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A wie Auenhainer Bucht

Die Auenhainer Bucht ist ein Teil des Ostufers des Markkleeberger Sees. Das Areal soll sich als Sport- und Tourismusbereich entwickeln und etablieren. Größte Einrichtung in der A.B. ist der bereits eröffnete Kanupark Markkleeberg. Südöstlich davon sind schon heute Grundzüge einer Schleuse zu erkennen. Mit ihr soll der Markkleeberger See ab 2011 einen Gewässerverbund mit dem dann vollständig gefluteten Störmthaler See bilden.
Auenhainer Seite des Markkleeberger Sees vom Wachauer Strand aus gesehen. Foto: br

Der nördliche Teil der A. dürfte zukünftig vor allem für Badende und Schwimmende interessant werden. Hier ist im Mai 2008 mit dem rund 500 Meter langen Wachauer Strand der größte Badebereich des Markkleeberger Sees eröffnet worden. Der südöstliche Teil dagegen ist auch für Besucher mit Urlaubssambitionen empfehlenswert. Hier wurde im Juni 2008 das Feriendorf Seepark Auenhain eröffnet. Das Bungalowdorf bietet mit 32 Ferienhäusern ganzjährig die Möglichkeit, Übernachtungen im Neuseenland zu buchen.

Auenhainer Strand im "A bis Z" des Markkleeberger Sees: markkleeberger-see.de

Interview zur Eröffnung des Ferienparks

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A wie Autobahnsee Ammelshain/Ammelshainer See und Kiesgrube Naunhof

Gewässer zwischen Autobahn 14 und Naunhof im Südosten der Messestadt Leipzig. Entstanden scheinbar ab 1936 durch den für die Entstehung der vierspurigen Fernroute zwischen Leipzig und Dresden nötigen Kiesabbau. Der A. ist auch als "Moritzsee" bekannt. "Grillensee" hat sich als Beiname für die angrenzende Kiesgrube durchgesetzt. Beide Seen sind durch einen lediglich rund 100 Meter breiten Waldstreifen voneinander getrennt.
Naunhofer Seen: Kiesgrube Naunhof - ab Juni 2012 wohl auch hier Angeln erlaubt. Foto: br

Über den A. und die benachbarte Kiesgrube Naunhof heißt es bei mitteldeutsche-seenlandschaft.de: „Die aus der Gewinnung der umfangreichen Kies- und Sandlagerstätten im Westteil des Muldentalkreises hervorgegangenen Standgewässer bilden gerade an heißen Sommertagen seit Jahrzehnten beliebte Anziehungspunkte für Badegäste und Sonnenanbeter aus dem weiteren Umkreis. Dazu tragen ihre exzellente Verkehrsanbindung über die Autobahn A14, die vorzügliche Wasserqualität und ihre Einbettung in ein ausgedehntes Waldgebiet maßgeblich bei.“

Die Größe des Ammelshainer Sees wird mit 53 Hektar beziffert; die Oberfläche der Kiesgrube Naunhof soll 35 Hektar betragen. Die Gewässerverwalter von mitteldeutsche-seenlandschaft.de über die Nutzungsmöglichkeiten: „Während der Ammelshainer See bereits seit längerem komplett für Freizeit und Erholung verfügbar ist, trennt im Naunhofer See derzeit noch eine Bojenkette die Erholungsstrände von den Bereichen mit laufender Nassauskiesung.“ Deren Ende sei allerdings absehbar. Laut Anglerverband Leipzig soll die Kiesgrube ab Juni 2012 zum Angeln freigegeben sein.

Am direkt an der Autobahnabfahrt Naunhof gelegenen Ammelshainer See gibt es laut Karte mehrere Badestellen, zwei Parkplätze und einen Surfbereich. Größte Einrichtung an der Kiesgrube Naunhof ist das Freizeit- und Begegnungszentrum „Haus Grillensee“.

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B wie Beach & Boat

"Beach & Boat" ist der Name einer neuen eigenen Wassersport-Schau der Leipziger Messe, die erstmals im Februar 2009 erstmals über die Bühne gegangen ist. Mit der B. soll jeweils pünktlich vor Saisonbeginn Neues zum Thema präsentiert werden. Mit Aktionen, Produkttests, Schnupperkursen, Wettkämpfen und Schauvorführungen soll sich die B. als erste Informations- und Einkaufsquelle des Jahresverlaufes etablieren.
Gelungene Messepremiere: Erste B. mit rund 10000 Besuchern. Fotos: BR

Ergänzend zum Publikumsbetrieb wird alljährlich auch der Fachkongress "Beach & Boat Business" veranstaltet. Mit dem Forum sollen Investoren Einblicke in den noch jungen Wassersportmarkt des Lausitzer und Leipziger Seenlandes bekommen und Kontakte zu Ansprechpartnern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung knüpfen können.

www.beach-and-boat.de

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B wie Bockwitzer See

Der Bockwitzer See entsteht südlich von Leipzig aus dem ehemaligen Braunkohletagebau Borna-Ost. Die einstige Grube wurde laut Wikipedia zwischen 1993 und 2005 durch ansteigendes Grundwasser geflutet. Wie die Netz-Enzyklopädie weiter zu berichten weiß, wird der B. am Nordufer zur naturverbundenen Freizeiterholung genutzt und soll 2003 in ein Naturschutzgebiet umgewandelt worden sein.
Wald, Wasser, menschenleer: Der Bockwitzer See im Jahr 2010. Foto: Bernd Reiher

Bei freizeitabenteuer.de heißt es über den B.: „Unter fachkundiger Betreuung durch die am Ort ansässige Ökologische Station Borna-Birkenhain konnten sich hier Biotopstrukturen zwischen Orchideenstandorten, Uferschwalbenkolonien und 'Vogelinseln' ausbilden, die im Leipziger Neuseenland ihresgleichen suchen.“ Geführte Wandertouren würden Interessenten beste Möglichkeiten geben, Natur zu erleben, ohne wertvolle Lebensräume zu stören. Im Osten grenze das Waldgebiet „Fürstenholz“ unmittelbar an den B. Das Gewässer sei am besten vom Aussichtspunkt an der B176 zu überschauen.

Das Portal seenkompass.de spricht angesichts des B. von 170 Hektar Wasserfläche und knapp acht Kilometern Uferlänge. Als Besonderheit wurde vermerkt: „Das einzige saure Gewässer im Südraum Leipzig durch den Einfluss von Kippen.“ Dazu wiederum heißt es bei freizeitabenteuer.de: „In jüngster Zeit zeigt sich der Bockwitzer See in auffallend türkisblauer Farbe.“ Eine Färbung, die auf „Neutralisierungsmaßnahmen durch gezielte Sodaeinträge zurückzuführen“ sei.

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B wie Boot Sachsen

Die "Boot Sachsen" war eine Saisonauftaktmesse zum Thema Wassersport in Leipzig. Sie wurde nur einmal im Jahr 2008 durchgeführt und fand dabei auf der Agra statt.

www.boot-sachsen.de

Interview mit dem Messesprecher/Thema: erste Bilanz der Premieren-Ausgabe

Fehler? Korrekturbedarf? Hinweise? Mail an: redaktion@radioneuseenland.de
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B wie Buen Retiro

Insel mit Gasthof in einem der ehemaligen Schimmel´schen Teiche im heutigen Musikviertel. Die Kleingewässer samt zugehörigem Schimmel´schen Gut sind laut Musikviertel e.V. in jene Gegend einzuordnen, die heute zwischen der Kaufhalle Grassistraße und dem Bundesverwaltungsgericht liegt.
Buen Retiro um 1860: Ausschnitt Stahlstich A.H.Payne. Quelle: Stadtgeschichtl. Museum Leipzig

Fragt man sich durch die Messestadt, ist beim Thema "Buen retiro" heute meist nur noch ein Schulterzucken zu sehen. In der Wikipedia heißt es über das Eiland, das Lokal und seinen Besitzer: "Zum Schimmelschen Gut gehörten drei Teiche, in deren größtem sich eine Insel befand. Der Landwirt Johann Friedrich Schimmel hatte das Gut 1823 erworben und richtete auf der Insel ein bei den Leipzigern sehr beliebtes Restaurant ein, das man über einen Holzsteg oder per Kahn erreichen konnte." Eben für jene Wirtschaft habe der Gastro-Bauer den Namen "Buen retiro" gewählt, was auf deutsch ungefähr soviel heißt wie "Gute Zuflucht".

Schimmelsche Teiche und der Floßplatz in der "Zeitung aus dem Musikviertel"
Musikviertel in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Musikviertel_(Leipzig)

Originalbild des Stahlstiches: Objektdatenbank des Stadtgeschichtlichen Museums

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C wie Cospuden

Das Dorf Cospuden war ein Ortsteil von Markkleeberg. Es musste ab 1974 dem Braunkohletagebau weichen. Der Name geht auf den einstigen Gutbesitzer Heinricius de Kozebude zurück. Ab ca. 1600 wurde in Cospuden Papier produziert. Seit 1742 wird der Ort in Johann Sebastian Bachs Bauernkantate erwähnt. Eingemeindungen brachten das Dorf 1885 mit Zöbigker und 1937 mit Markkleeberg zusammen. Zwischen 1981 und 1990 wurde im Tagebau Cospuden Braunkohle gefördert. Die Flutung des Restloches begann 1993. Abschluß des Landschaftswandels war im Jahr 2000 die Eröffnung des Cospudener Sees.

www.cospuden.de

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C wie Cröbern

Cröbern war ein Dorf südlich von Markkleeberg-Ost. Benachbarte Orte waren unter anderem das ebenfalls abgebaggerte Crostewitz und die noch heute als Markkleeberger Ortsteile bestehenden Dörfchen Wachau und Gaschwitz. Cröbern war in den 60er und 70er Jahren umgesiedelt worden und fiel 1972 mit dem Beschluß zur Kohlepolitik dem Braunkohletagebau zum Opfer. Zuletzt hatte es 1750 Einwohner.
Die Gösel mit Steg, Angler und Schwänen an der Wäscherei Reiher: Cröbern in den 1930er Jahren. Fotos: Curt Reiher

Über die letzten Jahrzehnte des Dörfchens heißt es in der Wikipedia: „Der bis ins 19. Jahrhundert rein bäuerliche Charakter von Cröbern und Crostewitz änderte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts insofern, als in Cröberns Norden und Westen Siedlungshäuser und Villen entstanden.“

Der Online-Enzyklopädie zufolge sei 1967 die Umsiedlung der Bevölkerung von Cröbern und Crostewitz begonnen worden, da die gesamte Fläche im Aufschlussbereiches des Tagebaus Espenhain lag. Die Gebäude seien abgerissen worden und das Gelände überbaggert. Aus der Kirche habe man die wertvolle Friederici-Orgel gerettet. Sie sei seitdem in der Katharinenkirche von Großdeuben zu hören.

Dorfgeschichte im Markkleeberger Online-Archiv:

Weitere Bilder:

www.markkleeberg.de
Ortsansicht bei markkleeberg.de

Peterman´scher Hof bei cröbern-1813.de

Bachlauf der Gösel bei cröbern-1813.de

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C wie Cröberner Holz

Waldstück südlich des heutigen Markkleeberger Sees. Der Name geht auf die Ortschaft Cröbern zurück, die sich hier in unmittelbarer Nachbarschaft zum Örtchen Gaschwitz befand. Das Dörfchen Cröbern wurde in den 1970er Jahren umgesiedelt und fiel danach dem Braunkohletagebau zum Opfer.

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E wie Elsterbecken

Das Elsterbecken ist ein künstliches Flussbett in Leipzig. Das rund 2600 Meter lange und 150 Meter breite Areal erstreckt sich vom Palmengartenwehr bis zum Unteren Elsterwehr im Auenwald. Errichtet wurde es als Teil des Leipziger Hochwasserschutzes in den Jahren 1912 bis 1922.

An seinem Ostufer finden sich heute neben dem Zentralstadion unter anderem auch der Richard-Wagner-Hain und im Sommer der zum Bio-Imbiss umgebaute Zirkuswagen “Zierlich manierlich”. Außerdem geht hier alljährlich der “Hörspielsommer” über die Bühne. Die Westseite des Elsterbeckens ist unter anderem für solche Einrichtungen wie Händel-Ufer, Palmengarten und Heinrich-Heine-Park mit dahinterliegendem Kleinmesse-Gelände am Cottaweg bekannt.
Immergrün für zentrumsnahe Erholungsmaßnahmen am Wasser: Das Elsterbecken mit Zeppelin- und Landauer Brücke. Fotos: Bernd Reiher

Aufgrund von Sedimenteinträgen aus Weißer Elster und Pleiße hatte das E. lange Zeit nur noch eine geringe Wassertiefe. Ausbaggerungsaktionen gab es immer wieder. Eine der letzten fand im Jahr 2005 zwischen Palmengartenwehr und Zeppelinbrücke statt – im Frühjahr 2009 wurde der Teil zwischen Landauer und Zeppelinbrücke bearbeitet. Trotzdem ist das Gewässer selbst für Paddler heute nur beschränkt befahrbar.

Über die Jahre sind außerdem kleine Inseln entstanden, die vor allem bei fliegendem Kleingetier als Refugium sehr beliebt sind. Aus diesem Grund ist eine Beseitigung dieser Eilande wiederum aus umweltschützerischer Sicht mittlerweile höchst umstritten.

Ende 2011 gab es für das Elsterbecken deutschlandweite Aufmerksamkeit, allerdings aus weniger rühmlichen Gründen: Im Spätherbst war an seinen Ufern eine menschliche Leiche in Teilen gefunden worden.

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E wie Elsterstausee

Der Elsterstausee liegt südlich Leipzigs, westlich des Cospudener Sees. Das künstliche Gewässer wurde 1933 im Rahmen von Hochwasserschutzmaßnahmen angelegt. Die Oberfläche wird mit ca. 50 ha angegeben. In der Tiefe sind bis zu 3 m gemessen worden. Seit der Halbierung in den 70er Jahren sind Pumpen nötig, um den Wasserstand zu regulieren. Der Elsterstausee gilt als beliebtes Angler- und Fischerdomizil. Zusammen mit dem Kulkwitzer See war er lange Zeit das einzige größere Gewässer der Stadt. Der Bestand war nicht immer gesichert. Aktuell ist der See leer – eine unterirdische Wasserader soll für unkontrollierten Abfluß und damit das Verschwinden der Wassermassen gesorgt haben.
Elsterstausee im Sommer 2008. Rohre der provisorischen Flutungsaktion im Frühjahr. Fotos Bernd Reiher

Im Frühjahr 2008 gab es eine privat initiierte Flutungsaktion. Dabei wurde mittels mobiler Pumpen und einem Notstromaggregat Wasser aus der tiefer gelegenen Elster in den auf das ursprüngliche Gelände aufgesetzten Wasserspeicher gepumpt. Nach dem Abbau der Notleitung begannen die Pegel wieder zu sinken.
Elsterstausee in guten Tagen. Foto: Karl Cramer. Quelle: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Die Zukunft des Speichers bleibt weiter ungewiss. Die Stadt spricht angesichts der nötigen Sanierung von einem Finanzbedarf in Höhe von 15 Mio. Euro, die sie nicht hat. Auf Pächterseite fällt ob solch einer Summe das Wörtchen "Totschlagargument". Hier wird davon ausgegangen, dass das Gewässer auch für einen Bruchteil dieser Summe gerettet werden könnte. Laut städtischem Umweltamt wurde mit Bekanntwerden der angespannten Situation im April 2007 zur Sanierung ein Antrag beim Sächsischen Oberbergamt eingereicht. Eine Entscheidung soll aber noch nicht gefallen sein. Rathausangaben zufolge seien damit "unter den derzeit gegebenen Umständen alle Möglichkeiten zur Erhaltung des Elsterstausees" genutzt worden.

www.lizzy-online.de

www.elsterstausee.de

Interview mit Ingo Sasama Stadtrat/Förderverein

Interview mit Karl Heyde vom NaBu Leipzig
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G wie Getzelauer Insel

Die Getzelauer Insel ist Teil des Markkleeberger Sees. Sie liegt am Südrand des Gewässers und gehört zu einem Vorranggebiet für Natur und Landschaft. Speziell befestigte Wege sollen dafür sorgen, daß das Biotop ohne Schäden für Standgewässer, Wäldchen und Trockenrasenflächen betreten werden kann.
Markkleeberger See, Getzelauer Insel, September 2011. Foto: Bernd Reiher

Getzelau war ein Dorf südlich von Leipzig und soll im 16. Jahrhundert devastiert bzw. zerstört/verwüstet worden sein.

Getzelau in der Wikipedia

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G wie Großstolpener See

Der G. findet sich rund 5 Kilometer östlich von Groitzsch. Das Gewässer ging aus dem ehemaligen Tagebau Schleenhain hervor. Der Badesee hat eine Wasseroberfläche con zirka 36 Hektar und ist mit einem 100 Meter langen Sandstrand ausgestattet. Zusätzlich sind Liegewiese, Grillplatz, ein Volleyballplatz und ein Imbiss vorhanden.

www.groitzsch.de

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H wie Haselbacher See

Der Haselbacher See dürfte das wohl südlichst gelegene Gewässer des ganzen Neuseenlandes sein. Finden lässt er sich 8 Kilometer südwestlich von Borna und 2 Kilometer westlich von Regis-Breitingen. Laut Wikipedia liegt der H. zu rund drei Vierteln im Landkreis Leipzig (Sachsen); rund ein Viertel gehöre zum Landkreis Altenburger Land (Thüringen). Weitere angrenzende Kommunen außer R.-B.: Deutzen, Haselbach, Wintersorf.
Grenzgewässer: Haselbacher See zwischen Sachsen und Thüringen. Foto: LMBV/Peter Radke

Laut Seenkompass.de wurde der H. in den Jahren 1993 bis 1999 geflutet. Die Wasserfläche wird mit 335 Hektar angegeben. Die Uferlänge soll 8,2 Kilometer betragen. Als Nutzungsziel ist „intensive Erholung“ vermerkt. Als Nutzungsmöglichkeiten werden Angeln, Tauchen und Wassersport angegeben. Auch ein Badestrand sowie Rad- und Wanderwege sollen vorhanden sein. Zu erreichen ist der H. unter anderem über die B93.

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H wie Harthsee

Der Harthsee ist ein Tagebaurestsee auf dem Gebiet des ehemaligen Braunkohletagebaus Borna-Ost. Das Gewässer findet sich an der Südseite des Bockwitzer Sees. Seine Wasseroberfläche wird mit 65 Hektar angegeben. Als Uferlänge sollen runde 3000 Meter gemessen worden sein. Die Flutung ist abgeschlossen. Am Ende aller Entwicklungsmaßnahmen soll ein Naherholungsgebiet mit Campingplatz, Strand und Imbiß entstanden sein. Bei den Entstehungsprozessen werden die kommunalen Träger laut Wikipedia auch durch einen Harthsee-Vereinunterstützt.

www.anglerverband-leipzig.de
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H wie Henriette

Der Bootstyp "Henriette" ist die kleinere Variante des LeipzigBootes. Laut Bootsbauer Reiner Kehr wurde es entwickelt, um „privaten Nutzern ein Familien-Boot zur Verfügung zu stellen, das jeder selber fahren kann. Ob er es kauft oder chartert: er kann damit selber fahren.“ Die "Henriette" könne dem Bootsbauer zufolge führerscheinfrei durch das Leipziger Neuseenland bewegt werden. Kehr dazu: „Hier braucht keiner einen Führerschein, denn die Pflicht besteht nur auf Bundes- und Landeswasserstraßen – die haben wir hier nicht.“
Speziell für Neuseenland, auf der BB aber eines von vielen: Das LeipzigBoot. Fotos: br

Die "Henriette" hat eine Länge von 6,80 Meter inklusive Motor. In der Breite misst sie 2,35 Meter und ist damit sogar noch etwas breiter als das bisher bekannte LeipzigBoot. Dafür kommt sie mit einer Liegefläche von 1,90 x 1,40 Meter daher und bietet Schlafplatz für 4 Personen. Entwickler Kehr zusammenfassend zur "Henriette": „Ein offenes motorgetriebenes Fahrzeug mit der Option einer zeltartigen Überdachung, damit ähnlich wie dem Campinggeschehen Übernachtung und Wasserwandern möglich wird.“

In Sachen Antrieb wird auch weiterhin auf emmissionsarme Kraftpakete geachtet. Im Falle der "Henriette" handelt es sich um einen auf Erdgas umgerüsteten Außenborder mit angeflanschtem Elektromotor. Das Zusatzaggregat wird laut Kehr gebraucht, „um den Floßgraben befahren zu können.“ Als Preis gab der Markkleeberger Bootsbauer auf der "Beach & Boat" im Februar 2009 rund 65000 Euro brutto zu Protokoll.
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K wie Kanupark Markkleeberg

Der Kanupark Markkleeberg ist eine künstliche Wildwasserbahn am Nordostufer des Markkleeberger Sees. Das Objekt wird als “die modernste Wildwasseranlagen Europas” gepriesen. Entstanden ist es im Zuge der Leipziger Bewerbung um die olympischen Spiele 2012.
Käufliches Abenteuer im künstlichen Wildgewässer: Kanupark, September 2010. Foto: B. Reiher

Die Sportstätte besteht aus zwei Teilbereichen. Die Wettkampfstrecke hat nach Betreiberangaben eine Länge von 270 Metern und misst 8,40 Meter in der Breite. Der Höhenunterschied zwischen Start- und Zielbecken soll 5,20 Meter betragen. Der Trainingsparcours soll der Verwaltung zufolge 130 Meter lang und rund 5,70 Meter breit sein. Hier betrage der Höhenunterschied zwischen Start- und Zielbecken 1,80 Meter.

Bei Umweltschützern ist der K. wegen seines Energiehungers nur mäßig beliebt. Über die Leistung und damit den Bedarf heißt es bei kanupark-markkleeberg.com: “Die Pumpenanlage im Kanupark umfasst insgesamt 6 Aggregate, die zusammen eine Volumenförderleistung von ca. 28.000 Litern pro Sekunde aufweisen bei einer Gesamtleistung von ca. 2.800 PS.”

Eröffnet 2007 erwies sich der K. zumindest an Veranstaltungstagen als Besuchermagnet. Angeboten werden Wildwasser-Rafting und Wildwasser-Kajak. 2008 wurden hier unter anderem Qualifikationen für die Olympischen Spiele in Peking und der internationale C-Wettkampf im Kanu-Slalom ausgetragen.

Über die Entwicklung der Besucherzahlen heißt es von den Betreibern: “In seiner zweiten Saison 2008 konnten 15.300 Freizeitsportler sowie über 260.000 Besucher im Kanupark begrüßt werden. 2009 nutzten 18.350 Gäste die Wildwasser-Angebote und 330.000 Besucher besuchten den Kanupark als Zuschauer.” 2011 hätten wieder “mehr als 20.000 Wassersportbegeisterte die Angebote des Kanuparks” wahrgenommen.

www.kanupark-markkleeberg.de

Interview mit Christoph Kirsten/Sport- und Tourismusmanager Kanupark
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K wie Kap Zwenkau

Kap Zwenkau ist die Bezeichnung für die nördlichste Spitze des Südufers des zukünftigen Zwenkauer Sees. Bis Flutungsende 2014 sollen hier ein Hafen und ein Seebad entstanden sein. Östlich der Landzunge sind nach bisherigen Planungen schwimmende Häuser vorgesehen. Ehrgeiziges Projekt ist eine Seilbahn-Verbindung zwischen Kap Zwenkau und dem Nordufer des Zwenkauer Sees. Eine Grafik findet sich hier.
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K wie Karl-Heine-Kanal

Der Karl-Heine-Kanal ist ein Relikt der Industrialisierung des Leipziger Westens und wurde als erster Teil einer schiffbaren Verbindung von Weißer Elster und Saale angelegt. Seine Länge wird mit 2,6 Kilometern angegeben. Der Beginn findet sich an der Weißen Elster in Höhe der Buntgarnwerke in Plagwitz. Der Kanal führt zunächst unter der Nonnenstraße und der Erich-Zeigner-Allee hindurch. Weitere Koordinaten sind die Zschochersche Straße, die Weißenfelser und die Karl-Heine-Straße.
Macht Klein-Paris zu Klein-Venedig: Der Karl-Heine-Kanal vom Wasser aus gesehen. Foto: br

Das derzeitige Ende findet sich kurz vor der Lützner Straße an der Luisenbrücke unweit des Café "Kanal 28". Der Durchstich zum Lindenauer Hafen ist in Planung. Die künstliche Wasserstraße wurde ab 1856 auf Initiative des Leipziger Rechtsanwalts Dr. C. Heine angelegt.

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K wie Kulkwitzer See

Der Kulkwitzer See ist ein Tagebaurestsee im Westen von Leipzig. Die Flutung erfolgte in den 60er Jahren. Die Tiefe des „Kulki“ wird mit 36 Metern angegeben. Bei den Flächenangaben werden 1,7 km² genannt. Zur Ausstattung gehören u.a. ein Campingplatz, diverse Imbisse, eine Wasserski-Anlage und ein Bootsverleih.
Baden, segeln, tauchen, campen: Kulkwitzer See zwischen Markranstädt und Grünau. Foto: br

Besondere Wahrzeichen sind ein kleiner Leuchtturm und die 53 Meter lange "Alte Frieda", ein zur Gaststätte umgebauter ehemaliger Saale-Lastkahn. Das Schiff wurde 1972 nach Kulkwitz gebracht und zur Schiffsgaststätte MS LEIPZIG umgebaut. Mit seiner Eröffnung im Jahr 1973 ist das Naherholungsgebiet Kulkwitzer See offiziell eingeweiht worden. Rettungsringe sind an Bord des Restaurants allerdings weniger nötig, da der Schiffskörper oberhalb der Uferpromenade an Land aufgestellt worden ist. Der Kulkwitzer See zählt laut Wikipedia zu den besten zehn Tauchgewässern Deutschlands. Ursache dafür sollen eine vielfältige Unterwasserflora und gute Sichttiefen sein.

www.kulkwitzersee.com

Tauchvideo bei youtube.de

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Textanzeige: Alte Wäscherei Holzhausen

Gewerbe- und Lagerhof an der S78 (ehemalige B186) im Südosten Leipzigs. Räume gesamt: 200 qm². Zusätzlich: Aufenthaltsraum mit Heizung und Dusche. Derzeit frei: 150 qm² Stellfläche auf dem Hof. Boote und Wohnmobile willkommen. Netzinfo: www.altewaescherei.wordpress.com

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L wie Lauer

Der Waldsee Lauer findet sich am westlichen Ende Markkleebergs nördlich des Cospudener Sees an der Straße nach Großzschocher. Seine Größe wird mit rund 9 Hektar angegeben. Die Wassertiefe soll bis zu 5 m betragen. Das auch als Waldbad Lauer bekannte Gewässer ist seit 2006 durch eine Schleuse mit dem Cospudener See verbunden. Mit dem Bauwerk wird ein Wasserspiegelunterschied von 0.90 m überbrückt. Lauer und Wehr sind als Teil einer schiffbaren Verbindung von Neuseenland und den Leipziger Stadtgewässern geplant.

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L wie Lehmlache Lauer

Die „Lehmlache Lauer“ findet sich südlich der Brückenstraße unweit der westlichen Stadtgrenzen Markkleebergs. Das Naturschutzgebiet wurde mit der Verordnung des Regierungspräsidiums Leipzig vom 14. April 1999 unter Schutz gestellt. Der Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen entwickelte sich aus einer ehemaligen Lehmgrube, mit deren Rohstoffen in den 60er Jahren der Damm des Elsterflutbettes erhöht worden ist.

Feuchte Lebensräume wie die Lehmlache sind mittlerweile selten. In ihr sind auf engstem Raum mehrere seltene geschützte Lebensräume vernetzt. Dazu gehören Reste des ehemaligen Auewaldes der Lauer, offene Wasserflächen, die Paußnitz als naturnahes Fließgewässer mit Überschwemmungsbereichen, Röhrichte, Seggenriede, Wiesenbrachen und wechseltrockene Auwiesen sowie Gebüsche.

Das Betreten ist nicht erlaubt, um die verschiedenartigen Lebensräume in ihrer Entwicklung so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

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L wie Leipzig-Boot

Das Leipzig-Boot ist ein für die Leipziger Fließgewässer und das Neuseenland optimiertes und angepasstes Wasserfahrzeug. Bei der Entwicklung standen vor allem geringer Tiefgang, geringe Wellenbildung und ein umweltschonenden Antrieb auf dem Wunschzettel. Nach langer Zeit der Planung ist das Boot im Frühjahr 2008 getauft worden. Seitdem können auch Bestellungen für das Gefährt abgegeben werden.
Großer Bahnhof vor der Jungfernfahrt: Teilnehmer bei der Taufe des LeipzigBootes. Fotos: br

Entstanden ist das LeipzigBoot in der Rana-Boot Gmbh. Sie war zunächst ein Joint-Venture der Markkleeberger Bootsbau Kehr GbR und der Leipziger Service-Betriebe LSB. Mit dem Ende der Entwicklungsarbeiten soll das Boot in zwei Varianten erhältlich sein. Einmal als Mehrpersonenboot und zum anderen als Familien- und Sportboot mit Kajüte. Was das LeipzigBoot kosten soll, darüber liegen noch keine konkreten Angaben vor. Ein Verkaufspreis im vierstelligen Bereich kann jedoch schon jetzt ausgeschlossen werden. Nachtrag November 2011: Seit diesem Sommer ist das LeipzigBoot auch auf "Kurs 1" zwischen Stadtgewässern und Seen im Südraum unterwegs.
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L wie Leipziger Eck

Das Leipziger Eck ist eine Landzunge am Zusammenfluss von Pleiße- und Elsterflutbett in Leipzig. Das Areal befindet sich südwestlich des Zentrums nördlich des Schleußiger Wegs. Laut Leipzig-Lexikon existiert die Bezeichnung Leipziger Eck seit 2003 als Name des auch so genannten Beipert-Zipfels.
Am Tage unsichtbar: Ritchie Riedigers "Goldener Reiter" am Leipziger Eck. Foto: Bernd Reiher

Auf der Halbinsel ist die Kanuabteilung des SG LVB Leipzig untergebracht. An ihrer Spitze ist seit ebenfalls 2003 der "Goldene Reiter", eine Lichtinstallation von Ritchie Riediger, stationiert. Wassersportler finden am Leipziger Eck eine Ausleihstation für Kanus und Solarboote.

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L wie Lindenauer Hafen

Wasserseitig ungenutzter Schiffsanleger im Westteil der Messestadt nördlich der Lützner Straße zwischen Lindenau und Grünau. Baubeginn war 1938. Im Jahr 1943 sind die Arbeiten eingestellt worden. Trotz dass ein großer Teil der Gebäude damals fertig geworden war, ist der Hafen in den 70 Jahren seines Bestehens nie entsprechend seiner Bestimmung genutzt worden. Für den Fall der kompletten Fertigstellung waren zwei große Hafenbecken á 1000 Meter Länge geplant. Entstehen sollte ein Umschlagplatz besonders für die im Westteil Leipzigs ansässigen Industrie-Betriebe. Die errichteten Gebäude werden heute von einer Futtermittelfirma genutzt oder verfallen teilweise.
Zwischen Dornröschenschlaf und Ruhe vor dem Sturm: Lindenauer Hafen. Fotos: br

Das Vorhaben Hafennutzung erlebt gerade in den letzten Jahren einen neuen Aufschwung. Seit Frühjahr 2008 wird konkret am nötigen Durchstich zum Karl-Heine-Kanal geplant, denn trotz seines Alters hat der Hafen keine Verbindung zu einem seiner benachbarten Gewässer. Die Pläne dafür entstehen im Büro Häfner/Jiménez. Die Architekten waren unter anderem schon am Entstehen des Grünen Bogens Paunsdorf, der Spandauer Havelpromenade und des Wasserflugplatzes Sedlitz beteiligt.

Nach seinem Umbau soll das Areal voraussichtlich zum Wohnen sowie für touristische und freizeitliche Unternehmungen genutzt werden. Die Wiederbelebung erfuhr im Frühjahr 2011 einen Dämpfer, als die Vergabe von angepeilten Fördermitteln vom Freistaat an eine hohe Zahl von zu schaffenden Arbeitsplätzen gebunden wurde. Mittlerweile wird in der Stadtverwaltung laut über eine Kredit-Finanzierung durch ein Förderprogramm der Europäischen Union nachgedacht.

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M wie Markkleeberger See

Der Markkleeberger See ist der jüngste See des Leipziger Neuseenlands. Das Gewässer wird auch als „Tor zum Neuseenland“ oder „Sportsee des Neuseenlandes“ bezeichnet. Der M. ist im Juli 2006 als Badegewässer und für den Bootsverkehr eröffnet worden. Die Wasseroberfläche wird mit rund 252 ha angegeben. Der zukünftige Endwasserstand soll laut Wikipedia bei 113 m über NN liegen.
Kanupark, Leuchtreklame, Vorbote der Schleuse und Strandcafé am Markkleeberger See. Fotos: br

Einrichtungen des Markkleeberger Sees siAnd u.a. der 2007 eröffnete Kanupark Markkleeberg, der Wachauer Strand, das Feriendorf Seepark Auenhain und die Seepromenade am Nordufer. Hier ist im Herbst 2008 das Strandcafé Markkleeberg eröffnet worden. Mittlerweile hat sich auch das Lokal "Weinbeißerei" angesiedelt.

Der M. hat sich im Jahr 2008 als neuer Besuchermagnet des Neuseenlandes erwiesen. Allein ein Fischerfest am 28. September soll rund 10000 Leute an die Seepromenade gelockt haben. Das erst im Sommer eröffnete Feriendorf Seepark Auenhain konnte Ende des Jahres auf 16000 belegte Gästebetten verweisen. Der Kanupark konnte in seiner zweiten Saison runde 260000 Besucher an seinen Eingangspforten zählen.

Am Südufer des M. weidet seit Frühjahr 2008 eine Bisonherde. Sie war aus dem Erzgebirge eingeflogen worden und soll unter anderem für Nachschub in der Küche und auf der Ladentheke des Seeparks Auenhain sorgen. Nachtrag November 2011: Westlich des Strandbades ist im Spätsommer ein Erlebnisrastplatz mit Seilkletteranlage entstanden. Im Bau ist derzeit ein Auslaufbauwerk zur Kleinen Pleiße und dem ehemaligen Pleißebad.

www.neuseenland-camping.de

www.markkleeberger-see.info

www.seepark-auenhauin.de

www.kanupark-markkleeberg.de

Interview mit den See-Bewirtschaftern
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M wie MJ Sealady

Die MJ „Sealady“ ist ein Motorkajütboot der Baureihe „Adler 34“ und verkehrt als Charterschiff seit 24. Juni 2009 auf dem Cospudener See. Eigner der „Sealady“ ist die Tourismus- und Freizeitservice GmbH mit Sitz in der Leipziger Bernhard-Göring-Straße 92. Die Firma der Kapitäne Zeidler und Sporleder ist auch als Eigner von MS „Cospuden“ und „Solaria 1“ bekannt.
Adler 34, 1969 gebaut, 2009 restauriert: Die MJ "Sealady". Foto: br

Die MJ „Sealady“ hat bei einer Länge von 10,35 Metern eine Breite von 3,20 Meter. Das Gewicht wird mit sechs Tonnen angegeben. Maximal zehn Personen können mit ihr befördert werden. Angetrieben wird das Boot laut Landratsamt von einem Diesel-Motor mit einer Leistung von etwa 68 kW. Die MJ „Sealady“ wurde 1969 gebaut und 2009 restauriert.
www.sealady.de

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M wie MS Cospuden

Die MS "Cospuden" ist ein Fahrgastschiff auf dem Cospudener See. Der Ausflugsdampfer soll früher in den Amsterdamer Grachten unterwegs gewesen sein und verkehrt seit dem 25. März 2000 auf dem Gewässer im Leipziger Süden. Das Schiff bietet bis zu 80 Personen Platz. Die Passagiere können zwischen einem Ober- und einem Unterdeck wählen. Heimathafen ist die Marina "Pier 1" im Zöbigker Winkel. Besitzer ist die Tourismus und Freizeit GmbH.
Bug, Deck, Steuerbord: die MS Cospuden im September 2008. Fotos: Bernd Reiher

Eine Fahrt mit der MS "Cospuden" dauert ca. eine Stunde. Neben Passagierfahrten kann sie auch für Charterfahrten gebucht werden. Seit Ostern 2008 kommt die MS "Cospuden" mit einem neuen Farbkleid dahergeschwommen. In Abstimmung mit der neuen Inneneinrichtung dominieren auch außen jetzt die Farben rot und weiß.
www.aufinsabenteuer.de

Wikipedia-Foto

Farbfoto

Interview mit Frank Sporleder/Betreiber MS Cospuden
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M wie MS Santa Barbara

MS "Santa Barbara" ist das erste Fahrgastschiff, das auf dem Zwenkauer See verkehren darf. Das 26 Meter lange Boot ist seit Juli 2008 auf dem noch nicht vollständig gefluteten Gewässer unterwegs. Vorher diente es in gleicher Funktion auf der Müritz und dem Plauer See. Hier war es unter dem Namen „Walküre“ bekannt.
30.000 Fahrgäste auf dem Zwenkauer See: MS "Santa Barbara" im Dezember 2011. Foto: br

Das mittlerweile auf den Namen der Schutzpatronin der Bergleute getaufte Wasserfahrzeug wurde 1957 in Oberkassel gebaut. Auf seinen drei Schiffsebenen können bis zu 150 Passagiere befördert werden. Die Betreiber über den Umzug in den Leipziger Südraum: „Am 25. Juni 2008 erfolgte die Verladung des Schiffes in Petersdorf auf einen 32 Meter langen Spezialtransporter. Um die rund 300 km Wegstrecke über Land zurücklegen und die Autobahnbrücken passieren zu können, mussten alle Aufbauten einschließlich des Steuerhauses demontiert werden. Nach zwei Nachtfahrten erreichte das Schiff am 27.Juni 2008 erstmals Zwenkauer Boden. Am gleichen Tag wurde es mittels Spezialkran in den entstehenden Zwenkauer See gehoben, aus dem noch vor weniger als 9 Jahren der letzte Kohlezug gefahren wurde.“

Hier wurden zunächst die Aufbauten wieder verschweißt, ein neuer Anstrich aufgetragen und der Innenraum neu eingerichtet. Nach zwei Wochen Arbeit wurde das Schiff am 12. Juli 2008 auf den Namen „Santa Barbara“ getauft. Der Fahrgastbetrieb auf dem Zwenkauer See ist am 13. Juli 2008 aufgenommen worden.

Die Eigner über Ausstattung und Nutzungsmöglichkeiten: „Im neu ausgebauten Hauptdeck befinden sich die Bar, die Messe, die Captain's lounge und die Toiletten. Die Nutzung ist Wetter unabhängig und somit ganzjährig möglich. Die Raumaufteilung des Hauptdecks lässt besonders für Gruppenveranstaltungen vielfältige Lösungen zu.“

www.ms-santa-barbara.de

Interview mit Thomas Nagel/Kapitän MS Santa Barbara
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M wie MS Weltfrieden

Die MS Weltfrieden ist ein 1945 in Parchim gebautes Motorschiff, das heute auf dem Karl-Heine-Kanal und der Elster unterwegs ist. Das Schiff hat eine Länge von 10,80 Meter und ist zirka 2,60 Meter breit. 25 Passagiere können befördert werden. Kabinenunterbringung ist dabei lediglich für den Kapitän vorgesehen. Seine Wirkungsstätte wurde in der Schiffsmitte untergebracht. Der Werdegang der Weltfrieden ist gut durchmischt. Ab Mitte der 60er Jahre soll sie Eigentum der Städtischen Bäder Leipzig gewesen sein. 1990 wurde sie außer Betrieb genommen und auf dem Leipziger Auensee zwischengeparkt. 1994 Verkauf an ein Ehepaar aus Brandenburg. Danach Schenkung an einen Förderverein und weitere Übergabe an die Leipziger Erich Liebisch und Martin Schulte. Sie verbrachten das Schiff nach Dresden-Laubegast, ließen die werftmäßige Instandsetzung durchführen und machten es mit Hilfe der Stadt und der ABS Maschinen- und Anlagenbau GmbH wieder fahrbereit.
MS Weltfrieden auf dem Karl-Heine-Kanal. Fotos: Bernd Reiher

Seit Pfingsten 1998 fährt die MS Weltfrieden wieder, jetzt vor allem auf dem Karl-Heine-Kanal. Im Jahr 2008 machte die MS Weltfrieden Schlagzeilen als Kulturkahn. Damals war sie im Mai Schauplatz eines Dampferkonzertes mit der Bolschewistischen
Kurkapelle Schwarz-Rot aus Berlin. Quelle und weitere Infos: www.ms-weltfrieden.de

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N wie Naunhofer See

Der Naunhofer See, auch Grillensee genannt, findet sich circa 15 km östlich von Leipzig direkt an der A14 Leipzig-Dresden. Die Kiesgrube wird wohl noch heute ausgebeutet und gleichzeitig als Badesee genutzt. Die hier gewonnenen Rohstoffe wurden zunächst für den Neubau der Schnellstraße zwischen Landeshauptstadt und Messemetropole benötigt. Später sollen aus ihnen auch Bauelemente der Plattenbausiedlung Leipzig-Grünau geformt worden sein. Die Wasseroberfläche wird mit rund 57 Hektar angegeben. In der Länge sollen 1000 Meter gemessen worden sein.

Vom Planungsverband Westsachsen heißt es über den Stand der Abbauarbeiten im Naunhofer See: "Während der Ammelshainer See bereits seit längerem komplett für Freizeit und Erholung verfügbar ist, trennt im auch „Grillensee“ genannten Naunhofer See derzeit noch eine Bojenkette die Erholungsstrände von den Bereichen mit laufender Nassauskiesung, deren Ende allerdings absehbar ist."
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N wie Nordstrand Cospuden

Der Nordstrand Cospuden ist der älteste Strand des Leipziger Neuseenlandes und soll der längste Sandstrand Sachsens sein. Eröffnet wurde er im Jahr 2000, damals im Rahmen eines EXPO-Projekts. Besondere Merkmale sind künstliche Dünen, Strandpavillons und eine Steganlage samt Anlegestelle. Der Sandstrand am Nordufer des Cospudener Sees hat eine Länge von 1 Kilometer und ist durchschnittlich 30 m breit.

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O wie Ostuferweg

Östlicher Teil des Uferrundweges um den Cospudener See mit Anschluss unter anderem an die Gutsstraße und den Mühlweg sowie Übergang zum Golfplatz, dem Seehaus, den Dünenhäusern, dem Zöbigker Schloss sowie zum Sandstrand des Ostufers.
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P wie Pier 1

Die Marina "Pier 1" ist eine Hafenanlage am Südostufer des Cospudener Sees. Eröffnet im Expo-Jahr 2000 gilt sie seitdem als touristisches und wirtschaftliches Zentrum des ältesten Gewässers im Leipziger Neuseenland. Wassersportlern bietet sie Liegeplätze für ihre schwimmenden Gefährte. Landgänger fühlen sich vom maritimen Ambiente des Hafendörfchens angezogen.
Bei Tag und Nacht belebt und beliebt: Das Hafendörfchen Pier 1 am Cospudener See. Fotos: br

Die P. wird auch Hauptanlegestelle der Schifffahrt auf dem Cospudener See genutzt und dient als Heimathafen der Fahrgastschiffe MS Cospuden und MS Neuseenland. Die Steganlage des Hafens gilt mit ihren 100 Metern Länge und 3 Seitenstegen als die größte des Neuseenlandes. Weitere Bauwerke von "Pier 1" sind drei Hafenhäuser unter anderem mit Service-Stationen, Gastronomie, Seeterrasse, Einzelhandel, Hafeninformation, Sauna, Sanitäranlagen und Ferienwohnungen.
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S wie Schladitzer See

Der Schladitzer See findet sich rund 10 Kilometer nördlich des Leipziger Zentrums. Das Gewässer kann seit 2003 genutzt werden und ist eines der ersten Tagebaufolgeprojekte des Leipziger Neuseenlandes, das sich nicht im Südraum der Messestadt befindet. Als Betreiber hat sich hier unter anderem das Wassersportzentrum All-On-Sea niedergelassen.
Der erste See, der nicht im Südraum zu finden ist: der Schladitzer See. Fotos: BR

Die Betreiber bieten Surf-, Segel- und Katamarankurse. Auch können bei "All On Sea" Segelboote, Kanus und Ruderboote ausgeliehen werden. Der See wird mit Ende seiner Flutung eine Oberfläche von 220 Hektar haben. Die endgültigen Pegelstände sollen 2012 erreicht werden.
Schladitzer See bei All On Sea: www.all-on-sea.de

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S wie Schleuse Connewitz

Wasserfahrstuhl mit Fisch-Kanu-Pass für die Pleiße im südlichen Auewald. 300 Meter südlich des Schleußiger Weges zu finden. Eröffnet im Frühjahr 2011. Entstanden durch Umbau des ehemaligen Connewitzer Wehres. Kosten für die Errichtung: rund 4 Millionen Euro. Betrieb: April bis Oktober. Eine von sieben Baumaßnahmen, die zur Einrichtung von „Kurs 1“ des Touristischen Gewässerverbundes nötig waren.
Nicht nur Freunde: Connewitzer Schleuse als Schlüsselprojekt des "Kurs 1". Foto: Bernd Reiher

Weitere Teilprojekte dieser nicht unumstrittenen Wasserverbindung zwischen Stadthafen und Cospudener See waren unter anderem der neue Probsteisteg und die ebenfalls neue Brücke für die S46 westlich von Markkleeberg. Bedenken gab es vor allem, weil „Kurs 1“ auch durch den Floßgraben führt. Das Rinnsal fließt teilweise durch Naturschutzgebiet. Kritiker fürchten ob seiner geringen Tiefe und Breite eine Übernutzung, da neben zusätzlichen Paddelbooten hier jetzt auch LeipzigBoote fahren. Außerdem bestehe die vermehrte Gefahr einer Schädigung empfindlicher Uferbereiche.

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S wie Schwimmende Gärten

Die schwimmenden Gärten sind eine Dauerinstallation im Leipziger Pleißemühlgraben. Die künstlichen Inseln in Bootsform befinden sich nahe des Stadtzentrums zwischen Lurgensteins Steg, Dorotheen- und Amtshofbrücke.
An der Dorotheenbrücke festgemacht: Die schwimmenden Gärten von Leipzig. Foto: reiherb

Über die S. heißt es beim Verein Neue Ufer e.V.: "Nach der temporären Installation des schwimmenden Gartens im Pleißemühlgraben im Sommer 2001 (installiert von Andreas Boos, Karsten Hallebach und Birgit Steinhage) konnte am 17. Juni 2003 der erste Teil des dauerhaften schwimmenden Gartens zu Wasser gelassen werden."

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S wie Seekirche Vineta

Die Seekirche Vineta ist ein ambitioniertes Projekt am zukünftigen Störmthaler See. Mit dem schwimmenden Gotteshaus soll an Orte erinnert werden, die dem Braunkohletagebau im Leipziger Südraum zum Opfer gefallen sind. Entstehen soll ein künstlerisch überformter Nachbau der Magdeborner Kirche, der als Denkmal und Kunstwerk dienen soll. Auch eine Nutzung als Trauzimmer und Veranstaltungsort ist im Gespräch. Informationen über das Bauwerk sind im Netz nur vereinzelt zu finden. Eine Projektbeschreibung findet sich auf den Seiten des Großpösnaer Kuhstall e.V.
www.kunst-statt-kohle.de

www.kuhstall-ev.de

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S wie Seenkompass

Der Seenkompass Leipzig bietet eine Übersicht über Zahlen, Fakten und Flutungsstände einzelner Seen in der Bergbaufolgelandschaft des mitteldeutschen Braunkohlereviers. Die einzelnen Gewässer sind über eine Karte anwählbar. Nach dem Klick auf das gewünschte Revier werden u.a. Angaben zu Uferlänge, Wasserfläche, Tiefe und Ausdehnung der einzelnen Seen aufgelistet. Ebenso finden sich Angaben zu Nutzungszielen und dem voraussichtlichen Flutungsende. Die Datensammlung basiert auf einer Veröffentlichung der Autoren Herles/Linke/Schiffner. Das Trio hatte im Jahre 2002 die dafür grundlegende Arbeit „Bergbaurestseen in Mitteldeutschland – Seenkompass“ veröffentlicht.

www.seenkompass.de

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S wie Seepark Auenhain

Der Seepark Auenhain ist eine Ferienanlage am Markkleeberger See. Das Urlauberdorf findet sich am Ostufer des Gewässers oberhalb des Kanuparks und bietet Übernachtungskapazitäten in 32 Bungalows und 12 Apartments. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet und bietet Übernachtungsmöglichkeiten für kleine Familien und Gruppen bis 12 Personen. Die Ausstattung wird als gehoben angegeben. Neben dem Bettendienst haben die Organisatoren auch für einen Rundum-Service gesorgt. In einem Wellness-Haus werden Sauna, Pool und Massage angeboten. Ein zweites Gebäude beherbergt die Gastronomie mit Blick auf den See sowie Spielangebote für Kinder. Die Eröffnung wurde am 26. Juni 2008 im feriendorfeigenen Restaurant "Seeperle" gefeiert. Als Gäste waren damals Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) angekündigt. 2011 war das Bungalowdorf erstmals auch im TUI-Katalog gelistet.
www.seepark-auenhain.de
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S wie Seepromenade Markkleeberg-Ost

Die Seepromenade Markkleeberg findet sich am nördlichen Ufer des Markkleeberger Sees an der Ecke Bornaische/Wachauer Straße in Markkleeberg-Ost. Unter anderem ist von hier der Zugang zum Strandbad Markkleeberg-Ost, zum Uferrundweg sowie zur Steganlage für Segler möglich.
Seepromenade mit Strandcafé, Weinbeißerei und Seglersteg (vlnr). Foto: Bernd Reiher

Am 8. November 2008 wurde an der Seepromenade das Strandcafé Markkleeberg mit Eis- und Restaurant-Abteilung eröffnet. Als weitere gastronomische Einrichtung hat sich mittlerweile die "Weinbeißerei" angesiedelt. Sie lädt seit Anfang 2009 zum Gastmahl am Markkleeberger See.

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S wie Silbersee

See im Südosten der Messestadt, laut Anglerverband Leipzig auch als "Stapelbecken Lößnig" bekannt. Das Gewässer findet sich im Naherholungsgebiet Lößnig-Dölitz, das ab Anfang der 1980er Jahre entstanden ist. Die Größe des Silbersees wird mit 7 Hektar angegeben.
Enten, Rentner, Fußgängerrundweg: der Silbersee in Lößnig. Fotos: Bernd Reiher

Über die Geschichte von Teich und Park heißt es aus dem Rathaus: "Nach dem Bau des Wohngebietes Lößnig in den 70er Jahren wurde in den 80er Jahren mit dem Bau des Erholungsgebiets begonnen, wobei sich die Landschaftsarchitekten an den Grundsätzen des klassischen Landschaftsparks orientierten."

Die Stadtverwaltung über den Silbersee: "Von besonderer Attraktivität ist der Stauteich, ältester und zugleich größter Teich im Erholungsgebiet. Mehrere Jahre lang befand sich an dieser Stelle nur eine große, feuchte Senke. Schließlich wurde das Wasser mittels eines Dammes angestaut und diente der Landwirtschaftsausstellung agra als Demonstrationsobjekt moderner Bewässerungstechniken und als Wasserreservoir. 1993 zum Flächennaturdenkmal erklärt bietet er heute mit seiner Schilfzone Wasservögeln und Kleinlebewesen idealen Lebensraum.

Silbersee auf den elektronischen Rathausseiten
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S wie Silberwald

Der Silberwald ist ein ca. 6 Hektar großes Waldstück am zukünftigen Störmthaler See. Das Wäldchen findet sich auf einer Landzunge südlich des Schlumperbaches. Namensgebender Aspekt war laut Initiatoren „die auffällige Färbung der silberlaubigen Gehölze und Gräser, die in einem Band von der Spitze bis zur mittleren Berme verlaufen.“ Dazu sollen den Angaben zufolge unter anderem Silberweiden und -linden, Grau-Erlen sowie Atlas-Zedern und Lavendel gehören. Seit November 2007 sollen auf der Landzunge auch Mammutbäume zu finden sein.

Gestaltung und Planung wurden mit Eigenmitteln und Geldern aus dem SMART-Programm realisiert. Über Ausgleichsmaßnahmen des sächsischen Autobahnamtes sollen bis Ende 2009 noch rund 70 Großbäume sowie über 100 weitere Gehölzer und Sträucher folgen.

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S wie Solaria 1

Die Fähre "Solaria 1" ist ein Solarshuttle auf dem Markkleeberger See. Das Schiff ist in Katamaranbauweise erstellt. Die Länge des Bootskörpers wird mit rund 10 Metern angegeben, die Breite mit 3 Metern. Für den Vortrieb sollen laut früheren Angaben 2 Drehstrom-Asynchronmotoren mit je 10 Kilowatt Leistung sorgen. Der Treibstoff Sonne wird dabei durch 12 Solarmodule eingefangen. Eigner der "Solaria 1" ist die Tourismus- und Freizeitservice GmbH von Frank Sporleder und René Zeidler. Beide sind auch für die MS Cospuden und die Motorjacht "Sealady" zuständig.
Derzeit nicht buchbar: "Solaria 1" beim Ansteuern des Kanuparks im September 2011. Foto: br

Mit der "Solaria 1" können bis zu 24 Personen können befördert werden - 16 davon sitzend. Fahrräder scheinen gern gesehenes Begleitgepäck zu sein. Die Ticketpreise betragen 4 Euro für eine Rundfahrt und 2.60 Euro für die einfache Strecke. Fahrzeiten: im März an den Wochenenden von 14 bis 16.30 Uhr, im April und im Mai sonnabends von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Von Juni bis August montags bis sonnabends von 13 bis 16 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr. Nachtrag November 2011: Die "Solaria 1" war in diesem Jahr erstmals nicht buchbar. Weitere Zukunft: derzeit ungewiss. 

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S wie Stadthafen Leipzig

Der Stadthafen ist im Zentrum-West am Elstermühlgraben zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Schreberbrücke zu finden. Der Anleger ist auf einer Industriebrache entstanden. Der erste Bauabschnitt mit „Außenmole“ wurde 31. August 2010 der Öffentlichkeit übergeben und dient seit 11. Juli auch als innerstädtischer Landeplatz für den an diesem Tag eingeweihten „Kurs 1“.
Der Stadthafen bei Nacht und mit LeipzigBoot im Juli 2011. Fotos: Bernd Reiher

Derzeit wird der Stadthafen hauptsächlich von Neugierigen betrachtet sowie von LeipzigBooten und Kanupiloten genutzt. Laut
gewaesserverbund.de sollen hier neben dem Anleger für gewerblich betriebene Mehrpersonenboote zukünftig auch „Liegeplätze für private LeipzigBoote (10 Plätze für Typ I; 25 Plätze für Typ II) und Kanus“ zur Verfügung stehen.
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S wie Störmthaler See

Der zukünftige Störmthaler See ist ein Tagebaurestloch im Südosten von Leipzig. Ursprünglich befand sich hier unter anderem das Dorf Magdeborn. Seine Flutung soll im Jahr 2011 abgeschlossen sein. Die Angaben der endgültigen Wasseroberfläche schwanken zwischen 750 und 800 Hektar. Mit einer Tiefe von 50 m sind 150 Mio. m³ Wasser nötig, um den Störmthaler See zu füllen.
Störmthaler See: Einschwimmen der "Vineta" am 24. November 2010. Foto: Bernd Reiher

Die Länge der zukünftigen Ufer wird mit 20 km angegeben. Auf dem See soll ab 2009 die Ponton-Kirche VINETA schwimmen. Mit dem 14 x 7 m großen Bauwerk soll an die 14 verlorenen Orte des Tagebaus Espenhain erinnert werden. Der Turm des Gotteshauses soll der Magdeborner Kirche nachempfunden werden. Ein Foto der ehemaligen Dorfkirche Magedeborn findet sich hier.
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T wie Teilungswehr Großzschocher
Das Wasserbauwerk findet sich im Südwesten der Messestadt knapp zwei Kilometer südlich des Schleußiger Wegs und rund 500 Meter östlich der Küchenholzallee. Die Anlage wurde am Abzweig des Elsterflutbettes von der Weißen Elster errichtet.
Das Teilungswehr Großzschocher im Spätsommer 2011. Foto: Bernd Reiher

Mit der Einrichtung wird die Wasserverteilung zwischen den beiden Flussläufen reguliert. In der Nähe der Teilungswehres befindet sich eine Slalom-Trainingsstrecke des Leipziger Kanuclub e.V. Im Herbst 2011 soll die Anlage mit einer neuen Eintrichtung zum Umsetzen von Booten ausgestattet worden sein.

Dazu hieß es am 11. Oktober aus dem Rathaus: "Heute begannen in Nähe des Teilungswehrs Großzschocher die Arbeiten zum Bau einer Umtragestelle. Der Steg am Elsterflutbett wird durch einen neuen ersetzt, an der Weißen Elster wird ein neuer Steg installiert. Die Maßnahme dient der Verbesserung der wassertouristischen Infrastruktur." Als Fertigstellungstermin wurde der 22. November genannt.

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T wie Tensa

Völlig abgenabelt vom Leipziger Neuseenland fristet seit Jahrzehnten die Tensa ihr Dasein als Idylle am Ortsausgang des Leipziger Stadtteiles Holzhausen. Das Gewässer mit den Dimensionen eines etwas größeren Teiches war aus Mangel an Alternativen lange ein beliebtes Ausflugs- und Badeziel. Mittlerweile ist es eher als eine Domäne der Freunde des zu überlistenden Fischs bekannt. Sie bevorzugen das Revier wegen seiner stadtnahen Lage und den Hechten, Karpfen und Aalen, die hier in nicht geringer Zahl vorhanden sein sollen.
Angeln, grillen, picknicken: die Tensa hinter Holzhausen. Fotos: Bernd Reiher

Trotz aller Fischäugigkeit kann die Tensa aber auch ein Geheimtip für Naturliebhaber ohne Angelschein sein. Abseits der Besucherströme am Markkleeberger oder dem Cospudener See stoßen sie hier auf naturbelassene Ufer und einen gewässernahen Baumbestand, wie er im Neuseenland sonst nur selten zu finden ist. Zum Status eines Insider-Tipps gehört bei der Tensa aber auch, dass sie nicht per ÖPNV zu erreichen ist. Aus Holzhausen kommende Fahrrad-, Moped- und Autofahrer nutzen den nach dem Passieren des Colmberges sich auftuenden Feldweg als Impuls für einen Linksruck am jeweils vorhandenen Lenkelement. Aus dem Muldental kommende Leute müssen sich dementsprechend rechts orientieren, aber das ist man ja dort gewohnt. Foto: Tensa im März 2008

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W wie Wachauer Strand

Mit rund 600 Metern Länge zukünftig größter Badebereich des Markkleeberger Sees. Eröffnung im Mai 2008. Siehe auch >Auenhainer Bucht<

www.markkleeberger-see.de

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W wie Wassergott

Das Gasthaus „Zum Wassergott“ war ein in der Messestadt sehr beliebtes Pfahlrestaurant am Westufer der Pleiße im Auwald. Zu finden war es laut Wikipedia ab 1860 zirka 300 Meter südlich des 2011 neu errichteten Probsteisteges. Das hier hinterlegte Bild stammt aus dem Stadtgeschichtlichen Museum und wurde 1905 von Hermann Vogel aufgenommen.
Bootstouren aus Leipzig und Connewitz: Wassergott. Foto: Stadtgeschichtliches Museum

Bis zum ersten Weltkrieg soll der „Wassergott“ nur per Boot oder einer Fähre vom gegenüberliegenden Ufer erreichbar gewesen sein. Wikipedia über das Ende des Ausfluglokales: „Die Gaststätte fiel bei einem Luftangriff auf Leipzig der Druckwelle einer Sprengbombe zum Opfer und endete als Feuerholz.“

Wassergott in der Wikipedia

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W wie Wasserschlange

Zukünftiges Teilstück des „Kurs 5“, mit dem eine Gewässerverbindung zwischen Pleiße und Markkleeberger See hergestellt werden soll. Der sich derzeit noch in Planung befindliche Kanal soll einmal eine Länge von einem reichlichen Kilometer haben und nach bisherigen Auskünften im südöstlichen Teil des Landschaftsparks „Agra“ entstehen. Die Anbindung an den Markkleeberger See scheint an der Nordwest-Spitze des Gewässers vorgesehen. Wo genau ist derzeit allerdings noch unklar – in den bisher veröffentlichten Verwaltungs-Dokumenten gibt es unterschiedliche Angaben.
Vor der Wasserschlange kommt auf "Kurs 5" die M´berger Pleiße. Sie hat noch Stromschnellen.

Demnächst Teil des "Kurs 5": Markkleeberger Pleißedamm. Foto: Bernd Reiher

Einmal realisiert, wäre mit der Wasserschlange rein theoretisch eine Gewässerverbindung vom Stadthafen bis zum Störmthaler See vorhanden. Um sie auch durchgängig schiffbar zu gestalten, müssten aber noch einige Stromschnellen im Pleiße-Bereich zwischen Wildpark und Markkleeberg gezähmt werden. Ein Selbstversuch im Sommer 2011 hat ergeben: Derzeit gibt es hier ob der Kraft des Flusses für Paddler und Kanuten auf dem Wasser kein Durchkommen in Richtung Süden.

Welche Pläne es diesbezüglich seitens der Gewässer-Vordenker gibt, ist noch in Erfahrung zu bringen. Zum vorgesehenen Kurzkanal und dem damit nötigen, derzeit ebenfalls noch in Planung befindlichen, Wasserfahrstuhl „Möncherei-Schleuse“ heißt es jedoch schon heute beim Grünen Ring: „Verbunden wird der Markkleeberger See mit der Pleiße und damit dem Leipziger Gewässersystem über die Markkleeberger Wasserschlange, eine neue, 1,4 Kilometer lange Gewässerverbindung. Sie schlängelt sich von der neuen Möncherei-Schleuse um alte Eichengruppen durch die wiesengeprägte Kulturlandschaft der Möncherei. Nach jedem Bogen werden immer wieder weite Blicke in diese einzigartige Landschaft freigegeben.“

Die „Möncherei-Schleuse“ an der Mündung zur Pleiße soll dabei einen Höhenunterschied von 3,87 Meter zwischen Fluss und Markkleeberger See überwinden helfen. Könnten die geplanten Zeitabläufe eingehalten werden, so die Landschaftsentwickler schließlich, „wird dieses Vorhaben 2014/2015 realisiert“.

W wie Wasserspielplatz Cospuden
Der Wasserspielplatz Cospuden findet sich zwischen Nordstrand und Waldsee Lauer nahe der Erlebnisachse zum Parkplatz Brückenstraße. Die Klettergerüste stehen teilweise direkt im Wasser. Verbunden sind sie durch Seile und Stangen. Der Eintritt ist frei. Anbindung an den ÖPNV besteht mit der Buslinie 65.

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W wie Wasserspielplatz Pleißemühlgraben

Auch das Leipziger Zentrum hat seit einigen Jahren einen Wasserspielplatz. Das Areal findet sich im Süden des Stadtbezirks Mitte in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße 2. Der Spielplatz wurde am 23. Juni 2006 eingeweiht. Zuvor mußte der hier über Jahrzehnte verrohrte Verlauf des Pleißemühlgrabens erst wieder freigelegt werden.
Verschwindet öfter und muss dann neu gemacht werden: Steuer am Wasserspielplatz. Foto: BR

Mit dem Wasserspielplatz soll Kindern das Element Wasser näher gebracht werden. Der Neubau war von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt worden.

www.neue-ufer.de
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W wie Wildwasserkehre

Straße am Kanupark Markkleeberg. Abgehend davon und zum Kanupark führend: der Bootssteig.
www.kanupark-markkleeberg.com

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Z wie Zöbigker Winkel

Bezeichnung für das Südost-Ufer des Cospudener Sees im Bereich des Markkleeberger Ortsteiles Zöbigker. Wirtschaftlicher Mittelpunkt des Z.W. ist der Hafen Zöbigker mit dem Hafendörfchen Pier 1. Das Wassersportzentrum bietet Platz für zirka 200 Boote und dient als Hauptanlegestelle für die Schifffahrt auf dem Cospudener See. Außerdem sind hier u.a. das Hafenkontor, ein Café, ein Restaurant und die Ausstellungsräume "Kleine Freiheit" untergebracht. Weitere Einrichtungen wurden im Norden des Z. angelegt. Hier finden sich eine 9-Loch-Golfanlage, eine Strandbar und mittlerweile auch ein Sandstrand mit rund 500 Meter Länge. Der Z. ist für den Individualverkehr gut erschlossen. Eine Anbindung an den ÖPNV besteht lediglich durch die Buslinie RVL 107.

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Z wie Zwenkauer See

Der noch nicht vollständig geflutete Zwenkauer See wird einmal eine Fläche von 970 Hektar haben. Damit wird das Gewässer das größte des Leipziger Neuseenlandes sein. Der Tagebaubetrieb im Z. wurde 1999 eingestellt. Die Flutung begann 2007. Im Jahr 2013 soll sie abgeschlossen sein. Über die Form des Z. heißt es in der Wikipedia: „Der Zwenkauer See hat, bedingt durch die bergbaulichen Erfordernisse, eine unregelmäßige Gestalt. Der Tagebau Zwenkau umrundete die Stadt in seinem 70-jährigen Betrieb in nahezu einem Dreiviertel-Kreisring, von Süden kommend östlich und nördlich an der Stadt vorbei.“
Vorne Kap, hinten Neue Harth, A38 und Markkleeberg: Zwenkauer See, Dezember 2011. Foto: br

Am Nordufer des Z. befindet sich die Neue Harth. Hier ist unter anderem eine Gewässerverbindung zum Cospudener See geplant. Weitere angedachte Einrichtungen laut Netz-Enzyklopädie: ein Hafen, ein Feriendorf mit 400 teils schwimmenden Ferienhäusern, ein Hotel, eine Seebrücke und ein Campingplatz.

Am Südrand des Z. wächst derzeit am Nordende Zwenkaus ein Mischgebiet namens „Kap Zwenkau“. Hier entstehen Wohnhäuser, ein Hafen sowie Gewerbeflächen. Die Anlage dient schon heute auch als Hauptanlegestelle der Personen-Schifffahrt auf dem Zwenkauer See. MS „Santa Barbara“ ist seit dem Sommer 2008 auf dem Gewässer unterwegs und soll seitdem nach Betreiberangaben rund 30.000 Fahrgäste über den Zwenkauer See geschippert haben.

Geht es nach dem Willen der Vordenker, könnte am Z. auch eine für das Leipziger Neuseenland einzigartige Attraktion entstehen. „Eine Vision ist es zudem, den Hafen künftig über eine Seilbahn mit dem Nordufer zu verbinden“, hieß es noch im Dezember 2011 auf neue-harth.de. Signale, dass dieses Projekt große Fortschritte macht, gab es in jüngster Zeit aber nicht.

Wikipedia

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