den zweiten Platz erst im Verlauf des 31. Oktober erkämpft. Ginge es nach den Teilnahmebedingungen, die unter „Spielregeln“ veröffentlicht wurden, dürfte dieser Tag aber nicht mehr gewertet werden. Sie dürften die Grundlage dieses Ausscheides mit insgesamt rund 30.000 abgegebenen Stimmen gewesen sein - am 30. Oktober jedoch lag der Cospudener See noch hinter dem Chiemsee auf Platz vier.
Dass auch der 31. Oktober ein Wertungstag sein soll, um diesen Hinweis wurden die „Spielregeln“ erst am letzten Oktobertag erweitert – einen Tag nach dem ursprünglich dort angedeuteten Wettbewerbsende. Peter Scharpfenecker von der veranstaltenden „more virtual agency“ am 31. Oktober gegenüber radioneuseenland.de zu den Beweggründen: „Ich gebe Ihnen recht, auch wenn sich die Aussage in den Spielregeln lediglich auf das Gewinnspiel und nicht auf das Voting bezieht, könnte der Text mißverstanden werden. Wir haben einen Hinweis zur Verdeutlichung hinzugefügt. Da heute aber definitiv die meisten Stimmen/Tag abgegeben wurden, ist wohl davon auszugehen, dass unser Text grundsätzlich richtig interpretiert wird.“
Verlosung vor dem Finale? Die einzige Problemstelle bei der Veranstaltersicht auf die Dinge ist das nicht. Mit zweideutigen Teilnahmebedingungen, nachträglicher Konkretisierung und eigener Auslegung kommen noch drei weitere hinzu. Weil es missverständliche Spielregeln gab, kommen zwei höchst unterschiedliche Resultate als Endergebnis in Betracht. Beide können maßgeblich sein. Scharpfeneckers Agentur aber entschied sich für den 31. Oktober und damit die eigene Lesart. Die Basis dafür jedoch ist: reine Vermutung. Eine gute Grundlage, um eine faire Abstimmung zu garantieren, ist das nicht.
Was passiert im Sport, wenn die Wettkampfleitung derart patzt? Das Rennen wird nicht gewertet beziehungsweise annulliert. Das ist nicht geschehen. Auf halbem Wege hätte es immerhin noch die Möglichkeit gegeben, anstatt der umstrittenen Werte vom 31. Oktober einfach das offenbar spielregelkonformere Zwischenresultat vom 30. Oktober als Endstand zu nehmen. Auch diese Möglichkeit klarerer Verhältnisse schien für Scharpfenecker nur wenig interessant – eine entsprechende Anfrage blieb unbeantwortet.
Damit können wir uns zwar freuen, den vielleicht zweitbeliebtesten See Deutschlands in unserer Mitte zu haben. Weit aus dem Fenster lehnen können wir uns mit dieser Silbermedaille aber nicht – draußen könnte jemand stehen, der von ihrem Zustandekommen weiß. Das ist schlussendlich das wirklich Dumme an dieser Angelegenheit: Während der Cospudener See selbst im „regulären“ Spielbetrieb einen Spitzenplatz belegt hätte, kann er im Endeffekt mit keinem Ergebnis wirklich punkten.
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Markkleeberger See: Erlebnisrastplatz greifbar
(01.11.2011) Am Nordufer des Markkleeberger Sees entsteht seit September ein Erlebnisrastplatz mit Seilkletteranlage. Das Spielareal am westlichen Ende des Strandbades hat in den letzten Tagen konkrete Formen angenommen. Am 11. November soll es an die Stadt Markkleeberg übergeben werden.
Schmelztiegel Nordufer: Der neue Erlebnisrastplatz am Markkleeberger See. Foto: Bernd Reiher
Laut markkleeberger-see.de lade das Gelände auf einer Größe von 2000 Quadratmetern zum Spielen, Toben und Verweilen ein. Die Seenbetreiber zu den technischen Einzelheiten: „Kernstück des Erlebnisrastplatzes ist eine Flächennetz-Spielanlage. Mehr als 15 Pfähle sind durch Netze und Seile verbunden. Mit einem auffälligen Turm samt Rundnetz an zentraler Stelle bietet die Anlage Kindern Möglichkeiten zum Klettern, Spielen und Sitzen.“
Die Klettereinrichtung werde durch weitere Spielflächen im Umfeld komplettiert. Zu dessen Ausstattung hieß es aus der Gewässerverwaltung: „Zwei Hängematten zum Schwingen und Schaukeln laden zum Ausruhen oder Austoben ein, Schatzsucher können in einer Spielsandanlage auf Erkundung gehen. In deren Mitte finden sie mit einem 'Goldgräbersieb' heraus, ob sie etwas entdeckt haben. Federnd gelagerte Steinflöße und eine 'Seeschlange' runden die Ausstattung des Areals ab.“
www.markkleeberger-see.de
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Foto der Woche: Connewitzer Schleuse, 30. Oktober 2011, 20.53 Uhr
(31.10.2011) Sie hat in diesem Jahr noch nicht viel von dem zeigen können, was in ihr steckt - was aber kam, war ordentlich: die Connewitzer Schleuse. Der Wasserfahrstuhl war nach langer Anlaufzeit im Frühsommer eröffnet worden. Allein in den wenigen Wochen bis zum September sollen schon rund 4000 Boote geschleust worden sein.
Den Gewässerverbund zum Leben erweckt: Die Connewitzer Schleuse. Foto: Bernd Reiher
Mit der Inbetriebnahme des Bauwerkes hat sich in der Messestadt ein gewaltiger Knoten gelöst: Endlich kann der Gewässerverbund auch in Echtzeit beweisen, dass er nicht nur auf dem Papier eine interessante Idee ist, sondern welch enormes Potenzial für die Messestadt und die umliegenden Kommunen in ihm steckt.
Zunächst aber heißt es in diesen warmen letzten Oktobertagen auch für die Connewitzer Schleuse erst einmal: Schluss mit der Sommerzeit – Vorbereitung auf die ruhigen Tage in der Winterpause. Die Bootsschlangen in den Vorhäfen sind schon lange verschwunden. Auch der Besucherstrom auf der Aussichtsplattform hat deutlich nachgelassen. Am Connewitzer Wehr ist eine mittlerweile unbekannte Ruhe eingekehrt, die wir aus den Tagen vor dem Umbau kennen.
Wir genießen sie und freuen uns dennoch auf die heißen Wochen der Saison 2012, denn durch die Erweiterung zur Schleuse ist dieses Fleckchen Erde jetzt zu einer wichtigen Schnittstelle für eine lebendige Wasserstadt Leipzig geworden. Irgendwann in den nächsten Jahren geht es von hier per Boot nach Wachau, Auenhain, Störmthal oder Zwenkau. Dass es trotz modernster Technik an der Connewitzer Schleuse immer noch am schnellsten geht, wenn man sein Boot einfach umträgt, werden bis dahin sicher auch die Spaßpaddler mit den Verleihkähnen von selbst erkennen.
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Ufersicherung und stufenloser Steg: Neuigkeiten vom Karl-Heine-Kanal
(21.10.2011) Der Karl-Heine-Kanal ist eine der idyllischsten und damit auch meistgenutzten Wasserstraßen der Messestadt. Seine Ufer jedoch galten lange als Problemzonen. Ob ihr einstmals desolater Zustand tatsächlich nur auf die Wellenbildung oft und schnell vorbeigleitender Herold-Boote zurückging, muss jetzt nicht mehr diskutiert werden. Am 14. Oktober hieß es aus dem Rathaus: „Böschung am Karl-Heine-Kanal erfolgreich saniert – Eröffnung eines behindertengerecht ausgebauten Schwimmstegs“.
Stufenlos ans Wasser rollen und ingenieurbiologischer Uferverbau: Steg und Böschungssicherung am Karl-Heine-Kanal. Fotos: br
Die Sicherung der Böschung sei jetzt weitgehend abgeschlossen, ließ der Stadtsprecher in der zugehörigen Medienmeldung wissen. „Seit 2006 wurden rund 90 Prozent der insgesamt 2,6 Kilometer langen Uferböschungen saniert“ lautete es dazu aus dem Pressebüro des Rathauses. Insgesamt seien rund 1,9 Millionen Euro an den Ufern der Wasserstraße verbaut worden.
Die Gelder dafür seien aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“ und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gekommen. Weiterhin seien sogenannte „Vergabe-AGH“ zum Zuge gekommen. Die Stadt selber habe sich mit einem finanziellen Eigenanteil in Höhe von rund 455.000 Euro beteiligt.
Dass die Wasserstraße im Leipziger Westen mit Beendigung der Ufersicherungsmaßnahmen auch einen barrierefreien Zugang bekommen hat, wurde von den städtischen Medienverwaltern nur in einem Nebensatz erwähnt. „Zum Abschluss der Arbeiten wurde auch am Stadtteilpark Plagwitz ein behindertengerechter Schwimmsteg frei gegeben“, lautete der Kurzkommentar aus dem Rathaus dazu.
Ein Thema, zu dem in der L-IZ mehr zu erfahren war. Sie hatte den einstigen SPD-Stadtchef und heute als Reporter tätigen Gernot Borris zum Ortstermin geschickt. Ihm verriet Sabine Heymann, dass es schon seit 2008 Pläne für einen solchen barrierefreien Anleger gegeben habe. Zur dahintersteckenden Idee hieß es aus ihrem Wasser Stadt Leipzig e.V.: „Mit diesem Steg wird es Senioren, Behinderten und jungen Eltern mit Kinderwagen deutlich erleichtert, eines der Leipziger Ausflugsboote zu nutzen oder in ein eigenes Ruder- oder Paddelboot zu steigen.“
Seit sich Leipzig als Wasserstadt präsentiert, sei Barrierefreiheit nie ein Thema gewesen, lautete es im selben Beitrag von Rolf Sondershaus vom Leipziger Behindertenverband. Gerade Rollstuhlfahrer seien ihm zufolge so bislang von den wassertouristischen und wassersportlichen Möglichkeiten ausgeschlossen gewesen.
Während die Sache mit dem Steg in der städtischen Pressemeldung nur eine Nebenrolle spielte, wurden die Autoren in ihren Zeilen aber wieder konkreter, als es um die Frage ging, warum die jetzt weitgehend beendeten Ufersicherungsmaßnahmen einstmals eigentlich nötig geworden waren.
Der Stadtsprecher zu den Hintergründen der Böschungssanierung: „Der Karl-Heine-Kanal besitzt neben seiner stadtökologischen Funktion als Biotop und seiner Bedeutung für den Bootstourismus auch eine Verbindungsfunktion aufgrund des parallel zu ihm verlaufenden Radwegs zwischen den Stadtteilen Schleußig, Plagwitz und Lindenau. Die vielerorts steilen Böschungen des Kanals unterlagen in der Vergangenheit einer kontinuierlichen Erosion durch Wellenbildung und den ungeregelten Abfluss von Regenwasser über die Böschungen. Dadurch kam es in den vergangenen Jahren zu einer Versteilung der Ufer, zu Uferabbrüchen und Unterhöhlungen an den Kanalflanken.“
Zur dabei angewandten Technologie teilte das Rathaus schließlich mit: "Um den Erosionsverlauf an den Böschungen zu stoppen, wurden umfangreiche ingenieurbiologische Böschungssicherungsmaßnahmen und Arbeiten zur Ableitung von Regenwasser in Auftrag gegeben. Mit den Arbeiten konnte zum einen die Wasserwechselzone gesichert und zum anderen die ökologische Wertigkeit des Kanals erhöht werden. Dort, wo die Ufer herunter gebrochen und stark unterspült waren, wurden technische und biologische Verfahren (z. B. die so genannte ingenieurbiologische Ufersicherung) angewandt." Neben den sofort wirkenden Böschungsstabilisierungsmaßnahmen sorge der "ingenieurbiologische Uferverbau" durch Röhrichte für eine "hohe biologische Diversität an den Gewässerflanken".
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Geschichte in Augenblicken: Leipzig-Kalender geht 2012 ans Wasser
(17.10.2011) Dreizehn Schwarzweiß-Fotografien vom alten Pleißestädtchen und seinen Ufern – das ist der Inhalt des Kalenders „Leipzig – Grüne Stadt am Wasser“ für das Jahr 2012. Erschienen ist er schon Mitte September. Herausgeber ist die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH. Ihre Mitarbeiter haben für die Publikation Fotografien von Walter Hermann, Alfred Naumann und Max Merseburger zusammen getragen.
Heute Jahn-Allee: Der Ranstädter Steinweg fotografiert von Hermann Walter um 1875. Foto: LTM
Das Druckwerk ist im Hochformat aufgelegt und hat eine Größe von 40 mal 50 Zentimetern. Der Verkaufspreis liegt bei 19,00 Euro. Erhältlich ist der geschichtsträchtige Monatsüberblick unter anderem bei Hugendubels, Lehmanns, Ludwigs im Hauptbahnhof und in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung im Schumachergässchen.
Die Bestellnummer lautet 4260014530122. Damit dürfte er auch über alle anderen Buchhandlungen in der Messestadt zu beziehen sein. Die Auflage liegt bei 2500 Stück. Der Verkauf laufe gut, hieß es Mitte Oktober am Telefon der Leipziger Tourismusmanager.
Die Herausgeber zum Anliegen ihres 2012er Kalenderprojektes: „Leipzig war und ist eine grüne Stadt am Wasser. Sei es der Auenwald, der sich imposant durch die Stadt zieht oder die zahlreichen kleinen und großen Parks, seien es Elster und Pleiße oder der Karl-Heine-Kanal – an vielen Orten ist sichtbar, dass in Leipzig Gewässer und Grünflächen schon immer eine wichtige Rolle spielten: wirtschaftlich, kulturell und auch sportlich.“
Mit den anspuchsvollen Schwarz-Weiß-Motiven werde der Betrachter zu einer Augenreise ins alte Messestädtchen um 1900 geladen. Zu entdecken seien dabei unter anderem verschiedene Leipziger Mühlen, der ehemalige Palmengarten, der Holzaussichtsturm im Rosental, das Zellenbad an der Luppe und der Kettensteg im Scheibenholz.
Für Marit Schulz haben die historischen Leipziger Wasser- und Uferfotografien auch einen starken Bezug zur aktuellen Stadtentwicklung. Die Marketingmanagerin der Leipzig Tourismus GmbH über die Bildauswahl des historischen Leipziger Gewässerkalenders: „Wir haben das Thema aus aktuellem Anlass ausgewählt, denn die Wasserstadt Leipzig ist in diesem Jahr nicht zuletzt Dank der Eröffnung des 'Kurs 1' präsenter denn je. Die gemeinsam mit dem Stadtgeschichtlichen Museum gesetzten Motive unterstreichen die lange Tradition, die Leipzig als 'Grüne Stadt am Wasser' hat.“
Netzinfo: www.leipziger-freiheit.de
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Markkleeberger See: Der Kanupark zwischen 2011 und 2012
(14.10.2011) Rund zwanzig Wochen sind es noch, bis Mitte März am Markkleeberger See die ersten Vorboten der Sommersaison 2012 auftauchen werden. Momentan allerdings ist auch am zweiten großen Gewässer der Pleißestadt erst einmal herbstlicher Abgesang angesagt. Auch der Kanupark bereitet sich in diesen Tagen auf die kalten Monate vor. Während der Betrieb in der Betonröhre Winterpause macht, soll die Anlage aber als Ausflugsziel weiter zur Verfügung stehen.
Tollkühne Männer in fliegenden Kisten: Kanupark, Saisonauftakt-Training, März 2011. Foto: br
Zum Spielzeitende 2011 und den Kanupark-Plänen für die kühle Jahreszeit teilte das Markkleebeerger Rathaus am 13. Oktober mit: „Die fünfte Saison im Kanupark ist nun offiziell beendet. Nach fünf aufregenden Monaten, in denen wieder mehr als 20.000 Wassersportbegeisterte die Angebote des Kanuparks wahrnahmen, werden die Tore für den Freizeitbetrieb über die Wintermonate geschlossen. Dennoch bleibt der Kanupark Spaziergängern und See-Interessierten als Ausflugsziel erhalten.“
Das Gelände sei in der kälteren Jahreszeit zugänglich. Auch die Wildwasser-Terrasse behalte ihren gastronomischen Betrieb bei – das allerdings nur am Wochenende. Der „Blick über den glitzernden See“ könne laut Stadtverwaltung beispielsweise „sonntags von 10.00 bis 14.00 Uhr beim Brunch genossen werden“.
Während der Freizeitsport-Winterpause werde die Wildwasseranlage weiter zu Trainingszwecken genutzt. Der Start in die nächste, dann sechste, Saison soll am 5. Mai 2012 offiziell gefeiert werden. Plätze dafür könnten ab Februar gebucht werden.
Kanupark-Manager Christoph Kirsten in der Rathausmeldung über das Jahr 2011 und die Vorhaben für 2012: „Hinter uns liegt eine tolle Saison, in der wir viele spannende Events durchgeführt haben. Das große MDR-Rafting im Mai, der 2011 ICF Canoe Slalom World Cup im Juli und das beliebte Pappbootrennen im August sind nur ein paar davon. Jetzt werden wir uns auf die neue Saison vorbereiten, damit wir unseren Besuchern auch nächstes Jahr wieder viele interessante Angebote und Veranstaltungen bieten können."
Randnotizen Markkleeberger See 2011: Die Grube, an der noch Anfang der 90er Jahre die Kohlebagger nagten, feierte in diesem Jahr ihren fünften Geburtstag als neu entstandener See. Offiziell gejubelt wurde ob der halben Dekade aber nur im kleinen Kreis. Mit der Kanuparkschleuse, dem Kletterpark und dem Auslaufbauwerk zur Kleinen Pleiße brachte das Jahr 2011 auch viele neu angegangene Bau-Projekte. Auf einer Anhöhe zwischen Feriendorf und Kanupark ist mit dem „Odysseus“ in dieser Saison außerdem ein Gegenüber für die „Penelope“ vom Westufer angekommen.
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Sächsisches Seenland im Radio: Ein Jahr Erdrutsch im Tagebau Spreetal/Update: Mediathek
(30.09.2011) Der öffentlich-rechtliche Deutschlandfunk hat am 7. Oktober eine Sendung zum Erdrutsch im ehemaligen Tagebau Spreetal vom 12. Oktober 2010 im Programm. Das Dossier trägt den Titel „Umgedrehte Landschaft – Vom Entstehen des Lausitzer Seenlandes“. Autorinnen sind Gislinde Schwarz und Rosemarie Mieder. Sie sind der Frage nachgegangen: „Wie kalkulierbar sind die Folgen jahrzehntelanger Landschaftszerstörung durch die Braunkohle überhaupt?“

Ein Jahr nach Nachterstedt: Grundbruch Tagebau Spreetal Oktober 2010. Foto: P. Radtke/LMBV/Screen 11.10.2011 DLF
Die Produktion widmet sich einem Thema, das auch in den sächsischen Medien bislang nur wenig Beachtung gefunden hat. Über den Vorfall heißt es im Text der Programmvorschau: „Am 12. Oktober 2010 geschieht im einstigen Tagebau Spreetal in der Niederlausitz etwas, womit niemand gerechnet hat: Viele Meter tief bricht auf altem Kippengelände der Untergrund. Wassermassen drängen und schießen nach oben, verwandeln über 100 Hektar Wald-, Wiesen- und Ackerfläche in eine Schlammwüste, kippen Lastwagen um und verschlingen 83 Schafe.“
4,5 Millionen Kubikmeter Erde seien innerhalb von Minuten weggerutscht. Mit ihnen sei, so die Autorinnen in der Sendungsankündigung, der „Glaube an das erschüttert worden, was hier gerade entsteht: Ein riesiges Seengebiet, das Touristen in die strukturschwache Gegend locken soll.“
Damals ein weiterer herber Rückschlag für die Seenentwickler und Befürworter des Braunkohletagebaus, nachdem nur ein Jahr zuvor in Nachterstedt schon ein anderer Folgesee für Unglücksschlagzeilen sorgte. Sächsische Gruben sind sicher, hieß es daraufhin 2009 aus der Landesverwaltung – bis es im Oktober 2010 im ehemaligen Tagebau Spreetal eben auch zu einer Rutschung im Freistaat Sachsen kam.
Das Dossier zum Einjährigen dieses Vorfalles hat laut Sendeplan eine Länge von 45 Minuten. Gestartet wird es am 7. Oktober um 19.15 Uhr. Zu hören sein wird es in Leipzig über DAB-Digitalradio und auf der altbekannten DLF-Frequenz UKW 96.6 Mhz. Ob die Sendung nach der Ausstrahlung in die DRadio-Mediathek wandern wird, blieb offen.
Update 23. Oktober:
DIe Produktion ist jetzt in die Mediathek gewandert.
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Foto der Woche: Kanuparkschleuse, 11. September 2011, 13.53 Uhr
(26.09.2011) Seit dem Spatenstich am 4. April 2011 entsteht am Südostufer des Markkleeberger Sees die mittllerweile sogenannte Kanuparkschleuse. Das Projekt im einstigen Niemandsland hat seit den Frühjahrstagen große Fortschritte gemacht. Wegen der rasanten Entwicklung haben Markkleebergs Stadtväter jetzt zur Idee der Baustellenführung gegriffen. Die erste geht am zweiten Oktoberwochenende über die Bühne. Für November sei der Stadtverwaltung zufolge eine weitere geplant.
Verbindet zwei Seen zu einem großen Ganzen: Die Kanuparkschleuse. Foto: Bernd Reiher
Zum Bauvorhaben und den Rundgängen teilte die Zweiseen-Kommune am 22. September mit: „Der Gewässerverbund zwischen dem Markkleeberger und Störmthaler See kommt sichtbar voran. Im Auftrag der LMBV errichtet die Firma Heilit das Schleusenbauwerk, das nach Flutungsabschluss des Störmthaler Sees die vier Meter Höhenunterschied beider Gewässer ausgleichen wird. Die Bauarbeiten an der Kanuparkschleuse sollen im III. Quartal 2012 abgeschlossen sein. Weil der Baufortschritt inzwischen die Dimension und die Funktion der Schleuse gut erahnen lässt, bieten die beteiligten Partner im Oktober eine erste Baustellenführung an. Ein zweiter Termin wird für den November vorbereitet.“
Als Termin für den ersten Ausflug wurde Sonnabend der 8. Oktober gewählt. Treffpunkt ist die Kreuzung Wildwasserkehre/Bootssteig. Zeit: 9.30 Uhr. Dauer rund 90 Minuten. Da die maximale Gruppengröße bei 20 Personen liegt, sei eine Anmeldung unter (0341) 35330 zwingend erforderlich.
Als Referenten sind Dr. Steffi Raatzsch vom Kommunalen Forum Südraum und ein Vertreter der Firma Heilit angekündigt. Ergänzende Hinweise aus dem Rathaus: „Die Baustelle kann nur mit festem, stoßsicherem Schuhwerk betreten werden. Die Baustelle kann mit Kinderwagen, Rollstühlen, Rollatoren oder anderen Gehhilfen nicht betreten werden.“
Rathausinfo im Netz:
www.markkleeberg.de
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Rettungsschaukeln vor dem Wasserfall: Mehr Sicherheit für das Palmengartenwehr
(25.09.2011) Die Stadt Leipzig will die Sicherheit für Gewässerbenutzer am vielbefahrenen Palmengartenwehr erhöhen. Wie das Rathaus mitteilte sollen dazu am Warnkugelseil vor dem Bauwerk sogenannte Rettungsschaukeln installiert werden. Sie sollen in Not geratenen Wassersportlern eine letzte Festhaltemöglichkeit geben.
Beliebt, idyllisch, gefährlich: Palmengartenwehr. Das Warnkugelseil soll jetzt aufgerüstet werden. Fotos: br
Die Umsetzung der Maßnahme werde laut städtischem Pressebüro noch in diesem Monat angegangen. Die Stadtsprecher am 21. September zu den Einzelheiten: „In einem ersten Schritt werden bestehende Anlagenteile, konkret die vorhandenen Fundamente, ergänzt. Die eigentliche Montage der Schaukeln ist für Mitte Oktober geplant.“
Aufgrund der gewählten Technologie werde es über einen Zeitraum von zirka drei Tagen zu Einschränkungen beim Befahren des Gewässers kommen. Die Benutzer sollen im Vorfeld dazu informiert werden.
Das Rathaus zu den Hintergründen der Aktion: „Die Stadt Leipzig hatte im Zusammenhang mit dem tragischen Unfall am Palmengartenwehr im April 2008 ein Sicherheitsgutachten erstellt. Im Ergebnis wurde die Errichtung von Rettungsschaukeln als Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit herausgearbeitet.“
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Vom Stausee an den Sachsenstrand: Edersee-Schifffahrt für Störmthaler und Markkleeberger See
(25.09.2011) Die Gemeinde Großpösna und die Stadt Markkleeberg haben in diesem Sommer gemeinsam nach einem zukünftigen Personenschiffer für den Störmthaler und den Markkleeberger See gesucht. Mitte September haben sie sich entschieden. Damit kann ab 2013 der Bedarf nach regelmäßigem Schiffsverkehr auf beiden Seen gedeckt werden.
Die "Stern von Waldeck" der Ederseeschifffahrt und die Variante mit dem "Kopflander". Fotos: Personenschifffahrt Edersee
Den Zuschlag erhalten hat die Firma „Wilfried Meyer – Vermietung und Verpachtung“ aus Waldeck in Hessen. Sie ist in Sachen Passagierschifffahrt unter anderem schon auf dem Edersee bei Kassel unterwegs. Wie das Markkleeberger Rathaus mitteilt, scheint es außer ihrer Bewerbung keine weitere gegeben zu haben.
Zum Auswahlvorgang teilte die Verwaltung der Pleißekommune am 22. September mit: "Nachdem bereits am Montag der Großpösnaer Gemeinderat der Vergabe an den einzigen Teilnehmer der von den Kommunen gemeinsam vorgenommenen Ausschreibung zugestimmt hatte, zog der Markkleeberger Stadtrat in seiner Sitzung gestern Abend nach.“
Die Ausschreibung lief vom 18. Juli bis zum 29. August. Sie war mit zahlreichen technischen Mindestanforderungen gespickt. Dazu zählten unter anderem die Nutzbarkeit des Gewässerverbundes zwischen beiden Seen, also die Passierfähigkeit von Brücken und der zukünftigen Schleuse. Außerdem war ein Schiffsaufbau als „Kopflander“ verlangt und musste die Mitnahme von Rollstühlen, Kinderwagen und Fahrrädern gewährleistet werden. Schließlich hatte der Schiffsantrieb der sogenannten „Bodenseenorm“ zu genügen.
Das Markkleeberger Rathaus zu den Gründen, sich für die Seefahrer aus Hessen zu entscheiden: „Die Firma 'Wilfried Meyer – Vermietung und Verpachtung' legte ein überzeugendes Konzept vor. Das Unternehmen weist Referenzen und langjährige Erfahrungen beim Betrieb der Personenschifffahrt mit Kopflandern am Edersee/Hessen sowie am Ratzeburger See/Schleswig-Holstein nach.“
Die zukünftigen Neuseenfahrer im Netz:
www.personenschifffahrt-edersee.de
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Foto der Woche: Schreberbrücke, Stadthafen, 20. September 2011, 21.37 Uhr
(22.09.2011) Die Schreberbrücke ist mittlerweile das Eingangstor zum Stadthafen Leipzig. Unter ihr hindurch führt der Weg für alle, die den zentrumsnahen Anleger auf dem Wasserweg erreichen wollen – oder von hier aus in Richtung Pleiße, Elster und Neuseenland starten. Seit dem Frühjahr 2011 zeigt sich die Schreberbrücke in neuer Form. Der alte Steg musste weichen, nachdem er von der Verwaltung als baufällig eingestuft wurde.
Heizhaus, Piano-Blüthner, Hafen: Die Schreberbrücke hatte schon viele Nachbarn. Foto: BR
Die Eröffnung der neuen Schreberbrücke ging am 14. Mai über die Bühne. Eine der Gratulantinnen war die Leiterin des Leipziger Verkehrs- und Tiefbauamtes, Edeltraut Höfer. Anlässlich der Weihe sagte sie bei Leipzig Fernsehen zur Entstehung des neuen Bauwerkes: „Angesichts des Bauzustandes der Brücke, der vorhandenen Verkehrseinschränkungen, der geplanten Aufweitung des Elstermühlgrabens im Einfahrtsbereich zum beabsichtigten Stadthafen sowie den neuen Anforderungen an den freizuhaltenden Lichtraum für die wassertouristische Nutzung des ausgebauten Elstermühlgrabens war ein kompletter Ersatzneubau erforderlich.“ 18 Monate habe der Bau gedauert, 850.000 Euro seien in den Brückenbau geflossen.
Der neue Steg sieht freilich nicht nur tagsüber schick aus, sondern macht auch bei Nacht eine gute Figur. Verantwortlich dafür sind auch in seine Geländer eingelassene Leuchtmittel, die regelmäßig in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Morgenröte blaue Lichtsignale in die Dunkelheit des Stadthafens schicken.
Warum dafür gerade die Farbe blau gewählt wurde, diese Frage steht auf einem Blatt, dem die zugehörige Antwort bisher noch fehlt. Aufklärung direkt vor Ort gibt es allerdings zu einem anderen Teilaspekt dieser Gegend: Der Vorgeschichte des Areals.
Der zugehörige Text wurde auf einem Schild hinterlassen, das ebenfalls in das Geländer des neuen Bauwerkes eingearbeitet worden ist. Zur Historie der Gegend, die sich seit 2010 als „Stadthafen Leipzig“ einen neuen Namen macht, ist darauf vermerkt: „Hier, auf einer Insel zwischen zwei Elsterarmen, wurde 1866 die Neue Leipziger Schwimmanstalt – das spätere Schreberbad – eröffnet. Die Herren- und die Damenbecken waren mit Tief- und Flachbassins, 'Auskleidezellen' und 'Springgerüsten' ausgestattet. Nach Kriegsschäden und Umbauten blieb nur das Hauptgebäude erhalten. Das Bad wurde 2007 modernisiert.“
Scheinbararer Namensgeber ist der Leipziger Arzt Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861). Über ihn heißt es in der Wikipedia: „Er lernte an der Thomasschule und studierte an der Universität Leipzig. 1844 übernahm er die Leipziger orthopädische Heilanstalt. In seinen Schriften beschäftigte er sich vor allem mit der Gesundheit der Kinder und den sozialen Folgen des Stadtlebens am Beginn der Industrialisierung. Neben 'systematischer Heilgymnastik' warb er auch für eine Ertüchtigung der Stadtjugend durch Arbeit im Grünen, etwa in Armen- und Specialgärten, da das Umfeld der Mietskasernen wenig entsprechende Möglichkeiten bot.“
Oft wird Schreber auch als Urvater aller deutschen Kleingärtner gehandelt – dass dem scheinbar doch nicht so ist, auch darüber weiß die Wikipedia zu berichten. Im Artikel „Kleingarten“ heißt es in der Netz-Enzyklopädie: „Schreber war jedoch nicht der Erfinder der Schrebergartenbewegung, wie landläufig noch immer angenommen wird, sondern nur der Namensgeber. Es war sein Mitstreiter, der Schuldirektor Ernst Innozenz Hauschild, auf dessen Initiative der erste Schreberverein zurückgeht.“
Wer auch immer es war: Dass in der Gegend einmal ein Hafen entstehen würde, den gas- und elektrobetriebene Motorboote ansteuern, um Touristen aus aller Welt in Richtung eines „Neuseenlandes“ zu verfrachten, haben wohl weder Schreber noch Hauschild auf dem Zettel gehabt. Sie kannten Orte wie Magedeborn, Cröbern und Cospuden noch als lebendige Dörfer und nicht als Begriff für eine Halbinsel, eine Deponie oder einen Baggersee. So gesehen sind die blauen Lichtstreifen an der neuen Schreberbrücke auch ein Zeichen für den Wandel der Zeit - welch enormen Fußabdruck er bei seinem Marsch durch die Leipziger Tieflandsbucht bisher hinterlassen hat.
Netzinfo:
Schreberbad und Stadthafen beim Neue Ufer e.V.
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Von der Grubenstadt zum Tourismusmagneten? Neuer Höhenflug für Markkleebergs Besucherzahlen
(17.09.2011) Die Stadt Markkleeberg scheint als Urlaubsort immer attraktiver zu werden. Im Jahr 2010 gab es erneut gestiegene Besucherzahlen und damit im Rathaus Grund zum Jubeln. „Urlaubsort Markkleeberg knackt die 100.000er-Marke“ hieß es am 16. September aus der Stadtverwaltung.

Nach den Baggern kam das Wasser und mit ihm der Tourismus nach Markkleeberg: Hafendörfchen "Pier 1" und Kanupark. Foto: br
Insgesamt seien im vergangenen Jahr 113.003 Übernachtungen in der Zwei-Seen-Kommune registriert worden, teilten die Stadtväter mit. Dabei habe man 53.182 Gästeankünfte gezählt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher liegt damit bei mittlerweile rund zwei Tagen.
Beliebt sei das Pleißestädtchen vor allem bei Gästen aus Mitteldeutschland. 43 Prozent der Anfragen seien aus Sachsen gekommen, 16 Prozent aus Thüringen. Immerhin die drittgrößte Besuchergruppe scheint Europas größter Binnenwasserregion zu entstammen: 14 Prozent aller Anfragen hätten dem Rathaus zufolge ihren Ursprung in Berlin gehabt.
Markkleeberg mit gestiegenen Zahlen durch scheinbar wachsende Attraktivität bei Besuchern – für Oberbürgermeister Bernd Klose nicht nur ein Erfolg, sondern auch Ansporn zur weiteren Entwicklung des touristischen Potenzials seiner Stadt. Klose: „Die Zahlen bestätigen die bisherigen Bemühungen der Tourismusentwicklung unserer Stadt: Wir sind auf einem guten Weg.“
Markkleeberg sei insbesondere bei Kurzurlaubern sehr beliebt, ließ das Stadtoberhaupt weiter wissen. Mit den Zahlen verbinde sich aber auch ein konkretes neues Ziel. Klose: „Mit der weiteren Steigerung von Übernachtungen und Gästeankünften werden wir verstärkt daran arbeiten, Anreize zu schaffen, um die Aufenthaltsdauer der Gäste zu erhöhen.“
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Fahrgastschifffahrt in der Messestadt: Regelbetrieb für das "LeipzigBoot"
(13.09.2011) Die "RANAboot" GmbH hat einen Fahrplan für ihre Touren mit dem "LeipzigBoot" vorgelegt. Bis ihre Wassertaxis ins Winterlager kommen, haben die messestädtischen Fahrgastschiffer Touren innerhalb des Stadtgebietes, bis zur Connewitzer Schleuse und in RIchtung Cospudener See im Programm.
Ab nach Cospuden: "LeipzigBoot" beim Wochenendtrip auf dem Elsterflutbecken. Foto: breiher
Gestartet wird immer dienstags bis sonntags um 11.00, 13.00, 15.00 und 17.00 Uhr zu sogenannten „Auenwald-Touren“. „Neuseenland-Touren“ hingegen werden nur am Wochenende oder auf Anfrage angeboten. Startzeit dafür ist jeweils 10.00 Uhr im Stadthafen. Die Ankunft im Hafen des Cospudener See ist für 13.00 Uhr angegeben. 14.00 Uhr legen die Fahrgastschiffe der Kehr-Flotte zur Rückfahrt in Richtung Stadthafen ab.
Für die wochenendlichen Touren an die neuen Ufer haben die Organisatoren auch einen Taxitransfer eingerichtet. Die beigen Droschken warten dann jeweils um 12.45 Uhr am Stadthafen, um jene Passagiere ins Hafendörfchen „Pier 1“ zu bringen, die von hier aus ab 14.00 Uhr zurück in die Messestadt gleiten wollen. Auf der Rückfahrt aus Markkleeberg nehmen sie die Fahrgäste mit, die an der Vormittagsfahrt zum Cospudener See teilgenommen hatten.
„RANAboot“ wirbt um Nachsicht, falls es zu Zeitverschiebungen kommt: „Bitte haben Sie Verständnis für eventuelle Fahrplanverschiebungen. Wir sind nicht allein auf dem Wasser unterwegs. Dichter Bootsverkehr und Wartezeiten an den Schleusen sind von uns nicht beeinflußbar.“
Als Fahrpreise werden für einstündige innerstädtische Touren 12,00 Euro aufgerufen – Kinder kommen für die Hälfte an Bord. 90 Minuten bis zur Connewitzer Schleuse kosten 18.00 bzw. 9,00 Euro. Für die zweistündige „Auenwald-Tour“ werden 24,00, ermäßigt 12,00, Euro fällig. Tickets für die „Neuseenland-Tour“ sind für 35,00/17,00 Euro zu haben.
LeipzigBoot - Motorenklang:
Netzinfo:
www.ranaboot.de
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Offensive Transparenz: Neuer Pressetermin der Steuerungsgruppe Neuseenland
(11.09.2011) Die Steuerungsgruppe Neuseenland hat im Frühjahr 2010 begonnen, sich nach ihren Zusammenkünften auch mit Medienvertretern der Messestadt zu treffen. Die Info-Veranstaltung ist seit Anbeginn ein gern angenommener Pressetermin. Sie hat sich als hilfreich erwiesen, das gegenseitige Verständnis zu fördern und Missverständnisse zu klären.
LeipzigBoot unter Marschnerbrücke und Gewässerverbund: 2011 hat der Wasserstadt Leipzig viel Neues gebracht. Fotos: BR
Am 8. September ging das erste Rundtischgespräch nach der diesjährigen Sommerpause über die Bühne. Themen waren unter anderem der „Tag blau“ sowie eine Zählung der Bootsaktivitäten auf dem „Kurs 1“ und seinen beiden Schleusen. Am Rand gab es auch Informationen zur weiteren Entwicklung des Gewässerverbundes für die Messestadt.
Moderiert wurde das Treffen wieder von Landrat Gerhard Gey und Stefan Barton, dem Pressesprecher der Landesdirektion. Angela Zabojnik vom Leipziger Amt für Stadtgrün und Gewässer aber war es, die mit ersten Zahlen zu Bootsbewegungen auf dem im Sommer neu eröffneten „Kurs 1“ aufwarten konnte. Sie waren zwischen Ende Juni und Anfang September an der Schleuse Connewitz und der Schleuse am Nordstrand des Cospudener Sees ermittelt worden.
Die Ergebnisse dieser Erhebung für das Connewitzer Wehr – ermittelt vom 28. Juni bis zum 4. September: 3748 Kanu-, Paddel- und Freizeitboote, 40 Sport- und Wanderruderboote, 213 gewässerangepasste Motorboote. Geschleuste Boote insgesamt: 4001. 300 Boote seien auf althergebrachte Weise lediglich umgesetzt worden. 2372 Boote hätten den Fisch-/Kanupass genutzt, der übrigens der erste größere seiner Art in Sachsen sein soll.
Ab 27. Juli wurde auch an der Schleuse Cosapuden gezählt. Auf der Strichliste wurden hier 2506 Kanu-, Paddel- und Freizeitboote, 18 Sport-/Wanderruderboote, 27 gewässerangepasste Motorboote, also Fahrgastschiffe, Begleitboote und Wasserschutzpolizei, registriert. Geschleuste Boote am Nordstrand: 2551. Bedeutet für „Kurs 1“: 6552 Boote Wasserfahrzeuge insgesamt.
Ein ordentliches Sümmchen. Die Masse der Boote hätte auch zu vielen Störungen führen können. Tatsächlich fällt die Zahl der Vorfälle aber relativ gering aus. 33 Problemmeldungen habe man am Connewitzer Wasserfahrstuhl registriert, erklärte Angela Zabojnik. Seit die Objekte mit Personal ausgestattet sind, habe es einen enormen Rückgang gegeben.
Neben den vielen Zahlen lieferte die kommunale Wasserentwicklerin auch eine Bestätigung zum Einsatz von Wasserschutzpolizei. Ja, das Gebiet wird bestreift, bestätigte Zabojnik. Kontrollen habe es auf dem Floßgraben und der Pleiße gegeben. Sie verwies aber auch auf ein bislang scheinbar friedliches Miteinander aller Floßgraben-Nutzer.
Zabojnik: „Wir können sagen, dass es keine nennenswerten Vorfälle gab zwischen der Nutzung gewässerangepasster Boote und Paddlern oder Kanuten. Es gibt vereinzelt Kanuten, die mal ein Wort verlieren. Da gibt es aber auch viel Kommunikation, wo man miteinander redet. Es gab keine Behinderungen, es gab keine Vorfälle. Man hat mit Rücksichtnahme den Betrieb dort durchführen können.“
Nach den Ausführungen der städtischen Gewässerfrau gab es eine deutliche Stellungnahme vom Landkreisvater zum umstrittenen „Kurs 1“-Abschnitt im Auwald zwischen Leipzig und Markkleeberg. Gey: „Wir wollen den Floßgraben erhalten, ganz klar.“ Uneingeschränkten Motorbootverkehr werde es hier sicher nicht geben. Es habe missverständliche Äußerungen gegeben. Man sei auf die Umweltschützer zugegangen und man wolle es auch in Zukunft tun.
Kurz vor dem Ende des Treffens gab es schließlich noch Informationen zur weiteren Entwicklung des Gewässerverbundes. Nachholebedarf zum Beispiel gibt es für die Marschnerbrücke – sie ist nach dem Floßgraben ein weiteres Nadelöhr des „Kurs 1“. Derzeit kommen hier nur Paddler mühelos drunter hindurch. Passagiere auf dem „LeipzigBoot“ müssen vor der Durchfahrt gebeten werden, die Köpfe einzuziehen. Herold-Boote drehen oft schon vorher ab.
Blendet man aus, dass es sich hier um ein touristisches Aushängeschild der Messestadt handelt, ist das sicher nur ein Randproblem. Dass die Marschnerbrücke ausgebaut werden muss, sei dennoch auch den Gewässerentwicklern von Stadt, Landkreis und Landesdirektion klar. Nur das „Wann?“ stehe eben in den Sternen. Immerhin müsse man auch sehen, wieviele andere Projekte zunächst gestemmt werden mussten - Brücken Probsteisteg und S46/Markkleeberg, Schleusen Connewitz/Cospuden, die Schreberbrücke und der Stadthafen. Der Zustand der Marschnerbrücke sei derzeit noch zu gut – es gebe dringlichere Brückenbauvorhaben in der Stadt.
Andere große Frage: „Bleibt die Beutzung der Schleusen kostenfrei?“ Dazu verwies Angela Zabojnik auf die städtische „Gewässerunterhaltungssatzung“. Veränderungen seien nicht ausgeschlossen, da die Bauwerke auch unterhalten werden müssten. Letztendlich aber habe der Stadtrat darüber zu entscheiden.
In den letzten Minuten dieses Rundtischgespräches vom September drehte sich schließlich alles um den zukünftigen „Kurs 5“. Die Schleuse zwischen Markkleeberger und Störmthaler See wächst, hieß es von den Verwaltern dazu. Letzterer brauche nur noch einen reichlichen Meter bis er komplett geflutet ist. Als Anbindung des Markkleeberger Sees an die AGRA-Pleiße sei weiter eine „Wasserschlange“ im Gespräch. Angepeiltes Ziel für „Kurs 5“ bleibe das Jahr 2014. Die Realisierung hänge von den Finanzierungsmöglichkeiten ab.
Das nächste Treffen der Steuerungsgruppe Neuseenland mit den Medien der Messestadt ist für den 8. Dezember 2011 angesetzt. Es dürfte wieder eine wahre Fundgrube an Informationen für Reporter mit Schwerpunkt „Neuseenland“ werden – und ein hilfreiches Podium für die Gewässer-Entwickler, um über ihre Arbeit und Projekte zu informieren.
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Odysseus auf Sichtachse: Zuwachs für Penelope am Markkleeberger See
(02.09.2011) Fünf Jahre alt ist er geworden, der Markkleeberger See am Südende der Messestadt in diesem Jahr. Offiziell gefeiert wird das kleine Jubiläum scheinbar nicht. Aber: Es gab Geschenke. Eines davon ist die Steinskulptur „Odysseus“ am Ostufer des Gewässers. Mit ihr hat die „Penelope“ am Westufer nun ihren gegenüberliegenden Partner gefunden.
Blickt in Richtung "Penelope" auf der Westseite: Der neue "Odysseus" vom Ostufer. Foto: br
Der neue Steinkunstkoloss findet sich unterhalb des Parkplatzes des Ferienparks Auenhain. Eingeweiht wurde er am 31. August. Entstanden ist er im Rahmen des mittlerweile sechsten Steinpleinairs des Markkleeberger Kunstverein e.V.
Zu den Hintergründen des Projektes teilte das Markkleeberger Rathaus am 31. August mit: „Als Künstler zeichneten erneut Marie-Josefin Flechsig und Stefan Zimmermann aus Dresden verantwortlich. Beide hatten im vergangenen Jahr bereits die Figur 'Penelope' am Westufer des Markkleeberger Sees aus Stein gehauen. Ebenso wie die schöne Mytische ist der bärtige Meeresgott aus Cottaer Sandstein. Dieser wurde eigens dafür aus dem Elbsandsteingebirge herangeschafft. Die Bildhauerarbeiten dauerten zwei Wochen.“
Bei beiden Figuren soll es sich scheinbar um Zitate aus der griechischen Mythologie handeln. Zur Beziehung zwischen Odysseus und Penelope heißt es in der Wikipedia: „Penelope ist die Frau des Odysseus und die Mutter des Telemachos. Ihre Eltern sind Ikarios und Periboia. Der Name setzt sich angeblich zusammen aus den griechischen Wörtern πήνη (pēnē = Gewebe) und λέπειν (lépein = abreißen, abschälen).“
Penelope, so die Online-Enzyklopädie weiter, sei das Muster einer treuen Ehefrau gewesen. Während der Irrfahrt ihres Gatten habe sie die zahlreichen Freier zu vertrösten versucht, indem sie vorgab, erst ein Totentuch für ihren Schwiegervater Laertes weben zu müssen. Doch was sie tagsüber webte, habe sie nächtens immer wieder aufgetrennt. Das sei wohl drei Jahre gut gegangen, bis die Dienerin Melantho sie verriet, und die Freier sie beim nächtlichen Treiben überraschten (Odyssee II 93-110; XIX 134-156).
Der neue Odysseus am Markkleeberger See – entstanden ist er nicht nur aus freien Stücken, sondern auch durch tatkräftige Beihilfe aus dem Verwaltungstrakt. Das Rathaus zur Realisierung: „Die Stadt Markkleeberg und der Kulturraum Leipziger Raum haben das Vorhaben finanziell unterstützt. Große Unterstützung erhielt das Projekt auch durch die EGW, die bei der Platzauswahl und der Gestaltung des Umfeldes half.“
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Foto der Woche: Lindenauer Hafen, Dienstag, 30. August, 13:32 Uhr
(30.08.2011) Birken, Hagebutte, Ruinen, Schilf und Wasser - der Lindenauer Hafen ist ein städtisches Architektur- und Naturidyll ganz eigener Art; besonders an den 362 Tagen im Jahr, an denen sich nicht das Wasserfest hier tummelt. Doch dem beschaulichen Stück Wasserlandschaft, in dessen rund 80-jähriger Geschichte Schiffe nur höchst selten aufgetaucht sein sollen, droht Veränderung. Der Lindenauer Hafen zum Wohnen, Leben, für Boote, Gewerbe und Touristen - so will es der Plan, der sich mit dem Baulärm von der Luisenbrücke langsam auch in das einstige Niemandsland zwischen Anlegerareal und Karl-Heine-Kanal frisst.
Unerhört: Hafen-Schmierfinken schrecken auch vor städtischem Bauschild nicht zurück. Foto: br
Doch der Fortschritt treibt auch ganz andere Blüten - zarte Zuckungen des Gegenwindes für einen Vorgang, den man irgendwie durchaus auch der Thematik „Gentrifizierung“ mit unterschieben kann. Was der Verfasser uns mit seinem Vergleich "Was willst Du?" genau sagen will, darauf mache sich jeder seinen eigenen Reim. Das wirklich spannende an seiner Frage jedoch ist: Wie lange wird dieses Schild so wohl noch stehen?
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Uferschäden nicht auszuschließen: Gisela Kallenbach, der Floßgraben und eine Kleine Anfrage an den Landtag
(26.08.2011) In der Landesdirektion Leipzig ist derzeit das Verfahren zur Schiffbarmachung einiger Gewässer der Messestadt im Gange. Dabei auch auf dem Prüfstand der Behörde: Der Floßgraben im Auwald zwischen Leipzig und Markkleeberg. Die Landtagsabgeordnete Gisela Kallenbach hat Ende Juni der Staatsregierung ein paar Fragen geschickt, was sie von dem Vorhaben hält. Seit Ende Juli liegen die Antworten nun vor. Sie bestätigen: Uferbeschädigungen werden erwartet. Im Floßgraben muss motorisiert nicht nur das „LeipzigBoot“ verkehren.
Gisela Kallenbach und der Floßgraben: Kleine Anfrage im Landtag. Fotos: B. Reiher
Kallenbach in ihrer Anfrage zu den Hintergründen ihres Antwortersuchens: „In Leipzig läuft gerade das Verfahren zur Schiffbarmachung gemäß §35 SächsWG. In einer ersten Stellungnahme hat die Landesdirektion erklärt, dass die besonders schutzbedürftigen Bereiche der Leipziger Gewässersysteme zunächst ausgenommen werden. Am 19. Mai hat ein Team der TU Dresden ein technisches Gutachten vorgestellt. Darin wurde unter anderem verdeutlicht, dass die Mindesttiefe für Gewässer 0,6 Meter betragen muss und für eine Befahrung mit Booten vom Typ 'Leipzig Boot' die Gewässer eine Mindestbreite von vier Metern haben müssten.“
Kallenbachs Frage Nummer eins in dieser Anfrage an das zuständige Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft: Wie beurteilt die Staatsregierung den Leipziger Floßgraben hinsichtlich der Befahrbarkeit durch Motorboote insbesiondere in Bezug auf Boote vom Typ „Leipzig Boot“?
In der Antwort dazu zitiert das SMWK das nautische Gutachten der TU Dresden. Zu den Ergebnissen heißt es dabei: „Der Floßgraben erschwert aufgrund seiner Hydromorphologie das Befahren mit Motorbooten erheblich.“ Vom Gutachter seien deshalb unter Beachtung der Randbedingungen wie Schleusen, Engstellen und Durchfahrtshöhen folgende Bootstypen für den Floßgraben empfohlen worden: „Sportboote (Breite maximal 1,80 Meter, Länge maximal 5,50 Meter). Kleine Fahrgastschiffe (Breite maximal 2,00 Meter, Länge maximal 8,30 Meter). Beide sollten einen Tiefgang von 0,30 Metern nicht überschreiten.“
Ergänzend dazu hieß es von der Behörde: „Weil es sich beim 'Leipzig Boot' nur um eines von mehreren denkbaren Bootstypen handelt, solle sich die Bewertung der Befahrbarkeit – schon aus wettbewerbsrechtlichen Gründen – nicht allein auf das 'Leipzig-Boot' beschränken.“
Kallenbachs Frage Nummer zwei widmete sich dem Thema „Geld“, denn durch verstärkte Nutzung des Floßgrabens werden auch seine Ufer in Mitleidenschaft gezogen: Die Landtagsabgeordnete fragte daher: Wie verändern sich die Unterhaltskosten der Gewässer bei einer durchgängigen Befahrbarkeit durch Motorboote?
Dazu vom SMWK nur ausweichende Sätze – und eine waghalsige Theorie: „Die Höhe von bootsbedingten Unterhaltungskosten an Gewässern hängt neben der Ausgestaltung der Ufer maßgeblich von der Frequenz der Befahrung, den Bootstypen sowie der Fahrweise (auch der muskelbetriebenen) Boote ab. Die Frage kann deshalb nicht pauuschal beantwortet werden. Im Beispiel des Floßgrabens entfällt derzeit nur ein Bruchteil des Verkehres auf Motorboote, da bisher nur wenige Einzelgenehmigungen erteilt wurden. Der überwiegende Teil der Nutzer fährt mit muskelbetriebenen Booten, die den Floßgraben zum Teil mit höheren Geschwindigkeiten befahren und punktuell ebenfalls Wellenbilder an den Ufern erzeugen.“
In Frage Nummer drei ging es schließlich um die Wurst: Welche Schäden an den Natursystemen sind durch die Befahrung von kleinen Gewässern durch Motorboote zu erwarten und wie sollen mögliche Schäden verhindert beziehungsweise ausgeglichen werden?
Hier wurde dann auch die Behörde konkret. Schäden am Floßgraben sind auch aus Sicht des Umweltministeriums zu erwarten. SMWK: „Bei künftig erhöhter Frequentierung des Floßgrabens mit motorisierten Booten sind zusätzliche Belastungen der Ufer nicht auszuschließen. In Betracht gezogen wurden im Gutachten der TU Dresden Ausspülungen von Ufersedimenten, Beeinträchtigungen der Artenzahl, Entwurzelung von Pflanzen und so weiter. Dies würde gegebenenfalls zusätzliche Ufersicherungen und einen erhöhten Unterhaltungsaufwand erfordern. Prävention ist über den Verkehr und die Belastungsintensiät regelnde Vorgaben zu treffen.“
Ergänzend dazu habe aber die Stadt Leipzig berichtet, dass in der Natura-2000-Verträglichkeitsuntersuchung, erarbeitet zwischen 2005 und 2007, nachgewiesen wurde, dass muskelbetriebene und motorgetriebene gewässerangepasste Boote bis zu einer bestimmten Inntensität eine FFH-und SPA-veerträgliche Nutzung des Floßgrabens sein könnten.
Heißt unter´m Strich: Nicht abschätzbare Folgekosten, Inkaufnahme von Umweltzerstörung und schrumpfende Perspektiven für das Vorzeigeprojekt „Leipzig Boot“ wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken. Das SMWK bestätigt: „Kurs 1“ ächzt an vielen Ecken. Schon der erste Abschnitt des Leipziger Gewässerverbundes ist teuer erkauft.
Zur Studie der TU Dresden:
www.ldl.sachsen.de
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Große Pläne für den Störmthaler See: Dem zweiten "Highfield" folgen neue Vorhaben
(23.08.2011) Zum zweiten Mal ging vom 19. bis zum 21. August das „Highfield“-Festival am Störmthaler See über die Bühne. 25.000 Besucher sollen am Eingang gezählt worden sein. Die Leipziger Volkszeitung hat in Erfahrung gebracht, dass es bei dieser Zahl nicht unbedingt bleiben soll. 40.000 Gäste, heißt es im Blatt, seien für die nächsten Jahre angepeilt. Damit werden schon frühere Hinweise bestätigt, dass mit dem Umzug auch eine Ausweitung des Spektakels einhergehen soll.
Größtes Festival im Osten: Das "Highfield". Foto: Bernd Reiher
Semmel-Geschäftsführer Dieter Semmelmann zum zukünftig vielleicht größeren „Highfield“ am Störmthaler See: „Wir glauben, dass wir für diese Menge hier ein luxuriöses Gelände erschaffen können, das national wie international zur Spitze zählt.“ Die Pläne würden von der Gemeinde unterstützt. Man könne Fördermittel für neue Wasser- und Abwasserleitungen bekommen, hieß es von Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch. Außerdem sei ein Bebauungsplan für Ferienhäuser, ein Caravangelände sowie einen „offiziellen Badestrand“ in Arbeit.
Bei den Teilnehmern des Jugendfestivals stoßen die großen Pläne jedoch nicht nur auf Begeisterung. Kritiker im „Highfield“-Forum sprechen selbst angesichts der 25.000 Besucher der diesjährigen Ausgabe von „Überfüllung“ des Areals am Störmthaler See. Das Gelände sei schon heute „viel zu klein dimensoniert für die vielen Leute und Zelte“.
www.highfield.de
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Ein Mittler für Markranstädt: Landkreis unterstützt Mediatorverfahren
(23.08.2011) Der Markranstädter Stadtrat hat das Bürgerbegehren in Sachen Bebauungsplan Kulkwitzer See für unzulässig erklärt. Damit droht eine Klage gegen das umstrittene Projekt als nächster möglicher Schritt. Ein anderer Weg könnte die Einschaltung eines Mediators sein. In diese Diskussion hat sich jetzt auch das Landratsamt eingeschaltet. „Für Gespräche ist es nie zu spät“ hieß es in einer Pressemitteilung vom 22. August.
Verteilt wurde sie von Behördensprecherin Brigitte Laux. Zitiert wird darin Wolfgang Klinger, der zweite Beigeordnete des Landkreises Leipzig. Er begrüße die Idee eines Mediationsverfahrens zum umstrittenen Bebauungsplan für das Ufer des Kulkwitzer Sees.
Klinger zur aktuellen SItuation: „Unabhängig davon, wie das Bürgerbegehren rechtlich zu bewerten ist, besteht auch jetzt noch großer Gesprächsbedarf.“ Erkennbar habe ein Teil der Bevölkerung von Markranstädt andere Vorstellungen von der Entwicklung der Uferflächen. Ein Mediationsverfahren könnte über einen geordneten Austausch an Informationen und Argumenten eher zu konstruktiven Lösungen führen als ein reines Gerichtsverfahren. „Es gibt viele gute Beispiele, in denen neutrale Dritte Bewegung in Streitfragen gebracht haben und dann gemeinsam über Alternativen nachgedacht wurde“, so Klinger in der kurzen Erklärung schließlich.
Wer bei einem solchen Verfahren als Vermittler eingesetzt werden könnte - sich dazu zu äußern hat die Landkreisverwaltung vermieden. Spätestens mit dieser Stellungnahme aber ist der Streit um die neue Siedlung am Kulkwitzer See auch offiziell in höheren Verwaltungsebenen angekommen.
Bürgerinitiative im Netz:
www.biprokulki.de
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Ente der Woche: Die L-IZ zum Erlebnisrastplatz am Markkleeberger See
(19.08.2011) Zum geplanten und ab Ende August entstehenden Erlebnisrastplatz am Markkleeberger See schrieb die Leipziger Internet-Zeitung L-IZ am 16. August: „Mit der geplanten Anbindung des Markkleeberger Sees über die Kleine Pleiße können hier künftig auch Wasserwanderer eine Pause einlegen.“
Für die Kleine Pleiße: Das neue Auslaufbauwerk am Markkleeberger See. Foto: Bernd Reiher
Der Fehlerteufel steckt im Detail. Richtig ist: Ja, der Markkleeberger See soll an das Leipziger Gewässernetz angebunden werden – der Projektname dafür lautet nach bisherigen Angaben: „Kurs 5“. Falsch aber ist, dass die Anbindung über die „Kleine Pleiße“ erfolgen soll.
Markkleebergs Oberbürgermeister Bernd Klose bestätigte schon in einer Anhörung im September 2010, dass dieses Vorhaben so vom Tisch sei. Als Grund wurden umwelttechnische Bedenken bei dem kleinen Rinnsal angegeben. Statt der Routenführung über die „Kleine Pleiße“ sei mittlerweile zur Anbindung ein eigener Kanal geplant. Stadtsprecher Daniel Kreusch bestätigte auf telefonische Anfrage am 17. August, dass sich an diesem Sachstand nichts geändert hat.
Gestützt wird diese Planungstheorie von den Redakteuren von gewaesserverbund.de. Auch hier ist nichts mehr von der gewässertouristischen Anbindung über die „Kleine Pleiße“ zu lesen. Stattdessen heißt es zur geplanten Verknüpfung auf den Seiten der Gewässerverbund-Verwalter: „Die Anbindung der Pleiße an den bereits gefluteten Markkleeberger See ist in Planung. Die Planungen beinhalten den Bau einer schiffbaren Gewässerverbindung.“ Länge zirka ein Kilometer – Schleuse inklusive.
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Neues Leben am alten Pleißebad: Bauarbeiten für Erlebnisrastplatz beginnen
(18.08.2011) Fünf Jahre alt ist er in diesem Jahr geworden, der Markkleeberger See am Südostende der Pleißestadt. Bemerkt haben das nur wenige, andere Vorhaben sind in den Vordergrund gerückt. Eines ist die Auslaufbucht am Nordwestufer als Verbindung zur kleinen Pleiße. Ein weiteres ist ein „Erlebnisplatz“, der ab Ende August ebenfalls am Nordufer des jungen Gewässers entsteht.
Rechts im Bild nach oben führend: Die Straße An der Pleiße. Foto: Stadt Markkleeberg
Zu diesem Vorhaben teilte die Stadtverwaltung am 15. August mit: „Der Markkleeberger See wird um eine Attraktion reicher. Am 29. August 2011 starten die Bauarbeiten zur Errichtung eines Erlebnisrast- und Abenteuerspielplatzes. Das Areal liegt auf Höhe des Strandbades in Markkleeberg-Ost. Der überregionale Radwanderweg begrenzt das Baugebiet im Süden, nordwestlich befindet sich die Stadtmühle.“
Mit dem Bau des Rastplatzes werde ein Aufenthaltsort vorrangig für Familien geschaffen, der laut Rathaus „wegetechnisch am Schnittpunkt von Spaziergängern, Radwanderern und Reitsportlern liegt“. Auf rund 1940 Quadratmetern entstehe dabei ein Bereich zum Spielen, Toben und Verweilen. Kernstück der Anlage soll eine Flächennetz-Spielanlage werden. In der Umgebung sind weitere Spielflächen sowie Hängematten und Schaukeln geplant. Zum Verweilen sei außerdem eine überdachte Schutzhütte vorgesehen.
225.000 Euro sind auf Kostenseite für die Anlage vorgesehen. Fördertöpfe wurden diesmal keine genutzt - die Stadt Markkleeberg trage die Kosten allein. Markkleebergs Oberbürgermeister Bernd Klose zeigte sich nicht nur ob des Gelingens aus eigener Kraft erfreut: „In Markkleeberg steigt nicht nur die Zahl der Einwohner, auch immer mehr Besucher entdecken unsere Stadt zwischen den Seen für sich.“ Ihnen wolle man nicht nur Natur, Sand und Wasser bieten sondern auch Möglichkeiten zum Verweilen, Ausruhen und zur Freizeitgestaltung. Klose: „Ich freue mich, dass dieser Erlebnisrastplatz nun gebaut werden kann. Mein Dank gilt dem Stadtrat, der das Vorhaben mit diesem Investitionsvolumen unterstützt,
obwohl wir keine Fördermittel dafür erhalten.“
Rund drei Monate sollen die Arbeiten Stadtsprecher Daniel Kreusch zufolge dauern. Bei der Planung haben die Markkleeberger Seeleute in saisonalen Dimensionen gedacht. „Mit Absicht wurden die Arbeiten nicht in die Badesaison gelegt, um Touristen beim Ausflug an den See nicht zu stören“ hieß es aus dem Rathaus schließlich. Geht alles nach Plan, könne man schon Ende November die ersten Besucher am neuzen Erlebnisrastplatz begrüßen.
Netzinfo:
www.markkleeberg.de
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Foto der Woche: Stadthafen, 17. August, 19.33 Uhr
(18.08.2011) Seite an Seite, wie zwei frisch Verliebte die nach dem ersten Kuss noch nicht wieder voneinander lassen können, liegen sie seit einigen Wochen allabendlich in ihrem neuen Heimathafen - die zwei LeipzigBoote aus der Werkstatt des Markkleeberger Tischlermeisters Reiner Kehr. Sie sind scheinbar in den Stadthafen gewandert, weil ihr gemeinsamer Weg sie seit einigen Wochen von hier aus über den Rennbahnsteg, den Floßgraben bis weit hinaus nach Cospuden und zurück führt. Mit ihnen ist erstes wässriges Leben gekommen auf die ehemalige Industriebrache zwischen Schreberbrücke und Friedrich-Ebert-Straße – nach schwerer Geburt hat der innerstädtische Anleger endlich seine erste Bestimmung gefunden.
Deftig Potenzial im Areal - ein kreativer Prinz muss nur her, es wachzuküssen. Foto: br
Ein Anblick, der so für die Messestadt neu ist. Mit ihm schleichen sich Träume in des Betrachters Gehirn. Sie zeigen einen Stadthafen, vielleicht in zehn Jahren, der sich zur beliebten Leipziger Promenade entwickelt hat. Hafenkneipen, Maler, fliegende Buchhändler und Musikanten teilen sich die einst kahlen Meter oberhalb des Anlegers. "Liebling, lass uns schwofen am Steg" wird zum geflügelten Wort für die späten Stunden der Messestadt.
Höhepunkt des Trubels wäre allabendlich gegen Neun - dann wenn der letzte Elektrokutter mit frischem Fisch vom Cospudener "Pier 1" einläuft. Die Ladung aus seinem Bauch wird zum Teil direkt verkauft - der größere jedoch wandert auf Eis gelegt in die neue Markthalle für den morgendlichen Verkauf.
Derweil auch reges Treiben auf der gegenüberliegenden Seite des Hafenbeckens. Der Theaterkahn rüstet sich für die nächste Vorstellung - ab halb Zehn ist er wieder im "Liederwahn". Am Ufer steht der Übertragungswagen aus Köln. Auch die Leute vom Radio sind wieder mit an Bord. Sie funken seit Kurzem wöchentlich von hier in die Welt, weil ihnen die neue kleine Hafenwelt so gut gefällt.
Was tatsächlich wohl aus dem neuen Heimathafen wird? In fünf Jahren wissen wir mehr.
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Passagierschifffahrt im Neuseenland: Ausschreibung für Markkleeberger und Störmthaler See
(15.08.2011) Die Stadt Markkleeberg und die Gemeinde Großpösna haben die Schifffahrt auf dem Markkleeberger und dem Störmthaler See ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist geht noch bis zum 29. August. Der gesuchte geeignete Betreiber soll schon ab der kommenden Saison auf dem 252 Hektar großen Markkleeberger See tätig werden und ab 2013 auch den 733 Hektar großen Störmthaler See befahren.
Zu den Anforderungen schrieben die beiden Kommunen im gemeinsamen Papier: „Das Personenschiff des Betreibers muss technisch so beschaffen sein, dass es die Gewässerverbindung (Schleuse, Hubbrücke, Wassertiefe) zwischen beiden Seen passieren kann.“ Außerdem müsse das gesuchte Passagierschiff eine Kapazität von mindestens 115 Personen haben. Als Bauweise werde die eines „Kopflanders“ verlangt. Das Wasserfahrzeug soll neuwertig sowie für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet sein. Außerdem muss es Platz für mindestens zehn Fahrräder bieten und mit einer
WC-Einrichtung versehen sein. Und: Der Antrieb muss die Anforderungen der „Bodenseenorm“ erfüllen.
Der Realisierungs-Zeitplan für die Bewerber ist eng. Ab 2013 sei vom Betreiber sicherzustellen, dass jeweils April bis Oktober auf beiden Seen der Bedarf nach einer regelmäßigen Personenschifffahrt abgedeckt wird. Im Fall des Falles, so verlangt es die Ausschreibung weiter, müsse ein zweites oder auch drittes Personenschiff zum Einsatz kommen können.
Im Gegenzug werden von den Seenkommunen zwei Anlegestellen am Markkleeberger sowie ganze drei Landepunkte am Störmthaler See in Aussicht gestellt. Auch hier erwarten die Planer von den Interessenten einiges Engagement: „Vom Betreiber wird im Jahre 2012 weiterhin die Investition in ein Betriebsgebäude mit Betriebswohnung am Markkleeberger See in unmittelbarer Nähe einer Anlegestelle erwartet, das als Ausgangs- und Versorgungspunkt für die Schifffahrt dient.“ Außerdem sollten die Bewerber in der Lage sein „im Zusammenhang mit der Ausweitung der Personenschifffahrt auf dem Störmthaler See ab 2013“ die „notwendigen Investitionen für eine zweite Basis mit Wirtschaftsgebäude, Helling und Anleger am Störmthaler See auf der Magdeborner Halbinsel“ zu übernehmen.
Die Botschaft dieser recht konkreten Ausschreibung ist klar: Es sind nur ernst gemeinte Zuschriften gewünscht. Da maritime Unternehmer der hier gesuchten Kategorie in der Messestadt noch Mangelware sind, dürfen wir gespannt sein, wer am Ende dieses Rennens über die Ziellinie gegangen sein wird.
Bewerungsunterlagen im Netz:
www.markkleeberg.de
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Landschaftlich einmaliges Stadtquartier zum Leben und Arbeiten: Weitere Erschließung Lindenauer Hafen
(15.08.2011) Nach dem Fördermitteldämpfer vom Frühjahr schreitet die Entwicklung des Lindenauer Hafens weiter voran. Am Freitag erfolgte der Spatenstich zur Vorbereitung der weiteren Erschließung des Geländes. In den nächsten Jahren soll hier ein neues Stadtquartier entstehen. Der Startschuss wurde in Anwesenheit von Vertretern des Freistaates und der Landesdirektion abgefeuert.
Ein Stadtquartier zum Arbeiten und Leben: Lindenauer Hafen. Foto: Stadt Leipzig
Zur nächsten Etappe der Geländeentwicklung teilte das Rathaus mit: „Nach umfassenden Baufeldvorbereitungs- und Freilegungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren sollen nun mit der Trassierung der zukünftigen Erschließung sowie der Überwindung des Höhenunterschiedes zwischen Plautstraße und Hafenareal die Voraussetzungen für die Errichtung der Erschließungsanlagen ab dem Jahr 2012 geschaffen werden.“
Baubürgermeister Martin zur Nedden anlässlich des Spatenstichs: „Der Lindenauer Hafen gehört neben dem Karl-Heine-Kanal zu den wichtigsten Potenzialräumen in Leipzig. Für die geplante weitere Entwicklung und Bebauung dieses landschaftsräumlich einmaligen Stadtareals ist der Bau der Erschließung eine wesentliche Voraussetzung.“ Ab dem Jahr 2013 solle hier ein „multifunktionales, vielfältiges und lebendiges neues Stadtquartier am Wasser entstehen, in dem Wohnen und Arbeiten ein harmonisches Nebeneinander finden werden.“
Die Stadtentwickler erhoffen sich von der Wiederbelebung der Brachenlandschaft auch positive Nebenwirkungen für die umliegenden Viertel: „Die Entwicklung des Hafens soll dabei auch neue, positive Entwicklungs- und Vernetzungsimpulse für die angrenzenden Stadtteile Neu-Lindenau und Grünau setzen. Gestützt werden diese Entwicklungsziele durch die Anbindung des Hafens an das Leipziger Gewässernetz und die Potenzialräume des Leipziger Neuseenlandes.“ Gefördert wird die Maßnahme laut Stadtverwaltung aus dem Programm Revitalisierung von Brachflächen im Rahmen des EFRE-Strukturfonds der Europäischen Union.